Lettland
Stand: April 2012
Malaria Risikogebiete
Wichtige Hinweise
In den warmen Monaten des Jahres besteht ein erhöhtes Übertragungsrisiko für bestimmte Krankheiten die durch Zecken übertragen werden, wie z.B. die FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis). In Lettland besteht landesweit ein sehr hohes Risiko, insbesondere im Großraum Riga. Besonders stark vermehren sich die Zecken in den sehr warmen und trockenen Sommermonaten. Für die Bevölkerung der FSME-Risikogebiete, sowie für Reisende in die ausgewiesenen Risikogebiete ist ein guter Zeckenschutz und ggf. ein FSME-Impfschutz empfohlen.
Die Hepatitis A-Erkrankungsfälle in Lettland haben seit August 2008 zugenommen. Die meisten Erkrankungsfälle wurden aus dem Großraum Riga gemeldet. Weitere Hepatitis A-Fälle wurden von Lettland in die Nachbarländer nach Estland und Litauen, so wie sogar nach Deutschland und Dänemark exportiert. Die Ursache für das vermehrte Auftreten von Hepatitis A-Fällen ist noch nicht eindeutig geklärt. Fakt ist jedoch, dass vereinzelte Erkrankungsfälle aus Lettland durch Reisende in verschiedene europäische Länder exportiert wurden und somit auch das Reiseverhalten zur weiteren Ausbreitung des Virus führen kann. Reisende in Risikogebiete so wie Personen die ein Risiko haben, besonders schwer zu erkranken z.B. Personen mit chronischen Lebererkrankungen, ist ein Impfschutz gegen Hepatitis A empfehlen. Daneben ist eine sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene empfohlen.
Lettland gehört zu den Ländern mit dem weltweit höchsten Diphtherie-Vorkommen. Die Ständige Impfkommission am Robert Koch-Institut (STIKO) empfiehlt die Diphtherie-Impfung für alle Personen in Deutschland ab dem 3. Lebensmonat. Eine regelmäßige Auffrischung (z.B. in Kombination mit Tetanus) sollte alle 10 Jahre im Erwachsenenalter erfolgen. Auf einen ausreichenden Diphtherieschutz sollte bei Reisen nach Afrika, Asien aber auch in Länder Osteuropas geachtet werden.
Vorsicht beim Verzehr von unzureichend gegartem Schweinefleisch (in z.B. Hackfleisch-Spießen und Würsten). Aus verschiedenen Regionen des Landes werden Trichinose - Erkrankungen ganzjährig gemeldet. Bei vollständig durchgebratenem oder abgekochtem Fleisch besteht kein Infektionsrisiko.
| Krankheit | Impfschutz | Empfehlung |
|---|---|---|
| Diphtherie | ja | Grundsätzlich sollten alle Personen einen Impfschutz besitzen (Auffrischung alle 10 Jahre) |
| FSME | Risikogruppen ja | Reisende in Gebiete mit FSME Vorkommen, v.a. bei einem Urlaub "im Grünen", häufigen Waldbesuchen, etc. Zu den beruflichen Risikogruppen gehören: Jäger, Förster und Waldarbeiter |
| Gelbfieber | nein | |
| Hepatitis A | ja | Alle Reisende in Länder mit erhöhtem Hepatitis-A-Vorkommen |
| Hepatitis B | Risikogruppen ja |
Reisende in Gebiete mit erhöhtem Hepatitis B-Vorkommen und bei erhöhtem Infektionsrisiko sowie bei längeren Aufenthalten (> 1 Monat). Anlässlich einer Reise ist es ratsam, eine Hepatitis B Impfung grundsätzlich in Erwägung zu ziehen. Die Impfung ist für Kinder und Jugendliche in Deutschland routinemäßig empfohlen. |
| Influenza | Risikogruppen ja | Für alle Personen ≥ 60. Lebensjahr und Personen mit bestimmten chronischen Erkrankungen (Risikogruppen) ist die Impfung generell empfohlen. Für andere Reisende kann die Influenza-Impfung nach Risikoabwägung entsprechend dem Risiko vor Ort (Exposition) sinnvoll sein. Dabei ist das Auftreten der saisonalen Influenza zu beachten. |
