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Ecuador

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Stand: April 2012


Malaria Risikogebiete

News

23.03.2012

Denguefieber: Ecuador und Brasilien kämpfen gegen Denguefieber

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13.12.2011

Ecuador: Tollwut durch Fledermäuse

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Wichtige Hinweise

Landesweit besteht eine erhöhte Infektionsgefahr für diverse Infektionskrankheiten die durch verunreinigte Speisen oder Getränke übertragen werden (z.B. Hepatitis A, Typhus, Bakterienruhr, Amöbenruhr, Lambliasis, Wurmerkrankungen). Daher sollten sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasser-Hygienemaßnahmen stets durchgeführt werden. Vor dem Verzehr und Kauf von Lebensmitteln aus billigen Straßenrestaurants und von Märkten wird gewarnt. Nach Deutschland werden rund 80 - 90 % aller Typhus- und Paratyphusfälle aus Reiseregionen mit unzureichendem Hygienestandard importiert. Bei Reisen unter einfachen hygienischen Bedingungen (z.B. Rucksack- und Trekkingreisen) in Regionen mit erhöhtem Typhusvorkommen, ist daher ein Typhus - Impfschutz sinnvoll. Bei Reisen in Länder mit einem erhöhten Hepatitis A-Vorkommen sollte ein Hepatitis A-Impfschutz in Erwägung gezogen werden.

In den Gelbfiebergebieten östlich des Andenhauptkammes (Morona-Santiago, Napo, Orellana, Pastaza, Sucumbios, Zamora-Chinchipe) besteht unverändert ein erhöhtes Gelbfieber Übertragungsrisiko. Ein sorgfältiger Mückenschutz und eine Gelbfieberimpfung sind empfohlen.

Abgesehen von Hunden sind die Fledermäuse die häufigste Tollwut-Infektionsursache beim Menschen. Der Biss der Fledermaus kann u. U. unbemerkt bleiben, da Fledermäuse über sehr kleine Zähne verfügen. Das beinhaltet die Gefahr, dass der Biss nicht wahrgenommen wird und somit die Infektionsgefahr unerkannt bleibt. Das Risiko einer Tollwutinfektion hängt von vielen Faktoren ab. Dazu gehören die landesspezifischen Bedingungen, das Verhalten des Reisenden, die Reiseart und Reisedauer. Zum Personenkreis der so genannten "Risikogruppe" gehören "Rucksackreisende", Jäger, Waldarbeiter, Tierpfleger, Tierärzte und Personen mit häufigem Tierkontakt. Der Reisende kann sich durch eine aktive Schutzimpfung gegen Tollwut schützen. Als wichtigste Verhaltensmaßnahme für Reisende gilt, insbesondere in den Tropen und Subtropen, freilaufende Tiere (v.a. Hunde und Katzen) nie zu streicheln oder zu berühren. Bei Bissverletzungen oder Belecken von Schleimhäuten oder Wunden durch streunende Tiere ist umgehend ein Arzt bzw. medizinische Hilfe aufzusuchen.

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Malariahinweise

Risikogebiete: Risiko im ganzen Land unterhalb 1.500 m Höhe auch an den Küsten v.a. in der Provinz Esmeraldas

Kein Malariarisiko: im Hochland, Quito, Guayaquil und Galapagos

Übertragungsmonate: ganzjährige Gefährdung

Malariaart: 25 % Malaria tropica (P. falciparum), 75 % Malaria tertiana (P. vivax)

Nur Notfallmedikation empfohlen (Standby): ganzjährig landesweit unterhalb 1.500 m Höhe, auch an den Küsten (v.a. Esmeraldas)

Schutz vor Mückenstichen empfohlen: durch langärmelige Kleidung, Sprays, Cremes, Lotionen, Mosquitonetze, etc.

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Impfempfehlungen

Krankheit Impfschutz Empfehlung
Diphtherie ja Grundsätzlich sollten alle Personen einen Impfschutz besitzen (Auffrischung alle 10 Jahre)
FSME nein
Gelbfieber Risikogruppen ja Alle Reisende in Gebiete und Länder mit Gelbfiebervorkommen
Hepatitis A ja Alle Reisende in Länder mit erhöhtem Hepatitis-A-Vorkommen
Hepatitis B Risikogruppen ja Reisende in Gebiete mit erhöhtem Hepatitis B-Vorkommen und bei erhöhtem Infektionsrisiko sowie bei längeren Aufenthalten (> 1 Monat).

