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Kolumbien

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Stand: April 2012


Malaria Risikogebiete

News

18.02.2012

Karnevaltouristen aufgepasst: Kolumbien verlangt Masernimpfung bei Einreise

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Wichtige Hinweise

Nach Angaben des Auswärtigen Amtes vom 18.2.2012 wird bei Personen über 39 Jahren bei Einreise in die Karibikstädte u.a. Santa Marta, Barranquilla und Cartagena der Nachweis einer Masernimpfung verlangt. Reisende sollten vor der Einreise den Maserninfektionsschutz überprüfen. Aktuelle Auskünfte erteilt die deutsche Niederlassung der kolumbianischen Botschaft.

Landesweit besteht in vielen Regionen ein erhöhtes Dengue Fieber-Übertragungsrisiko, v.a. in der Region von Huila. Dengue Fieber wird ganzjährig durch tag- und nachtaktive Mücken übertragen. Daher sollten Reisende gute Mückenschutzmaßnahmen durchführen.

Ein erhöhtes Gelbfieber-Übertragungsrisiko besteht weiterhin vor allem in der nördlichen Provinz Norte de Santander, im Grenzgebiet zu Venezuela, in den Provinzen Meta und Guaviare, sowie generell im Norden, Osten und Süden des Landes v.a. im mittleren Talbett des Magdalena Flusses, in den östlichen und westlichen Hügellandschaften der Cordillera Oriental (vom Grenzgebiet Ecuadors hinreichend zum Grenzgebiet mit Venezuela, Urabá), an den Hängen der Sierra Nevada, sowie im östlichen Flachland Orinoquia und Amazonas. Ein sorgfältiger Mückenschutz sowie eine Gelbfieber-Impfung sind daher medizinisch unbedingt ratsam.

Abgesehen von Hunden sind die Fledermäuse die häufigste Tollwut-Infektionsursache beim Menschen. Der Biss der Fledermaus kann u. U. unbemerkt bleiben, da Fledermäuse über sehr kleine Zähne verfügen. Das beinhaltet die Gefahr, dass der Biss nicht wahrgenommen wird und somit die Infektionsgefahr unerkannt bleibt. Das Risiko einer Tollwutinfektion hängt von vielen Faktoren ab. Dazu gehören die landesspezifischen Bedingungen, das Verhalten des Reisenden, die Reiseart und Reisedauer. Zum Personenkreis der so genannten "Risikogruppe" gehören "Rucksackreisende", Jäger, Waldarbeiter, Tierpfleger, Tierärzte und Personen mit häufigem Tierkontakt. Im Jahr 2005 wurden insgesamt 97 Tollwutfälle landesweit registriert - 18 der Fälle stammten aus dem Department Magdalena an der Nordküste. Der Reisende kann sich durch eine aktive Schutzimpfung gegen Tollwut schützen. Als wichtigste Verhaltensmaßnahme für Reisende gilt, insbesondere in den Tropen und Subtropen, freilaufende Tiere (v.a. Hunde und Katzen) nie zu streicheln oder zu berühren. Bei Bissverletzungen oder im Falle von Blut- bzw. Speichelkontakt durch streunende Tiere ist umgehend ein Arzt bzw. medizinische Hilfe aufzusuchen.

Landesweit besteht eine erhöhte Infektionsgefahr für diverse Infektionskrankheiten die durch verunreinigte Speisen oder Getränke übertragen werden (z.B. Hepatitis A, Typhus, Bakterienruhr, Amöbenruhr, Lambliasis, Wurmerkrankungen). Daher sollten sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasser-Hygienemaßnahmen stets durchgeführt werden. Vor dem Verzehr und Kauf von Lebensmitteln aus billigen Straßenrestaurants und von Märkten wird gewarnt. Nach Deutschland werden rund 80 - 90 % aller Typhus- und Paratyphusfälle aus Reiseregionen mit unzureichendem Hygienestandard importiert. Bei Reisen unter einfachen hygienischen Bedingungen (z.B. Rucksack- und Trekkingreisen) in Regionen mit erhöhtem Typhusvorkommen, ist daher ein Typhus - Impfschutz sinnvoll. Bei Reisen in Länder mit einem erhöhten Hepatitis A-Vorkommen sollte ein Hepatitis A-Impfschutz in Erwägung gezogen werden.

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Malariahinweise

Risikogebiete: Ganzjährig im ganzen Land geringes Risiko, v.a. in Land- und Dschungelgebieten, insbesondere Urabá-Bajo Cauca, Orinoquía, Pacífico und Amazonia. Das Malariaübertragungsrisiko variiert in den Gebieten. Das höchste Risiko besteht laut Aussage der WHO in Antioquia, Arauca, Chocó, Córdoba, Guaviare, Meta, Narino, Putamayo, Valle del Cauca und Vichada. In den Landregionen des Nordens besteht ein sehr geringes Risiko.

