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Jemen

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Stand: April 2012


Malaria Risikogebiete

Wichtige Hinweise

Bis 11. April 2012 wurden weltweit 41 Fälle der Kinderlähmung (Poliomyelitis) gemeldet. Die Fälle wurden aus Pakistan (15), Afghanistan (6), Tschad (3) und Nigeria (17). Im vergangenen Jahr wurden insgesamt 650 Poliofälle berichtet (2010: 1.352). Die Fälle wurden in Pakistan, Afghanistan, Nigeria, Indien, Tschad, Demokratische Republik Kongo, Angola, Zentralafrika, Niger, China, Guinea, Kenia, Elfenbeinküste, Mali, Republik Kongo und Gabun registriert. Die meisten Erkrankungen werden in den Ländern beobachtet, in denen die Polio endemisch ist, d.h. ständig im Land vorkommt. Zu diesen Ländern gehören Afghanistan, Indien, Nigeria und Pakistan. In den anderen Ländern ist die Polio durch importierte Fälle wieder aufgetreten. Im Jemen wurde zuletzt im Jahr 2007 ein Poliofall gemeldet (2006: 1; 2005: 478). Zuvor wurden seit 1996 keine Fälle aus dem Jemen berichtet. Kinderlähmung bleibt ein Problem. Die Ursache der wachsenden Anzahl an Polioerkrankungen liegt am Wiederauftreten der Erkrankung in Ländern die noch vor kurzem als "polio-frei" galten. Daher ist ein Polio-Impfschutz für Reisende in Polio-Risikogebiete weiterhin unentbehrlich um einen Schutz vor Kinderlähmung zu gewährleisten. Das Risiko importierter Polioviren wird so lange bestehen, bis die Erkrankung weltweit ausgerottet ist.

Landesweit besteht ein Infektionsrisiko für Dengue Fieber. Dengue Fieber wird durch tag- und nachtaktive Mücken übertragen. Daher sind gute Mückenschutzmaßnahmen (Hautbedeckende Kleidung, Mückennetze, Lotionen, Sprays, Mückenabweisende Cremes, Räucherspiralen, Coils, etc) für Reisende stets empfohlen.

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Malariahinweise

Risikogebiete: Geringes Risiko im ganzen Land unter 2.000m Höhe, mittleres Risiko auf der Insel Sokotra.

Kein Malariarisiko: in Sana'a

Übertragungsmonate: ganzjährig Gefährdung. Erhöhtes Übertragungsrisiko September bis einschl. Februar.

Malariaart: 95 % Malaria tropica (P. falciparum), ansonsten Malaria tertiana

Nur Notfallmedikation empfohlen (Standby): ganzjährig landesweit unter 2.000m Höhe, einschl. Insel Sokotra

Schutz vor Mückenstichen empfohlen: durch langärmelige Kleidung, Sprays, Cremes, Lotionen, Mosquitonetze, etc.

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Impfempfehlungen

Krankheit Impfschutz Empfehlung
Cholera Risikogruppen ja Bei Reisen in Risikogebiete
Diphtherie ja Grundsätzlich sollten alle Personen einen Impfschutz besitzen (Auffrischung alle 10 Jahre)
FSME nein
Gelbfieber nein
Hepatitis A ja Alle Reisende in Länder mit erhöhtem Hepatitis-A-Vorkommen
Hepatitis B Risikogruppen ja Reisende in Gebiete mit erhöhtem Hepatitis B-Vorkommen und bei erhöhtem Infektionsrisiko sowie bei längeren Aufenthalten (> 1 Monat).