| Japanische Enzephalitis | nein | |
| Keuchhusten | ja | Alle Erwachsenen sollten bei der nächsten fälligen Tetanus-Diphtherie-Impfung (Td) eine einmalige Impfung gegen Keuchhusten (Tdap) erhalten. |
| Masern | Risikogruppen ja | Bei Reisen in Regionen mit aktuellen Ausbrüchen ist eine Schutzimpfung empfohlen. Die STIKO empfiehlt eine einmalige Impfung (vorzugsweise MMR-Impfstoff) den nach 1970 geborenen Personen ≥ 18 Jahre mit unklarem Impfstatus, ohne Impfung oder mit nur einer Impfung in der Kindheit. |
| Meningokokken-Meningitis | nein | |
| Pneumokokken | Risikogruppen ja | Empfohlen für alle Personen ab vollendeten 2. Lebensjahr mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung aufgrund chronischer Erkrankungen (Risikogruppen) |
| Polio | nein | |
| Tetanus | ja | Grundsätzlich sollten alle Personen einen Impfschutz besitzen (Auffrischung alle 10 Jahre) |
| Tollwut | Risikogruppen ja | Reisende in Gebiete mit erhöhtem Tollwut-Vorkommen (z.B. durch Hunde, Katzen und Waldtiere; Auch Fledermäuse können durch einen Biss Tollwut übertragen!) und/oder erhöhter Infektionsgefahr (z.B. durch Langzeitaufenthalte, Rucksack- und/oder Abenteuerreisen). Kinder gelten als besonders gefährdet. Zu den beruflichen Risikogruppen zählen Tierärzte, Jäger und Forstpersonal. |
| Typhus (parenteral) | nein |
| Krankheit | Anmerkung | Schutz |
|---|---|---|
| Borreliose |
landesweites Vorkommen Übertragung: durch Zecken v.a. in Gräsern, Sträuchern, Unterholz Übertragungsmonate: April-Oktober |
Schutz vor Zecken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays) |
| diverse Darminfektionen | Landesweites Vorkommen von Parasiten, Bakterien, Viren (Wurmbefall, Shigellen, Salmonellen, Amöben, Lamblien) | Sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene |
| Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) |
Vorkommen: in ländlichen Gebieten v.a. in Gebieten um Riga Erreger: FSME-Viren Übertragung: durch Zecken v.a. in Gräsern, Sträuchern, Unterholz Eine Übertragung von FSME-Viren durch Schafs-/Ziegenmilch wurde in einzelnen Fällen beschrieben Übertragungsmonate: April - Oktober Bemerkung: Derzeit höchstes Infektionsrisiko in Europa ! |
Impfung. Schutz vor Zecken durch hautbeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays). |
| Hepatitis B | landesweites Vorkommen | Impfung. Verwendung von Kondomen und sterilen Spritzen und Nadeln |
| Monat | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Min. Temp °C | -10 | -10 | -7 | 1 | 6 | 9 | 11 | 11 | 8 | 4 | -1 | -7 |
| Max. Temp °C | -4 | -3 | 2 | 10 | 16 | 21 | 22 | 21 | 17 | 11 | 4 | -2 |
| Feuchtigkeit % | 81 | 79 | 77 | 71 | 68 | 61 | 66 | 70 | 74 | 82 | 83 | 86 |
| Regentage | 15 | 12 | 12 | 13 | 14 | 14 | 11 | 10 | 9 | 9 | 12 | 14 |
| Bei den monatlich angegebenen Zahlen handelt es sich um Durchschnittswerte die sich aus einem Beobachtungszeitraum heraus errechnet haben. Nachdem die Wetterlage durch vielerlei Einflüsse ständigen Veränderungen unterworfen ist, können die Angaben nicht als absolut betrachtet werden, sondern sollen eine relative Klimaeinschätzung innerhalb der Monate wiedergeben. Das aktuelle Klima in Ihrem Reiseland erfahren Sie im Internet bei verschiedenen Wetterservice Einrichtungen. | ||||||||||||
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