Jamaika
Stand: Januar 2012
Malaria Risikogebiete
Wichtige Hinweise
Landesweit besteht ein Dengue Fieber-Übertragungsrisiko. Dengue Fieber wird ganzjährig durch Mücken übertragen. Daher sollten Reisende gute Mückenschutzmaßnahmen durchführen.
Ganzjährig werden vereinzelte Malariaerkrankungen auf Jamaika registriert. Grundsätzlich besteht in Jamaika jedoch ein sehr geringes Malariarisiko. Seit 2006 treten auf der Insel wieder Malaria-Fälle auf. Seit 1965/66 wurden auf Jamaika keine Malariafälle mehr registriert. Dem Wiederauftreten der Infektionskrankheit und der weiteren Ausbreitung versuchen die Gesundheitsbehörden seither durch umfangreiche Mückenbekämpfungsmaßnahmen entgegenzuwirken. Bei allen Erkrankungsfällen handelte es sich um die so genannte Malaria tropica - die gefährlichste Form der Malaria. Nach Angaben des lokalen Gesundheitsministeriums wurden die Fälle in der Region Greenwich, einem Stadtteil von Kingston registriert. Auch außerhalb der Stadt in den umliegenden Gemeinden von St. Catherine und Carendon wurden in den letzten Jahren Malariafälle gemeldet. Reisenden wird eine reisemedizinische Beratung durch einen Arzt rechtzeitig vor der Reise empfohlen. In einer gründlichen Nutzen-Risiko Abwägung kann dort in einem persönlichen Gespräch die richtige Malariaprophylaxe individuell festgelegt werden.
Risikogebiete: Ganzjährig minimales Risiko in der Region von Kingston (St. Andrew Parish).
Malariaart: ausschließlich Malaria tropica (P. falciparum)-Vorkommen
Übertragungsmonate: ganzjährige Übertragung
Schutz vor Mückenstichen empfohlen: durch langärmelige Kleidung, Sprays, Cremes, Lotionen, Mosquitonetze, etc.
Keine medikamentöse Vorbeugung empfohlen: ganzjährig in der Region von Kingston
| Krankheit | Impfschutz | Empfehlung |
|---|---|---|
| Diphtherie | ja | Grundsätzlich sollten alle Personen einen Impfschutz besitzen (Auffrischung alle 10 Jahre) |
| FSME | nein | |
| Gelbfieber | nein | |
| Hepatitis A | ja | Alle Reisende in Länder mit erhöhtem Hepatitis-A-Vorkommen |
| Hepatitis B | Risikogruppen ja |
Reisende in Gebiete mit erhöhtem Hepatitis B-Vorkommen und bei erhöhtem Infektionsrisiko sowie bei längeren Aufenthalten (> 1 Monat). Anlässlich einer Reise ist es ratsam, eine Hepatitis B Impfung grundsätzlich in Erwägung zu ziehen. Die Impfung ist für Kinder und Jugendliche in Deutschland routinemäßig empfohlen. |
| Influenza | Risikogruppen ja | Für alle Personen ≥ 60. Lebensjahr und Personen mit bestimmten chronischen Erkrankungen (Risikogruppen) ist die Impfung generell empfohlen. Für andere Reisende kann die Influenza-Impfung nach Risikoabwägung entsprechend dem Risiko vor Ort (Exposition) sinnvoll sein. Dabei ist das Auftreten der saisonalen Influenza zu beachten. |
| Japanische Enzephalitis | nein | |
| Keuchhusten | ja | Alle Erwachsenen sollten bei der nächsten fälligen Tetanus-Diphtherie-Impfung (Td) eine einmalige Impfung gegen Keuchhusten (Tdap) erhalten. |
| Masern | Risikogruppen ja | Bei Reisen in Regionen mit aktuellen Ausbrüchen ist eine Schutzimpfung empfohlen. Die STIKO empfiehlt eine einmalige Impfung (vorzugsweise MMR-Impfstoff) den nach 1970 geborenen Personen ≥ 18 Jahre mit unklarem Impfstatus, ohne Impfung oder mit nur einer Impfung in der Kindheit. |
| Meningokokken-Meningitis | nein | |
| Pneumokokken | Risikogruppen ja | Empfohlen für alle Personen ab vollendeten 2. Lebensjahr mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung aufgrund chronischer Erkrankungen (Risikogruppen) |
| Polio | nein | |
| Tetanus | ja | Grundsätzlich sollten alle Personen einen Impfschutz besitzen (Auffrischung alle 10 Jahre) |
| Tollwut | nein | |
| Typhus | Risikogruppen ja | Reisen in Länder mit unzureichender Hygiene und Trinkwasserversorgung (z.B. während Rucksack- und Abenteuerreisen). |
Gelbfieberimpfung erforderlich für alle Reisende (Kinder über 1 Lj.), die aus Gelbfieber-Infektionsgebieten (Endemiegebieten) kommen. Als Gelbfieber-Endemiegebiete gelten die von der WHO ausgewiesenen (s. Karte Gelbfieber-Verbreitungsgebiete).
| Krankheit | Anmerkung | Schutz |
|---|---|---|
| Dengue-Fieber | Vorkommen: landesweit | Schutz vor Mücken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), Anti-Mückencoils, Mückennetze, etc. |
| diverse Darminfektionen | Landesweites Vorkommen von Parasiten, Bakterien, Viren (Wurmbefall, Shigellen, Salmonellen, Amöben, Lamblien) | Sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene |
| Monat | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Min. Temp °C | 19 | 19 | 20 | 21 | 22 | 23 | 23 | 23 | 23 | 23 | 22 | 21 |
| Max. Temp °C | 30 | 30 | 30 | 31 | 31 | 32 | 32 | 32 | 32 | 31 | 31 | 31 |
| Feuchtigkeit % | 73 | 73 | 72 | 73 | 73 | 73 | 71 | 76 | 78 | 81 | 78 | 74 |
| Regentage | 3 | 3 | 2 | 3 | 4 | 5 | 4 | 7 | 6 | 9 | 5 | 4 |
| Bei den monatlich angegebenen Zahlen handelt es sich um Durchschnittswerte die sich aus einem Beobachtungszeitraum heraus errechnet haben. Nachdem die Wetterlage durch vielerlei Einflüsse ständigen Veränderungen unterworfen ist, können die Angaben nicht als absolut betrachtet werden, sondern sollen eine relative Klimaeinschätzung innerhalb der Monate wiedergeben. Das aktuelle Klima in Ihrem Reiseland erfahren Sie im Internet bei verschiedenen Wetterservice Einrichtungen. | ||||||||||||
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