Anlässlich einer Reise ist es ratsam, eine Hepatitis B Impfung grundsätzlich in Erwägung zu ziehen. Die Impfung ist für Kinder und Jugendliche in Deutschland routinemäßig empfohlen.
Influenza Risikogruppen ja Für alle Personen ≥ 60. Lebensjahr und Personen mit bestimmten chronischen Erkrankungen (Risikogruppen) ist die Impfung generell empfohlen. Für andere Reisende kann die Influenza-Impfung nach Risikoabwägung entsprechend dem Risiko vor Ort (Exposition) sinnvoll sein. Dabei ist das Auftreten der saisonalen Influenza zu beachten.
Japanische Enzephalitis nein
Keuchhusten ja Alle Erwachsenen sollten bei der nächsten fälligen Tetanus-Diphtherie-Impfung (Td) eine einmalige Impfung gegen Keuchhusten (Tdap) erhalten.
Masern Risikogruppen ja Bei Reisen in Regionen mit aktuellen Ausbrüchen ist eine Schutzimpfung empfohlen. Die STIKO empfiehlt eine einmalige Impfung (vorzugsweise MMR-Impfstoff) den nach 1970 geborenen Personen ≥ 18 Jahre mit unklarem Impfstatus, ohne Impfung oder mit nur einer Impfung in der Kindheit.
Meningokokken-Meningitis nein
Pneumokokken Risikogruppen ja Empfohlen für alle Personen ab vollendeten 2. Lebensjahr mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung aufgrund chronischer Erkrankungen (Risikogruppen)
Polio ja Reisende in Gebiete mit erhöhtem Polio-Infektionsrisiko
Tetanus ja Grundsätzlich sollten alle Personen einen Impfschutz besitzen (Auffrischung alle 10 Jahre)
Tollwut Risikogruppen ja Reisende in Gebiete mit erhöhtem Tollwut-Vorkommen (z.B. durch Hunde, Katzen und Waldtiere; Auch Fledermäuse können durch einen Biss Tollwut übertragen!) und/oder erhöhter Infektionsgefahr (z.B. durch Langzeitaufenthalte, Rucksack- und/oder Abenteuerreisen). Kinder gelten als besonders gefährdet. Zu den beruflichen Risikogruppen zählen Tierärzte, Jäger und Forstpersonal.
Typhus (parenteral) Risikogruppen ja Reisen in Länder mit unzureichender Hygiene und Trinkwasserversorgung (z.B. während Rucksack- und Abenteuerreisen).
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Impfvorschriften

Gelbfieber:
Gelbfieberimpfung erforderlich für alle Reisende (Kinder über 1 Lj.), die aus Gelbfieber-Infektionsgebieten (Endemiegebieten) kommen. Als Gelbfieber-Endemiegebiete gelten die von der WHO ausgewiesenen (s. Karte Gelbfieber-Verbreitungsgebiete).
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Gesundheitsrisiken

Krankheit Anmerkung Schutz
Bilharziose Vorkommen: landesweit im Süßwasser Vermeidung von Hautkontakt mit Süßwasser (Seen, Tümpel, Flüsse und Bächen)
diverse Darminfektionen Landesweites Vorkommen von Parasiten, Bakterien, Viren (Wurmbefall, Shigellen, Salmonellen, Amöben, Lamblien) Sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene
Filariosen Vorkommen: einzelne Herde im Landesinneren Schutz vor Insekten, v.a. Mücken durch hautbeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), Anti-Mückencoils, Mückennetze, etc.
Hepatitis B landesweites Vorkommen Impfung. Verwendung von Kondomen und sterilen Spritzen und Nadeln
Kala Azar Vorkommen: vor allem in den westlichen Teilen des Landes Schutz vor Mücken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), engmaschige Mückennetze.
Leishmaniasis landesweites Vorkommen Schutz vor Mücken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), engmaschige Mückennetze.
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Klimatabelle

Monat 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12
Min. Temp °C 22 23 24 25 27 29 28 28 28 24 23 23
Max. Temp °C 28 28 30 32 34 37 36 36 36 33 30 28
Feuchtigkeit % 71 72 74 75 64 63 64 67 68 69 69 69
Regentage 1 0 1 0 0 0 0 0 0 0 0 1
Bei den monatlich angegebenen Zahlen handelt es sich um Durchschnittswerte die sich aus einem Beobachtungszeitraum heraus errechnet haben. Nachdem die Wetterlage durch vielerlei Einflüsse ständigen Veränderungen unterworfen ist, können die Angaben nicht als absolut betrachtet werden, sondern sollen eine relative Klimaeinschätzung innerhalb der Monate wiedergeben. Das aktuelle Klima in Ihrem Reiseland erfahren Sie im Internet bei verschiedenen Wetterservice Einrichtungen.
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Botschaft

Botschaft der Republik Jemen

Budapester Straße 37
10787 Berlin
Öffnungszeiten: Mo-Fr: 8.30-15.00 Uhr
Tel.: (030) 89 73 05-0
Fax: (030) 89 73 05-62
E-Mail: info@botschaft-jemen.de
Web: www.botschaft-jemen.de

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Embassy of the Federal Republic of Germany

Near Hadda Road / Outer Ring Road
Sana´a
Tel.: (00967 1) 41 31 74, 41 31 77, 41 31 78
Fax: (00967 1) 41 31 79
E-Mail: info@sanaa.diplo.de
Web: www.sanaa.diplo.de

Embassy of the Federal Republic of Germany

P.O. Box 2562
Sana'a
Jemen