China (VR)
Stand: Januar 2012
Malaria Risikogebiete
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China: Wieder erste Poliofälle im Land gemeldet
mehr...Wichtige Hinweise
Bis 25. Januar 2012 wurden weltweit im vergangenen Jahr 644 Fälle der Kinderlähmung (Poliomyelitis) gemeldet. Die Fälle wurden in Pakistan (197), Afghanistan (80), Nigeria (57), Indien (1), Tschad (132), Demokratische Republik Kongo (92), Angola (5), Zentralafrika (4), Niger (5), Kamerun (1), China (21), Guinea (3), Kenia (1), Elfenbeinküste (36), Mali (7), Republik Kongo (1) und Gabun (1) registriert. 2010 wurden insgesamt 1.352 Poliofälle weltweit gezählt. Die Fälle wurden aus Pakistan, Afghanistan, Nigeria, Indien, Tschad, Demokratische Republik Kongo, Angola, Mali, Republik Kongo, Niger, Uganda, Russland, Liberia, Nepal, Kasachstan und Tadschikistan gemeldet. Die meisten Erkrankungen werden in den Ländern beobachtet, in denen die Polio endemisch ist, d.h. ständig im Land vorkommt. Zu diesen Ländern gehören Afghanistan, Indien, Nigeria und Pakistan. In den anderen Ländern ist die Polio durch importierte Fälle wieder aufgetreten. Seit 1999 sind das wieder die ersten Poliofälle die in China auftreten. Allerdings handelte es sich bei den 1999 registrierten Fällen, um Fälle in denen das Virus aus Indien nach China eingeschleppt wurde. Ein autochthones Vorkommen in China wurde zuletzt im Jahr 1994 beobachtet. Genetisch scheint das in China nachgewiesene Virus mit den in Pakistan aktuell zirkulierenden Virus verwandt zu sein. Diese Situation belegt die große Problematik in der geografischen Ausbreitung der Kinderlähmung, auch in Ländern und Regionen in denen die Kinderlähmung schon seit vielen Jahren nicht mehr vorkam. Bei Personen ohne Polioschutz können die Erreger der Kinderlähmung (Polioviren) zu einer Infektion und in der Folge zu einer Erkrankung führen. Daher bleibt ein Polio-Impfschutz für Kinder lt. STIKO-Empfehlungen in Deutschland weiterhin eine Standardimpfung und für alle Reisende in Polio-Risikogebiete (Kinder und Erwachsene) unentbehrlich um einen Schutz vor der gefährlichen Infektionskrankheit zu gewährleisten. Das Risiko importierter Polioviren wird so lange bestehen, bis die Erkrankung weltweit ausgerottet ist.
Die Masern-Erkrankungszahlen haben in den vergangenen Jahren, laut Aussage der Gesundheitsbehörden, in vielen Provinzen zugenommen. Das deutsche Robert Koch-Institut empfiehlt Reisenden in Regionen mit aktuellen Masernausbrüchen ihren Masernimpfschutz zu überprüfen. Ungeimpften Personen bzw. Personen, die noch keine Masern durchgemacht haben und in ein Masern-Epidemiegebiet reisen, wird eine Impfung empfohlen.
Jedes Jahr werden Tollwutfälle aus China gemeldet. Nach Indien stellt China das Land mit den meisten Tollwuterkrankungen beim Menschen dar. Damit gilt Asien als der Kontinent mit den meisten Tollwuterkrankungen. Der Hauptüberträger der Tollwut ist der Hund. Rund 40.000 Todesfälle werden jährlich aus dem asiatischen Raum gemeldet. Eine hohe Dunkelziffer wird vermutet. Das Risiko einer Tollwutinfektion hängt von vielen Faktoren ab. Dazu gehören die landesspezifischen Bedingungen, das Verhalten des Reisenden, die Reiseart und Reisedauer. Zum Personenkreis der so genannten "Risikogruppe" gehören "Rucksackreisende", Jäger, Waldarbeiter, Tierpfleger, Tierärzte und Personen mit häufigem Tierkontakt. Der Reisende kann sich durch eine aktive Schutzimpfung gegen Tollwut schützen. Als wichtigste Verhaltensmaßnahme für Reisende gilt, insbesondere in den Tropen und Subtropen, freilaufende Tiere (v.a. Hunde und Katzen) nie zu streicheln oder zu berühren. Bei Bissverletzungen oder Belecken von Schleimhäuten oder Wunden durch streunende Tiere ist umgehend ein Arzt bzw. medizinische Hilfe aufzusuchen.