Kein Malariarisiko: in Großstädten (u.a. Bogota) und den karibischen Inseln (San Andres & Providencia)

Übertragungsmonate: ganzjährig Gefährdung

Malariaart: 50% Malaria tropica (P. falciparum), ansonsten Malaria tertiana (P. vivax)

Nur Notfallmedikation empfohlen (Standby): ganzjährig im ganzen Land (ausser im Norden) v.a. in den ländlichen Gebieten und Urwaldregionen

Schutz vor Mückenstichen empfohlen: durch langärmelige Kleidung, Sprays, Cremes, Lotionen, Mosquitonetze, etc.

Keine medikamentöse Vorbeugung empfohlen: ganzjährig in den Landregionen des Nordens

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Impfempfehlungen

Krankheit Impfschutz Empfehlung
Diphtherie ja Grundsätzlich sollten alle Personen einen Impfschutz besitzen (Auffrischung alle 10 Jahre)
FSME nein
Gelbfieber Risikogruppen ja Alle Reisende in Gebiete und Länder mit Gelbfiebervorkommen
Hepatitis A ja Alle Reisende in Länder mit erhöhtem Hepatitis-A-Vorkommen
Hepatitis B Risikogruppen ja Reisende in Gebiete mit erhöhtem Hepatitis B-Vorkommen und bei erhöhtem Infektionsrisiko sowie bei längeren Aufenthalten (> 1 Monat).

Anlässlich einer Reise ist es ratsam, eine Hepatitis B Impfung grundsätzlich in Erwägung zu ziehen. Die Impfung ist für Kinder und Jugendliche in Deutschland routinemäßig empfohlen.
Influenza Risikogruppen ja Für alle Personen ≥ 60. Lebensjahr und Personen mit bestimmten chronischen Erkrankungen (Risikogruppen) ist die Impfung generell empfohlen. Für andere Reisende kann die Influenza-Impfung nach Risikoabwägung entsprechend dem Risiko vor Ort (Exposition) sinnvoll sein. Dabei ist das Auftreten der saisonalen Influenza zu beachten.
Japanische Enzephalitis nein
Keuchhusten ja Alle Erwachsenen sollten bei der nächsten fälligen Tetanus-Diphtherie-Impfung (Td) eine einmalige Impfung gegen Keuchhusten (Tdap) erhalten.
Masern Risikogruppen ja Bei Reisen in Regionen mit aktuellen Ausbrüchen ist eine Schutzimpfung empfohlen. Die STIKO empfiehlt eine einmalige Impfung (vorzugsweise MMR-Impfstoff) den nach 1970 geborenen Personen ≥ 18 Jahre mit unklarem Impfstatus, ohne Impfung oder mit nur einer Impfung in der Kindheit.
Meningokokken-Meningitis nein
Pneumokokken Risikogruppen ja Empfohlen für alle Personen ab vollendeten 2. Lebensjahr mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung aufgrund chronischer Erkrankungen (Risikogruppen)
Polio nein
Tetanus ja Grundsätzlich sollten alle Personen einen Impfschutz besitzen (Auffrischung alle 10 Jahre)
Tollwut Risikogruppen ja Reisende in Gebiete mit erhöhtem Tollwut-Vorkommen (z.B. durch Hunde, Katzen und Waldtiere; Auch Fledermäuse können durch einen Biss Tollwut übertragen!) und/oder erhöhter Infektionsgefahr (z.B. durch Langzeitaufenthalte, Rucksack- und/oder Abenteuerreisen). Kinder gelten als besonders gefährdet. Zu den beruflichen Risikogruppen zählen Tierärzte, Jäger und Forstpersonal.
Typhus (parenteral) Risikogruppen ja Reisen in Länder mit unzureichender Hygiene und Trinkwasserversorgung (z.B. während Rucksack- und Abenteuerreisen).
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Impfvorschriften

Gelbfieber:
Kolumbien gilt als Land mit Gelbfieber-Infektionsgebieten.

Eine Gelbfieber-Impfung ist nicht vorgeschrieben, wird aber empfohlen für alle Reisende ab dem 9. Lebensmonat in folgende Gelbfiebergebiete unterhalb von 2300m Höhe: Amazonas, Antioquia, Arauca, Atlántico, Bolivar, Boyacá, Caldas, Caquetá, Casanare, Cauca, Cesar, Córdoba, Cundinamarca, Guainia, Guaviare, Huila, Magdalena, Meta, Norte de Santander, Putumayo, Quindio, Risaralda, San Andrés & Providecia, Santander, Sucre, Tolima, Vaupés, Vichada, Choco (nur die Städte Acandi, Juradó, Riosucio, Unguía) und La Guajira (nur die Städte Albania, Barrancas, Dibulla, Distracción, El Molino, Fonseca, Hatonuevo, La Jagua del Pilar, Maicao, Manaure, Riohacha, San Juan, del Cesar, Urumita und Villanueva).

