Australien
Stand: April 2012
Malaria Risikogebiete
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Australien: Behörden warnen vor Ross-River-Fieber
mehr...Australien: Keuchhusten erreicht Höhepunkt in Western Australia
mehr...Wichtige Hinweise
Ein vermehrtes Auftreten von Masernerkrankungen wurde in den vergangenen Monaten u.a. in den Regionen von Western Sydney und Wollongong berichtet. Ausgelöst wurde die Infektionskette durch ungeimpfte Reisende, die sich im Ausland mit dem Virus infizierten und den Erreger nach Rückreise in ihr Heimatland importierten. Insgesamt wurden mehr als 45 Masernfälle registriert. Das sind bereits mehr Erkrankungen als die Anzahl der alljährlich in Australien registrierten Masernfälle/Jahr seit 2007. Die Gesundheitsbehörden zeigen sich besorgt, da immer mehr junge Erwachsene von Australien nach Europa reisen, die nicht gegen Masern geimpft sind und im Ausland Länder und Regionen mit gehäuften Masernaufkommen besuchen. Immer wieder werden Maserninfektionen durch heimkehrende australische Touristen beobachtet, die nach ihrer Rückkehr das familiäre Umfeld und den Bekanntenkreis mit Masern anstecken. In Australien galten die Masern als nahezu ausgerottet. Durch den Tourismus wird die Infektionskrankheit jedoch als "Reisekrankheit" immer häufiger aus dem europäischen Ausland importiert und führt zu Infektionsketten im Land. Durch Urlauber und den weltweiten Reiseverkehr werden immer wieder Masern-Infektionsketten in Gang gesetzt. Die meisten Erkrankungsfälle werden vor allem in Regionen mit einer geringen Masern-Durchimpfungsrate festgestellt. Die Gesundheitsbehörden betonen wiederholt die Wichtigkeit den Masernschutz zu überprüfen. Bei Reisen in Regionen mit erhöhtem Masernaufkommen besteht ein erhöhtes Infektionsrisiko. Das deutsche Robert Koch-Institut empfiehlt Reisenden in Regionen mit aktuellen Masernausbrüchen ihren Masernimpfschutz zu überprüfen. Ungeimpften Personen bzw. Personen, die noch keine Masern durchgemacht haben und in ein Masern-Epidemiegebiet reisen oder in medizinischen Einrichtungen zur Behandlung von Kindern, Tagesstätten, Kinderheimen, u. ä. arbeiten, wird eine Impfung empfohlen. Vor allem sollten Austauschschüler und Au-Pairs auf einen gültigen Masernschutz achten.
Die Erkrankungszahlen des Ross River-Fiebers haben in den vergangenen Monaten zugenommen. Die meisten Fälle wurden aus dem Bundesstaat Western Australia (Westaustralien), aus der Peel Region an der Westküste, gemeldet. Reisende sollten weiterhin gute Mückenschutzmaßnahmen durchführen.
Aus einigen Regionen im Süden Australiens wurden vermehrt Fälle von Keuchhusten berichtet. Im Jahr 2009 wurden über 3.500 Fälle landesweit registriert - darunter auch Todesfälle. In Deutschland wird seit 2009 eine einmalige Keuchhusten-Impfung für Erwachsene zusammen mit der nächst fälligen Tetanus- und Diphtherieimpfung empfohlen.
Aufgrund der verstärkten UV-Strahlung infolge des Ozonlochs, sollten in Australien grundsätzlich gute Sonnenschutzmaßnahmen durchgeführt werden. D.h. Hautbedeckende Kleidung und das Auftragen von Sonnenschutzcremes mit hohem Lichtschutzfaktor auf der unbedeckten Haut. Aufgrund der erhöhten UV-Strahlung besteht ein erhöhtes Risiko für Sonnenbrände und andere UV-Schäden.