Landesweit besteht eine erhöhte Infektionsgefahr für diverse Infektionskrankheiten die durch verunreinigte Speisen oder Getränke übertragen werden (z.B. Hepatitis A, Typhus, Bakterienruhr, Amöbenruhr, Lambliasis, Wurmerkrankungen). Daher sollten sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasser-Hygienemaßnahmen stets durchgeführt werden. Vor dem Verzehr und Kauf von Lebensmitteln aus billigen Straßenrestaurants und von Märkten wird gewarnt. Nach Deutschland werden rund 80 - 90 % aller Typhus- und Paratyphusfälle aus Reiseregionen mit unzureichendem Hygienestandard importiert. Bei Reisen unter einfachen hygienischen Bedingungen (z.B. Rucksack- und Trekkingreisen) in Regionen mit erhöhtem Typhusvorkommen, ist daher ein Typhus - Impfschutz sinnvoll. Bei Reisen in Länder mit einem erhöhten Hepatitis A-Vorkommen sollte ein Hepatitis A-Impfschutz in Erwägung gezogen werden.
Risikogebiete: Ganzjährig minimales Risiko in den ländlichen Regionen unter 1.500m Höhe der Provinzen Hainan, Yunnan, Anhui, Henan, Hubei, Ghuizhou und Jiangsu
Kein Malariarisiko: Rest des Landes
Übertragungsmonate: ganzjährig
Malariaart: fast ausschließlich Malaria tertiana (P. vivax), Malaria tropica (P. falciparum < 10 %, Vorkommen nur in Hainan und Yunnan)
Keine medikamentöse Vorbeugung empfohlen: in den ländlichen Regionen unter 1.500m Höhe der Provinzen Hainan, Yunnan, Anhui, Henan, Hubei, Ghuizhou und Jiangsu
Schutz vor Mückenstichen empfohlen: durch langärmelige Kleidung, Sprays, Cremes, Lotionen, Mosquitonetze, etc.
| Krankheit | Impfschutz | Empfehlung |
|---|---|---|
| Cholera | Risikogruppen ja | Bei Reisen in Risikogebiete |
| Diphtherie | ja | Grundsätzlich sollten alle Personen einen Impfschutz besitzen (Auffrischung alle 10 Jahre) |
| FSME | nein | |
| Gelbfieber | nein | |
| Hepatitis A | ja | Alle Reisende in Länder mit erhöhtem Hepatitis-A-Vorkommen |
| Hepatitis B | Risikogruppen ja |
Reisende in Gebiete mit erhöhtem Hepatitis B-Vorkommen und bei erhöhtem Infektionsrisiko sowie bei längeren Aufenthalten (> 1 Monat). Anlässlich einer Reise ist es ratsam, eine Hepatitis B Impfung grundsätzlich in Erwägung zu ziehen. Die Impfung ist für Kinder und Jugendliche in Deutschland routinemäßig empfohlen. |
| Influenza | Risikogruppen ja | Für alle Personen ≥ 60. Lebensjahr und Personen mit bestimmten chronischen Erkrankungen (Risikogruppen) ist die Impfung generell empfohlen. Für andere Reisende kann die Influenza-Impfung nach Risikoabwägung entsprechend dem Risiko vor Ort (Exposition) sinnvoll sein. Dabei ist das Auftreten der saisonalen Influenza zu beachten. |
| Japanische Enzephalitis | Risikogruppen ja | Reisende mit längeren Aufenthalten (ab 4 Wochen) in ländlichen Gebieten, in denen die Japanische Enzephalitis vorkommt, v.a. während Regenzeiten mit gehäufter Verbreitung der Überträgermücken |
| Keuchhusten | ja | Alle Erwachsenen sollten bei der nächsten fälligen Tetanus-Diphtherie-Impfung (Td) eine einmalige Impfung gegen Keuchhusten (Tdap) erhalten. |
| Masern | Risikogruppen ja | Bei Reisen in Regionen mit aktuellen Ausbrüchen ist eine Schutzimpfung empfohlen. Die STIKO empfiehlt eine einmalige Impfung (vorzugsweise MMR-Impfstoff) den nach 1970 geborenen Personen ≥ 18 Jahre mit unklarem Impfstatus, ohne Impfung oder mit nur einer Impfung in der Kindheit. |
| Meningokokken-Meningitis | nein | |
| Pneumokokken | Risikogruppen ja | Empfohlen für alle Personen ab vollendeten 2. Lebensjahr mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung aufgrund chronischer Erkrankungen (Risikogruppen) |
| Polio | ja | Bei Reisen in Risikogebiete ist eine Impfung empfohlen |
| Tetanus | ja | Grundsätzlich sollten alle Personen einen Impfschutz besitzen (Auffrischung alle 10 Jahre) |
| Tollwut | Risikogruppen ja | Reisende in Gebiete mit erhöhtem Tollwut-Vorkommen (z.B. durch Hunde, Katzen und Waldtiere; Auch Fledermäuse können durch einen Biss Tollwut übertragen!) und/oder erhöhter Infektionsgefahr (z.B. durch Langzeitaufenthalte, Rucksack- und/oder Abenteuerreisen). Kinder gelten als besonders gefährdet. Zu den beruflichen Risikogruppen zählen Tierärzte, Jäger und Forstpersonal. |
| Typhus | Risikogruppen ja | Reisen in Länder mit unzureichender Hygiene und Trinkwasserversorgung (z.B. während Rucksack- und Abenteuerreisen). |
Gelbfieber:
Gelbfieberimpfung erforderlich für alle Reisende (Kinder ab dem 9. Lebensmonat), die aus Gelbfieber-Infektionsgebieten (Endemiegebieten) kommen. Als Gelbfieber-Endemiegebiete gelten die von der WHO ausgewiesenen (s. Karte Gelbfieber-Verbreitungsgebiete).