Anlässlich einer Reise ist es ratsam, eine Hepatitis B Impfung grundsätzlich in Erwägung zu ziehen. Die Impfung ist für Kinder und Jugendliche in Deutschland routinemäßig empfohlen.
Influenza Risikogruppen ja Für alle Personen ≥ 60. Lebensjahr und Personen mit bestimmten chronischen Erkrankungen (Risikogruppen) ist die Impfung generell empfohlen. Für andere Reisende kann die Influenza-Impfung nach Risikoabwägung entsprechend dem Risiko vor Ort (Exposition) sinnvoll sein. Dabei ist das Auftreten der saisonalen Influenza zu beachten.
Japanische Enzephalitis nein
Keuchhusten ja Alle Erwachsenen sollten bei der nächsten fälligen Tetanus-Diphtherie-Impfung (Td) eine einmalige Impfung gegen Keuchhusten (Tdap) erhalten.
Masern Risikogruppen ja Bei Reisen in Regionen mit aktuellen Ausbrüchen ist eine Schutzimpfung empfohlen. Die STIKO empfiehlt eine einmalige Impfung (vorzugsweise MMR-Impfstoff) den nach 1970 geborenen Personen ≥ 18 Jahre mit unklarem Impfstatus, ohne Impfung oder mit nur einer Impfung in der Kindheit. Der Nachweis einer Masernimpfung kann bei Ein- und Ausreisenden in Ecuador an der Grenze verlangt werden.
Meningokokken-Meningitis nein
Pneumokokken Risikogruppen ja Empfohlen für alle Personen ab vollendeten 2. Lebensjahr mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung aufgrund chronischer Erkrankungen (Risikogruppen)
Polio nein
Tetanus ja Grundsätzlich sollten alle Personen einen Impfschutz besitzen (Auffrischung alle 10 Jahre)
Tollwut Risikogruppen ja Reisende in Gebiete mit erhöhtem Tollwut-Vorkommen (z.B. durch Hunde, Katzen und Waldtiere; Auch Fledermäuse können durch einen Biss Tollwut übertragen!) und/oder erhöhter Infektionsgefahr (z.B. durch Langzeitaufenthalte, Rucksack- und/oder Abenteuerreisen). Kinder gelten als besonders gefährdet. Zu den beruflichen Risikogruppen zählen Tierärzte, Jäger und Forstpersonal.
Typhus (parenteral) Risikogruppen ja Reisen in Länder mit unzureichender Hygiene und Trinkwasserversorgung (z.B. während Rucksack- und Abenteuerreisen).
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Impfvorschriften

Gelbfieber:
Gelbfieberimpfung erforderlich für alle Reisende (Kinder über 1 Lj.), die aus Gelbfieber-Infektionsgebieten (Endemiegebieten) kommen. Einwohnern von Ecuador ist der Nachweis einer Gelbfieber-Impfung vor Abreise in ein Gelbfieber-Endemiegebiet vorgeschrieben.

Ecuador gilt als Land mit Gelbfieber-Infektionsgebieten v.a. Amazonasbecken (Orellana, Morona, Napo, Pastaza, Sucumbios und Zamora) und die östlichen  Regionen der Anden. Die WHO empfiehlt daher nachdrücklich die Impfung für alle Reisende (ab dem 9. Lebensmonat) die sich unterhalb von 2300m in folgenden Regionen östlich der Anden aufhalten: Morona-Santiago, Napo, Orellana, Pastaza, Sucumbios und Zamora-Chinchipe.

Eine Gelbfieberimpfung ist lt. WHO in folgenden Regionen westlich der Anden und unterhalb 2300m nicht erforderlich: Esmeraldas, Guayas, Los Rios, Manabi, Azuay, Bolivar, Canar, Carchi, Chimborazo, Cotopaxi, El Oro, Imbabura, Loja, Pichincha und Tungurahua, sowie in Regionen oberhalb 2300m und in den Städten Quito, Guayaquil und auf den Galapagos Inseln.