| Krankheit | Impfschutz | Empfehlung |
|---|---|---|
| Diphtherie | ja | Grundsätzlich sollten alle Personen einen Impfschutz besitzen (Auffrischung alle 10 Jahre) |
| FSME | nein | |
| Gelbfieber | nein | |
| Hepatitis A | Risikogruppen ja | Alle Reisende in Länder mit erhöhtem Hepatitis-A-Vorkommen |
| Hepatitis B | Risikogruppen ja |
Reisende in Gebiete mit erhöhtem Hepatitis B-Vorkommen und bei erhöhtem Infektionsrisiko sowie bei längeren Aufenthalten (> 1 Monat). Anlässlich einer Reise ist es ratsam, eine Hepatitis B Impfung grundsätzlich in Erwägung zu ziehen. Die Impfung ist für Kinder und Jugendliche in Deutschland routinemäßig empfohlen. |
| Influenza | Risikogruppen ja | Für alle Personen ≥ 60. Lebensjahr und Personen mit bestimmten chronischen Erkrankungen (Risikogruppen) ist die Impfung generell empfohlen. Für andere Reisende kann die Influenza-Impfung nach Risikoabwägung entsprechend dem Risiko vor Ort (Exposition) sinnvoll sein. Dabei ist das Auftreten der saisonalen Influenza zu beachten. |
| Japanische Enzephalitis | nein | |
| Keuchhusten | ja | Alle Erwachsenen sollten bei der nächsten fälligen Tetanus-Diphtherie-Impfung (Td) eine einmalige Impfung gegen Keuchhusten (Tdap) erhalten. |
| Masern | Risikogruppen ja | Bei Reisen in Regionen mit aktuellen Ausbrüchen ist eine Schutzimpfung empfohlen. Die STIKO empfiehlt eine einmalige Impfung (vorzugsweise MMR-Impfstoff) den nach 1970 geborenen Personen ≥ 18 Jahre mit unklarem Impfstatus, ohne Impfung oder mit nur einer Impfung in der Kindheit. |
| Meningokokken-Meningitis | nein | |
| Pneumokokken | Risikogruppen ja | Empfohlen für alle Personen ab vollendeten 2. Lebensjahr mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung aufgrund chronischer Erkrankungen (Risikogruppen) |
| Polio | nein | |
| Tetanus | ja | Grundsätzlich sollten alle Personen einen Impfschutz besitzen (Auffrischung alle 10 Jahre) |
| Tollwut | nein | |
| Typhus (parenteral) | nein |
Gelbfieberimpfung erforderlich für alle Reisenden (Kinder über 1 Lj.), die in den letzten 6 Tagen vor der Einreise in einem Gelbfieber-Infektionsgebiet (Endemiegebiet) übernachtet oder sich länger aufgehalten haben. Als Gelbfieber-Endemiegebiete gelten die von der WHO ausgewiesenen (s. Karte Gelbfieber-Verbreitungsgebiete) einschließlich Sao Tome und Principe, Somalia und Tansania. Ausgenommen sind die Galapagos Inseln in Ecuador und eingeschränkt ist die Provinz Misiones in Argentinien.
| Krankheit | Anmerkung | Schutz |
|---|---|---|
| Borreliose |
landesweites Vorkommen Übertragung: durch Zecken v.a. in Gräsern, Sträuchern, Unterholz |
Schutz vor Zecken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays) |
| Dengue-Fieber |
Übertragungsmonate: Dezember - Juni Vorkommen im Norden, Nord-Queensland, Torres Straight Inseln (vor der Küste Neu Guineas), Cairns |
Schutz vor Mücken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), Anti-Mückencoils, Mückennetze, etc. |
| diverse Darminfektionen | Landesweites Vorkommen von Parasiten, Bakterien, Viren (Wurmbefall, Shigellen, Salmonellen, Amöben, Lamblien) | Sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene |
| Monat | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Min. Temp °C | 18 | 18 | 17 | 14 | 11 | 9 | 9 | 9 | 11 | 13 | 16 | 17 |
| Max. Temp °C | 26 | 26 | 24 | 22 | 19 | 16 | 16 | 17 | 17 | 22 | 23 | 25 |
| Feuchtigkeit % | 66 | 68 | 69 | 70 | 70 | 70 | 68 | 64 | 61 | 61 | 63 | 64 |
| Regentage | 14 | 13 | 14 | 14 | 13 | 12 | 12 | 11 | 12 | 12 | 12 | 13 |
| Bei den monatlich angegebenen Zahlen handelt es sich um Durchschnittswerte die sich aus einem Beobachtungszeitraum heraus errechnet haben. Nachdem die Wetterlage durch vielerlei Einflüsse ständigen Veränderungen unterworfen ist, können die Angaben nicht als absolut betrachtet werden, sondern sollen eine relative Klimaeinschätzung innerhalb der Monate wiedergeben. Das aktuelle Klima in Ihrem Reiseland erfahren Sie im Internet bei verschiedenen Wetterservice Einrichtungen. | ||||||||||||
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