Dominikanische Republik
Stand: April 2012
Malaria Risikogebiete
News
Dominikanische Republik: Kanadier erkrankt an Tollwut
mehr...Wichtige Hinweise
In den vergangenen Monaten sind aufgrund der Cholera-Epidemie im benachbarten Haiti auch weiterhin Cholera-Erkrankungsfälle in der Dominikanischen Republik aufgetreten. Seit Beginn des Ausbruchs wurden landesweit bis Oktober 2011 rund 17.000 Cholera-Verdachts- und Erkrankungsfälle und ca. 135 Todesfälle registriert. Die Versorgung der Bevölkerung mit sauberem Trinkwasser steht im Mittelpunkt der Aktivitäten der örtlichen Gesundheitsbehörden. Auch Kanalisationen und Abwassersysteme betroffener Regionen werden überarbeitet und streckenweise neu verlegt um der Ausbreitung des Erregers entgegenzuwirken. Für Reisende besteht jedoch nach wie vor ein sehr geringes Risiko sich zu infizieren. Sorgfältige Hygienemaßnahmen, vor allem in der Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene, sind stets empfohlen und sollten vor allem auch als Schutz vor anderen - häufiger auftretenden Magen-Darm-Infektionskrankheiten - durchgeführt werden.
Landesweit besteht ein Übertragungsrisiko für Dengue Fieber und Malaria. Ein erhöhtes Malariarisiko besteht in den westlichen, ländlichen Provinzen (z.B. Castanuelas, Hondo Valle und Pepillo Salcedo). Malaria-Erkrankungen bei Touristen treten in der Dominikanischen Republik eher selten und sporadisch auf. Eine ärztliche Malariaberatung rechtzeitig vor der Abreise ist zur Klärung des individuellen Malariarisikos dennoch auf jeden Fall empfohlen. Die Überträgermücke des Dengue Fiebers ist fast überall präsent, so dass gute Mückenschutzmaßnahmen unverzichtbar sind. Laut Angaben der Experten ist die tatsächlich Zahl der Erkrankungs- und Todesfälle um das Vier- bis Fünffache höher, da nicht alle Fälle in den Krankenhäusern erfasst werden. Grundsätzlich hat die Zahl der Dengue Fieber-Erkrankungen in den vergangenen Jahren in Lateinamerika und den Karibik Staaten stark zugenommen. Daher sollten Reisende gute Mückenschutzmaßnahmen durchführen.
Landesweit besteht eine erhöhte Infektionsgefahr für diverse Infektionskrankheiten die durch verunreinigte Speisen oder Getränke übertragen werden (z.B. Hepatitis A, Typhus, Bakterienruhr, Amöbenruhr, Lambliasis, Wurmerkrankungen). Daher sollten sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasser-Hygienemaßnahmen stets durchgeführt werden. Vor dem Verzehr und Kauf von Lebensmitteln aus billigen Straßenrestaurants und von Märkten wird gewarnt. Nach Deutschland werden rund 80 - 90 % aller Typhus- und Paratyphusfälle aus Reiseregionen mit unzureichendem Hygienestandard importiert. Bei Reisen unter einfachen hygienischen Bedingungen (z.B. Rucksack- und Trekkingreisen) in Regionen mit erhöhtem Typhusvorkommen, ist daher ein Typhus - Impfschutz sinnvoll. Bei Reisen in Länder mit einem erhöhten Hepatitis A-Vorkommen sollte ein Hepatitis A-Impfschutz in Erwägung gezogen werden.
Risikogebiete: Geringes Risiko im ganzen Land, v.a. in den südwestlichen Provinzen (z.B. Azua, Bahoruco, Elias Pina und Dajabón), im Osten in La Altagracia (Punta Cana) und im Norden San Juan
Übertragungsmonate: ganzjährige Gefährdung
Malariaart: ausschließlich Malaria tropica (P. falciparum) Vorkommen
Nur Notfallmedikation empfohlen (Standby): ganzjährig landesweit empfohlen, v.a in den südwestlichen Provinzen (z.B. Azua, Bahoruco, Elias Pina und Dajabón), im Osten in La Altagracia (Punta Cana) und im Norden San Juan
Schutz vor Mückenstichen empfohlen: durch langärmelige Kleidung, Sprays, Cremes, Lotionen, Mosquitonetze, etc.