Masern:
Importierte Masern haben in Ecuador zu einer Infektionskette geführt, die zu vereinzelten Erkrankungsfällen im Land geführt hat. Es wird angenommen, dass das Virus vermutlich aus Afrika nach Ecuador importiert wurde. Die Gesundheitsbehörden sehen sich daher in der Verpflichtung die Masernimpfung als Einreisebestimmung für Ekuador zu deklarieren. Dieses gilt vor allem für den großen Flughafen in Quito. Der Nachweis einer Masernimpfung soll bei Ein- und Ausreisenden verlangt werden. Diese Bestimmung soll seit 10. Oktober 2011 in Kraft getreten sein, benötigt jedoch noch die formellen Bestätigungen. Dennoch kann zwischenzeitlich damit gerechnet werden, dass ein Masernimpfnachweis an der Grenze bei der Einreise inoffiziell verlangt wird.
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Gesundheitsrisiken

Krankheit Anmerkung Schutz
Chagas-Krankheit Geringes Infektionsrisiko in Slums landesweit Bei Übernachtungen im Freien: Schutz vor dem Überträger, der sog. Raubwanze, die sich v.a. in Lehmhütten aufhält und nachtaktiv ist
Cholera Infektionsgebiete in den Provinzen: Guayas, Imbabura, Los Rios, Manabi Sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene.
Dengue-Fieber geringes Infektionsrisiko Schutz vor Mücken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), Anti-Mückencoils, Mückennetze, etc.
diverse Darminfektionen Landesweites Vorkommen von Parasiten, Bakterien, Viren (Wurmbefall, Shigellen, Salmonellen, Amöben, Lamblien) Sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene
Filariosen Vorkommen: vereinzelte Herde im Nordwesten (Esmeraldas) Schutz vor Insekten, v.a. Mücken durch hautbeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), Anti-Mückencoils, Mückennetze, etc.
Gelbfieber Infektionsgebiete: v.a im Tiefland östlich der Anden in den Provinzen Morona-Santiago, Napo (Humayacu Distrikt), Pastaza, Sucumbios, Zamora-Chinchipe Impfung. Schutz vor Mücken durch hautbeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), Anti-Mückencoils, Mückennetze, etc.
Hepatitis B landesweites Vorkommen Impfung. Verwendung von Kondomen und sterilen Spritzen und Nadeln
Leishmaniasis landesweites Vorkommen Schutz vor Mücken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), engmaschige Mückennetze.
Pest Vorkommen: Provinz Chimborazo Schutz vor Ratten (z.B. durch sichere Schlafplätz bei Übernachtungen im Freien) und Flöhen (häufiger hygienischer Wäschewechsel). Reisende sollten sich von Pestkranken fernhalten. Bei beruflicher Exposition können vorbeugend Antibiotika eingenommen werden.
Tollwut landesweites Vorkommen Impfung. Fernhalten von freilaufenden, streunenden Tieren (v.a. Hunden und Katzen)
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Klimatabelle

Monat 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12
Min. Temp °C 8 8 8 8 8 7 7 7 7 8 7 8
Max. Temp °C 22 22 22 21 21 22 22 23 23 22 22 22
Feuchtigkeit % 74 76 76 77 77 70 62 60 65 73 73 74
Regentage 16 17 20 22 21 12 7 9 14 18 14 16
Bei den monatlich angegebenen Zahlen handelt es sich um Durchschnittswerte die sich aus einem Beobachtungszeitraum heraus errechnet haben. Nachdem die Wetterlage durch vielerlei Einflüsse ständigen Veränderungen unterworfen ist, können die Angaben nicht als absolut betrachtet werden, sondern sollen eine relative Klimaeinschätzung innerhalb der Monate wiedergeben. Das aktuelle Klima in Ihrem Reiseland erfahren Sie im Internet bei verschiedenen Wetterservice Einrichtungen.
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Botschaft

Botschaft der Republik Ecuador

Joachimstaler Straße 10-12
10719 Berlin
Öffnungszeiten: Mo-Fr: 9-17 Uhr
Tel.: (030) 800 96 95
Fax: (030) 800 96 96 99
E-Mail: info@ecuadorembassy.de
Web: www.ecuadorembassy.de

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Embajada de la República Federal de Alemania

Avenida Naciones Unidas y República de El Salvador
Edificio "Citiplaza"
piso 14, Casilla 17-17-536
Quito
Ecuador
Tel.: (00593 2) 297 08 20
Fax: (00593 2) 297 08 15
E-Mail: info@quito.diplo.de
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