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Griechenland

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Stand: April 2012


Malaria Risikogebiete

News

15.11.2011

Malaria in Griechenland

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Wichtige Hinweise

In den vergangenen Monaten ist die Malaria in verschiedenen Regionen des Landes aufgetreten. Nach Aussage des griechischen CDC, die eng mit dem europäischen CDC kooperieren, wurden im vergangenen Jahr 2011 rund 20 Fälle einer Malaria tertiana bei Einheimischen diagnostiziert. Die Betroffenen waren nicht im Ausland unterwegs und hielten sich nur in der Region auf. In 16 weiteren Fällen wurde ebenfalls eine Malaria diagnostiziert, jedoch hielten sich diese Personen in Ländern mit Malariavorkommen auf. In allen Fällen handelte es sich um eine Malaria tertiana. In Lakonien wurden die meisten Fälle registriert. Weitere Fälle wurden auf der Insel Evia, so wie in den Distrikten Ost-Attiki, Voitia und Larissa gemeldet. Aufgrund des Malariavorkommens in Lakonien empfiehlt das CDC Reisenden in die Region eine medikamentöse Malariavorbeugung und gute Mückenschutzmaßnahmen. Für die Insel Evia, so wie die Distrikte Ost-Attiki, Voitia und Larissa ist außer guten Mückenschutzmaßnahmen keine medikamentöse Malariavorbeugung empfohlen. Von der Deutschen Gesellschaft für Tropenmedizin und Internationale Gesundheit und der WHO liegen bisher keine Empfehlungen zur Malariaprophylaxe in den betroffenen Regionen vor. Gute und sorgfältige Mückenschutzmaßnahmen sind in jedem Fall empfohlen.

Von der Insel Kreta aus der Hafenstadt Chania und aus Iraklio, der größten Stadt der südgriechischen Insel, als auch aus der Präfektur Elis im Nordwesten der Halbinsel Peloponnes wurden in den vergangenen Monaten Masernfälle berichtet. In den vergangenen 25 Jahren hat die Zahl der Masernerkrankungen in Griechenland ständig abgenommen. Die letzten größeren Ausbrüche wurden 1996 und 2005/06 beobachtet. Meistens handelte es sich um ungeimpfte oder unzureichend geimpfte (nur eine Impfdosis) Personengruppen. Grundsätzlich ist es Reisenden empfohlen, bei Reisen in Regionen mit aktuellen Masernausbrüchen den Masernimpfschutz zu überprüfen. Ungeimpften Personen bzw. Personen, die noch keine Masern durchgemacht haben und in ein Masern-Epidemiegebiet reisen oder in medizinischen Einrichtungen zur Behandlung von Kindern, Tagesstätten, Kinderheimen, u. ä. arbeiten, empfiehlt die STIKO (Ständige Impfkommission) eine Impfung. Vor allem sollten Austauschschüler und Au-Pairs auf einen gültigen Masernschutz achten. Die Ständige Impfkommission empfiehlt zwei Masernimpfungen im zweiten Lebensjahr und fordert generell dazu auf, Impfungen vor dem 18. Geburtstag nachzuholen, wenn sie nicht zum empfohlenen Zeitpunkt durchgeführt werden konnten. Ebenso sollte auf Krankheitszeichen geachtet werden und bei Fieber, Hautausschlag und Grippebeschwerden umgehend medizinische Hilfe aufgesucht werden.

Landesweit besteht ein mittleres Infektionsrisiko für Hepatitis A und Hepatitis B. Die Hepatitis B ist eine unter Umständen chronisch verlaufende Erkrankung, die mit einer Lebensverkürzung im Vergleich zur Normalbevölkerung einhergeht (Spätfolgen sind z.B. Leberzirrhose, -krebs). Zur Vorbeugung gegen Hepatitis B sollten die Infektionsquellen (z.B. Nadelstichverletzungen im medizinischen Bereich, ungeschützte Sexualkontakte - insbesondere bei Homosexuellen -, i.v. Drogenmissbrauch) gemieden werden. Eine Infektion mit Hepatitis A - Viren erfolgt fäkal-oral d.h. durch eine Kontakt- oder Schmierinfektion. Das bedeutet, dass sowohl durch engen Personenkontakt als auch durch verunreinigtes Trinkwasser oder Nahrungsmittel die Viren übertragen werden können. Ein erhöhtes Risiko stellt daher fäkaliengedüngtes Gemüse (z.B. Salate) oder auch - und vor allem in Küstengebieten - unzureichend gekochte oder gar rohe Meeresfrüchte (z.B. Muscheln und Austern) dar. Daher kann bei einem nennenswerten Risiko eine Impfung gegen Hepatitis A und B empfehlenswert sein. Personen die ein Risiko haben, besonders schwer zu erkranken z.B. Personen mit chronischen Lebererkrankungen, ist grundsätzlich ein Impfschutz gegen Hepatitis A und B zu empfehlen.

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Malariahinweise

Risikogebiete: Geringes Risiko in Lakonien, der Insel Evia, so wie in den Distrikten Ost-Attiki, Voitia und Larissa

Übertragungsmonate: ganzjährige Gefährdung

Malariaart:100 % Malaria tertiana (P. vivax)

Schutz vor Mückenstichen empfohlen: durch langärmelige Kleidung, Sprays, Cremes, Lotionen, Mosquitonetze, etc.