| Krankheit | Anmerkung | Schutz |
|---|---|---|
| Bilharziose | Vorkommen: landesweit im Süßwasser; zentrale und östliche Landesteile: Hubei, Honan, Jiangxi, Anhui, Jiangsu | Vermeidung von Hautkontakt mit Süßwasser (Seen, Tümpel, Flüsse und Bächen) |
| Borreliose |
landesweites Vorkommen Übertragung: durch Zecken v.a. in Gräsern, Sträuchern, Unterholz |
Schutz vor Zecken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays) |
| Cholera | Infektionsgebiete: keine näheren Angaben verfügbar | Sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene. |
| Dengue-Fieber | Vorkommen: südliche Küste | Schutz vor Mücken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), Anti-Mückencoils, Mückennetze, etc. |
| diverse Darminfektionen | Parasiten, Bakterien, Viren (Wurmbefall, Shigellen, Salmonellen, Amöben, Lamblien) Infektionsrisiko N > S | Sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene |
| Filariosen | Vorkommen: vereinzelte Herde im Süden | Schutz vor Insekten, v.a. Mücken durch hautbeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), Anti-Mückencoils, Mückennetze, etc. |
| Fleckfieber | Vorkommen: Buschland im Süden | Schutz vor Kleiderläusen durch kontinuierliche und ordentliche Hygienemaßnahmen (sorgfältige Reinigung und regelmäßiger Wechsel der Wäsche). Impfung nur in seltenen Fällen empfohlen ! |
| Hepatitis B | landesweites Vorkommen | Impfung. Verwendung von Kondomen und sterilen Spritzen und Nadeln |
| Japanische Enzephalitis |
Übertragungsmonate: April-Oktober v.a. zentrale und östliche Provinzen; JE-frei sind folgende Provinzen: Xizang (Tibet), Xinjiang, Quinghai |
Impfung. Schutz vor Mücken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), Anti-Mückencoils, Mückennetze, etc. |
| Kala Azar | Vorkommen: Landesteile im Süden und zentrale Gebiete | Schutz vor Mücken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), engmaschige Mückennetze. |
| Leishmaniasis | Vorkommen: vereinzelte Herde im Nordwesten (Xingjiang) | Schutz vor Mücken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), engmaschige Mückennetze. |
| Pest | geringes Infektionsrisiko Vorkommen v.a. in Qinghai und Xizang | Schutz vor Ratten (z.B. durch sichere Schlafplätz bei Übernachtungen im Freien) und Flöhen (häufiger hygienischer Wäschewechsel). Reisende sollten sich von Pestkranken fernhalten. Bei beruflicher Exposition können vorbeugend Antibiotika eingenommen werden. |
| Tollwut | landesweites Vorkommen | Impfung. Fernhalten von freilaufenden, streunenden Tieren (v.a. Hunden und Katzen) |
| Monat | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Min. Temp °C | -9 | -6 | 0 | 7 | 13 | 18 | 22 | 21 | 14 | 7 | -1 | -7 |
| Max. Temp °C | 1 | 6 | 12 | 21 | 27 | 31 | 32 | 30 | 26 | 19 | 10 | 4 |
| Feuchtigkeit % | 38 | 45 | 48 | 43 | 45 | 56 | 75 | 78 | 68 | 65 | 57 | 50 |
| Regentage | 2 | 2 | 2 | 3 | 5 | 8 | 15 | 11 | 8 | 2 | 1 | 2 |
| Bei den monatlich angegebenen Zahlen handelt es sich um Durchschnittswerte die sich aus einem Beobachtungszeitraum heraus errechnet haben. Nachdem die Wetterlage durch vielerlei Einflüsse ständigen Veränderungen unterworfen ist, können die Angaben nicht als absolut betrachtet werden, sondern sollen eine relative Klimaeinschätzung innerhalb der Monate wiedergeben. Das aktuelle Klima in Ihrem Reiseland erfahren Sie im Internet bei verschiedenen Wetterservice Einrichtungen. | ||||||||||||
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Märkisches Ufer 54
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