| Krankheit | Impfschutz | Empfehlung |
|---|---|---|
| Cholera | Risikogruppen ja | Bei Reisen in Risikogebiete |
| Diphtherie | ja | Grundsätzlich sollten alle Personen einen Impfschutz besitzen (Auffrischung alle 10 Jahre) |
| FSME | nein | |
| Gelbfieber | nein | |
| Hepatitis A | ja | Alle Reisende in Länder mit erhöhtem Hepatitis-A-Vorkommen |
| Hepatitis B | Risikogruppen ja |
Reisende in Gebiete mit erhöhtem Hepatitis B-Vorkommen und bei erhöhtem Infektionsrisiko sowie bei längeren Aufenthalten (> 1 Monat). Anlässlich einer Reise ist es ratsam, eine Hepatitis B Impfung grundsätzlich in Erwägung zu ziehen. Die Impfung ist für Kinder und Jugendliche in Deutschland routinemäßig empfohlen. |
| Influenza | Risikogruppen ja | Für alle Personen ≥ 60. Lebensjahr und Personen mit bestimmten chronischen Erkrankungen (Risikogruppen) ist die Impfung generell empfohlen. Für andere Reisende kann die Influenza-Impfung nach Risikoabwägung entsprechend dem Risiko vor Ort (Exposition) sinnvoll sein. Dabei ist das Auftreten der saisonalen Influenza zu beachten. |
| Japanische Enzephalitis | nein | |
| Keuchhusten | ja | Alle Erwachsenen sollten bei der nächsten fälligen Tetanus-Diphtherie-Impfung (Td) eine einmalige Impfung gegen Keuchhusten (Tdap) erhalten. |
| Masern | Risikogruppen ja | Bei Reisen in Regionen mit aktuellen Ausbrüchen ist eine Schutzimpfung empfohlen. Die STIKO empfiehlt eine einmalige Impfung (vorzugsweise MMR-Impfstoff) den nach 1970 geborenen Personen ≥ 18 Jahre mit unklarem Impfstatus, ohne Impfung oder mit nur einer Impfung in der Kindheit. |
| Meningokokken-Meningitis | nein | |
| Pneumokokken | Risikogruppen ja | Empfohlen für alle Personen ab vollendeten 2. Lebensjahr mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung aufgrund chronischer Erkrankungen (Risikogruppen) |
| Polio | nein | |
| Tetanus | ja | Grundsätzlich sollten alle Personen einen Impfschutz besitzen (Auffrischung alle 10 Jahre) |
| Tollwut | Risikogruppen ja | Reisende in Gebiete mit erhöhtem Tollwut-Vorkommen (z.B. durch Hunde, Katzen und Waldtiere; Auch Fledermäuse können durch einen Biss Tollwut übertragen!) und/oder erhöhter Infektionsgefahr (z.B. durch Langzeitaufenthalte, Rucksack- und/oder Abenteuerreisen). Kinder gelten als besonders gefährdet. Zu den beruflichen Risikogruppen zählen Tierärzte, Jäger und Forstpersonal. |
| Typhus (parenteral) | Risikogruppen ja | Reisen in Länder mit unzureichender Hygiene und Trinkwasserversorgung (z.B. während Rucksack- und Abenteuerreisen). |
| Krankheit | Anmerkung | Schutz |
|---|---|---|
| Bilharziose | Vorkommen: landesweit im Süßwasser | Vermeidung von Hautkontakt mit Süßwasser (Seen, Tümpel, Flüsse und Bächen) |
| Dengue-Fieber |
Vorkommen: landesweit Erhöhtes Risiko während und nach Regenperioden |
Schutz vor Mücken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), Anti-Mückencoils, Mückennetze, etc. |
| diverse Darminfektionen | Landesweites Vorkommen von Parasiten, Bakterien, Viren (Wurmbefall, Shigellen, Salmonellen, Amöben, Lamblien) | Sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene |
| Hepatitis B | landesweites Vorkommen | Impfung. Verwendung von Kondomen und sterilen Spritzen und Nadeln |
| Leishmaniasis | landesweites Vorkommen | Schutz vor Mücken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), engmaschige Mückennetze. |
| Tollwut | landesweites Vorkommen | Impfung. Fernhalten von freilaufenden, streunenden Tieren (v.a. Hunden und Katzen) |
| Monat | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Min. Temp °C | 19 | 19 | 19 | 21 | 22 | 22 | 22 | 23 | 22 | 22 | 21 | 20 |
| Max. Temp °C | 29 | 29 | 29 | 29 | 30 | 31 | 31 | 31 | 31 | 31 | 30 | 29 |
| Feuchtigkeit % | 78 | 73 | 75 | 76 | 77 | 78 | 78 | 78 | 79 | 79 | 79 | 79 |
| Regentage | 7 | 6 | 5 | 7 | 11 | 12 | 11 | 11 | 11 | 11 | 10 | 8 |
| Bei den monatlich angegebenen Zahlen handelt es sich um Durchschnittswerte die sich aus einem Beobachtungszeitraum heraus errechnet haben. Nachdem die Wetterlage durch vielerlei Einflüsse ständigen Veränderungen unterworfen ist, können die Angaben nicht als absolut betrachtet werden, sondern sollen eine relative Klimaeinschätzung innerhalb der Monate wiedergeben. Das aktuelle Klima in Ihrem Reiseland erfahren Sie im Internet bei verschiedenen Wetterservice Einrichtungen. | ||||||||||||
Botschaft der Dominikanischen Republik
Dessauer Straße 28 - 29
10963 Berlin
Öffnungszeiten: Mo-Fr: 10-14 Uhr
Tel.: (030) 257 57 760
Fax: (030) 257 57 761
E-Mail: embajadom@t-online.de
.
Embajada de la República Federal de Alemania
Edificio Torre Piantini Piso 16
Calle Gustavo Mejia Ricart, esq. Ave. Abraham Lincoln,
Santo Domingo
Tel.: (001809) 542 89-49, -50
Fax: (001809) 542 89 55
E-Mail: info@santo-domingo.diplo.de
Web: www.santo-domingo.diplo.de
Embajada de la República Federal de Alemania
Apartado 1235
Santo Domingo
Dominikanische Republik