Die WHO betont, dass für folgende Regionen westlich der Anden unterhalb von 2300m Höhe keine Gelbfieber-Impfempfehlung vorliegt: Cauca, Narino, Valle de Cauca, Zentrales und Südliches Choco, die Städte Baranquilla, Cali, Cartagena, und Medellín, sowie für Regionen oberhalb von 2300m Höhe, einschließlich Bogotá, Uribia in La Guajira.
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Gesundheitsrisiken

Krankheit Anmerkung Schutz
Chagas-Krankheit Vorkommen: vor allem in ländlichen Gebieten des Tieflandes Bei Übernachtungen im Freien: Schutz vor dem Überträger, der sog. Raubwanze, die sich v.a. in Lehmhütten aufhält und nachtaktiv ist
Cholera Vorkommen: landesweit v.a. in den Departments Amazonas, Antioquia, Atlantico, Bolivar, Boyaca, Caldas, Caqueta, Cauca, Cesar, Choco, Cordoba, Cundinamarca, Guajira, Huila, Magdalena, Meta, Narino, Norte de Santander, Puntumayo, Quindio, Risaralda, San Andres Intendency, San José del Guaviare, Santa Fe de Bogota, Santander, Sucre, Tolima, Valle Sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene.
Dengue-Fieber Vorkommen: landesweit Schutz vor Mücken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), Anti-Mückencoils, Mückennetze, etc.
diverse Darminfektionen Landesweites Vorkommen von Parasiten, Bakterien, Viren (Wurmbefall, Shigellen, Salmonellen, Amöben, Lamblien) Sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene
Fleckfieber Vorkommen: vor allem in Slums im kühlen Hochland Schutz vor Kleiderläusen durch kontinuierliche und ordentliche Hygienemaßnahmen (sorgfältige Reinigung und regelmäßiger Wechsel der Wäsche). Impfung nur in seltenen Fällen empfohlen !
Gelbfieber Infektionsgebiete: v.a. Tiefland und Waldgebiete östlich der Anden in den Departementen: Antioquia (Anori, Taraza, Yondo, Arauca, Saravena), Boyaca (Chita, Puerta Boyaca), Caquetá (Belén de los Andaquiés, El Doncello, San Vicente de Caguán), Csanare (Hato Corozal, Tamara, Yopal), Cesar (Valledupar), Choco (Rio Sucio), Cundinamarca (Maya, Miraflores, San Juan del Guaviare), Meta (Cabuyaro, La Primavera, San Carlo de Guaroa, Villavicencio, Vista Hermosa), Norte de Santander (Cucuta, Tibu, Toledo), Putumayo (Puerto Asis), Santander (Bucaramanga, Cimitarra, El Carmen), Vichada (Puerto Trujillo) Impfung. Schutz vor Mücken durch hautbeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), Anti-Mückencoils, Mückennetze, etc.
Leishmaniasis landesweites Vorkommen Schutz vor Mücken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), engmaschige Mückennetze.
Tollwut landesweites Vorkommen Impfung. Fernhalten von freilaufenden, streunenden Tieren (v.a. Hunden und Katzen)
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Klimatabelle

Monat 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12
Min. Temp °C 9 9 10 11 11 11 10 10 9 10 10 9
Max. Temp °C 19 20 19 19 19 18 18 18 19 19 19 19
Feuchtigkeit % 68 68 69 71 72 71 70 69 68 74 76 71
Regentage 6 7 13 20 17 16 18 16 13 20 16 15
Bei den monatlich angegebenen Zahlen handelt es sich um Durchschnittswerte die sich aus einem Beobachtungszeitraum heraus errechnet haben. Nachdem die Wetterlage durch vielerlei Einflüsse ständigen Veränderungen unterworfen ist, können die Angaben nicht als absolut betrachtet werden, sondern sollen eine relative Klimaeinschätzung innerhalb der Monate wiedergeben. Das aktuelle Klima in Ihrem Reiseland erfahren Sie im Internet bei verschiedenen Wetterservice Einrichtungen.
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Botschaft

Botschaft der Republik Kolumbien

Kurfürstenstraße 84
10787 Berlin
Öffnungszeiten: Mo-Fr: 9.30-12.30 Uhr und 14.30-17 Uhr
Tel.: (030) 26 39 61 0
Fax: (030) 26 39 61 25
E-Mail: info@botschaft-kolumbien.de
Web: www.botschaft-kolumbien.de

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Embajada de la República Federal de Alemania

Cra. 69, No 43 B - 44, piso 7
Edificio Word Business Port
Bogotá, D. C.
Tel.: (0057 1) 423 26 00
Fax: (0057 1) 429 31 45
E-Mail: info@bogota.diplo.de
Web: www.bogota.diplo.de

Embajada de la República Federal de Alemania

Apartado Aéreo 98 833
Bogotá, D. C.
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