 

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Impfempfehlungen

Krankheit Impfschutz Empfehlung
Diphtherie ja Grundsätzlich sollten alle Personen einen Impfschutz besitzen (Auffrischung alle 10 Jahre)
FSME Risikogruppen ja Reisende in Gebiete mit FSME Vorkommen, v.a. bei einem Urlaub "im Grünen", häufigen Waldbesuchen, etc. Zu den beruflichen Risikogruppen gehören: Jäger, Förster und Waldarbeiter
Gelbfieber nein
Hepatitis A ja Alle Reisende in Länder mit erhöhtem Hepatitis-A-Vorkommen
Hepatitis B Risikogruppen ja Reisende in Gebiete mit erhöhtem Hepatitis B-Vorkommen und bei erhöhtem Infektionsrisiko sowie bei längeren Aufenthalten (> 1 Monat).

Anlässlich einer Reise ist es ratsam, eine Hepatitis B Impfung grundsätzlich in Erwägung zu ziehen. Die Impfung ist für Kinder und Jugendliche in Deutschland routinemäßig empfohlen.
Influenza Risikogruppen ja Für alle Personen ≥ 60. Lebensjahr und Personen mit bestimmten chronischen Erkrankungen (Risikogruppen) ist die Impfung generell empfohlen. Für andere Reisende kann die Influenza-Impfung nach Risikoabwägung entsprechend dem Risiko vor Ort (Exposition) sinnvoll sein. Dabei ist das Auftreten der saisonalen Influenza zu beachten.
Japanische Enzephalitis nein
Keuchhusten ja Alle Erwachsenen sollten bei der nächsten fälligen Tetanus-Diphtherie-Impfung (Td) eine einmalige Impfung gegen Keuchhusten (Tdap) erhalten.
Masern Risikogruppen ja Bei Reisen in Regionen mit aktuellen Ausbrüchen ist eine Schutzimpfung empfohlen. Die STIKO empfiehlt eine einmalige Impfung (vorzugsweise MMR-Impfstoff) den nach 1970 geborenen Personen ≥ 18 Jahre mit unklarem Impfstatus, ohne Impfung oder mit nur einer Impfung in der Kindheit.
Meningokokken-Meningitis nein
Pneumokokken Risikogruppen ja Empfohlen für alle Personen ab vollendeten 2. Lebensjahr mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung aufgrund chronischer Erkrankungen (Risikogruppen)
Polio nein
Tetanus ja Grundsätzlich sollten alle Personen einen Impfschutz besitzen (Auffrischung alle 10 Jahre)
Tollwut nein
Typhus (parenteral) nein
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Impfvorschriften


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Gesundheitsrisiken

Krankheit Anmerkung Schutz
Borreliose landesweites Vorkommen
Übertragung: durch Zecken v.a. in Gräsern, Sträuchern, Unterholz
Übertragungsmonate: April-Oktober
Schutz vor Zecken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays)
diverse Darminfektionen Landesweites Vorkommen von Parasiten, Bakterien, Viren (Wurmbefall, Shigellen, Salmonellen, Amöben, Lamblien) Sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene
Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) Vorkommen: Einzelfälle nur im Norden des Landes westlich von Thessaloniki (in den südöstlichen Teilen der Provinz Imathia und nödlichen Teile von Pieria)
Erreger: FSME-Viren
Übertragung: durch Zecken v.a. in Gräsern, Sträuchern, Unterholz
Impfung. Schutz vor Zecken durch hautbeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays).
Hepatitis B landesweites Vorkommen Impfung. Verwendung von Kondomen und sterilen Spritzen und Nadeln
Kala Azar Vorkommen: vor allem im Süden und auf den Inseln, einschließlich Kreta Schutz vor Mücken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), engmaschige Mückennetze.
Leishmaniasis Haut Form: vereinzelnte Herde auf dem Festland, den Ionischen Inseln und Kreta Schutz vor Mücken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), engmaschige Mückennetze.
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Klimatabelle

Monat 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12
Min. Temp °C 6 7 8 11 16 20 23 23 19 15 12 8
Max. Temp °C 13 14 16 20 25 30 33 33 29 24 19 15
Feuchtigkeit % 70 66 63 57 54 47 41 41 50 61 70 71
Regentage 16 11 11 9 8 4 2 3 4 8 12 15
Bei den monatlich angegebenen Zahlen handelt es sich um Durchschnittswerte die sich aus einem Beobachtungszeitraum heraus errechnet haben. Nachdem die Wetterlage durch vielerlei Einflüsse ständigen Veränderungen unterworfen ist, können die Angaben nicht als absolut betrachtet werden, sondern sollen eine relative Klimaeinschätzung innerhalb der Monate wiedergeben. Das aktuelle Klima in Ihrem Reiseland erfahren Sie im Internet bei verschiedenen Wetterservice Einrichtungen.
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Botschaft

Botschaft der Hellenischen Republik (Griechenland)

Jägerstraße 54/55
10117 Berlin
Öffnungszeiten: Mo-Do: 9-17 Uhr und Fr: 9-16 Uhr
Tel.: (030) 20 62 60
Fax: (030) 20 62 64 44
E-Mail: info@griechische-botschaft.de
Web: www.griechische-botschaft.de

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Embassy of the Federal Republic of Germany

Karoli & Dimitriou 3
106 75 Athen-Kolonaki
Tel.: (0030 210) 728 51 11
Fax: (0030 210) 725 53 35
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P.O. Box 1175
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Griechenland