Peru
Stand: April 2012
Malaria Risikogebiete
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Peru: Gelbfieber in Puno am Titicaca-See
mehr...Wichtige Hinweise
Gelegentlich tritt in einigen Regionen die Lungen- und Beulenpest auf. Nach Aussage der Gesundheitsbehörden wurden 2010 landesweit insgesamt 27 Fälle der Lungen- und Beulenpest gemeldet. In 21 Fällen (darunter ein Todesfall) handelte es sich um die Beulenpest, in vier Fällen um die Lungenpest und in zwei Fällen um eine septikämische Pest. 25 Personen erkrankten in der Provinz Ascope und zwei in Trujillo. Mitte Juli 2010 bestätigte das örtliche Gesundheitsministerium den ersten Fall von Lungenpest bei einem 29 Jahre alten Patienten aus dem Chocope Distrikt, in der Provinz Ascope, im Departement La Libertad. Wenig später wurden weitere Erkrankungsfälle beobachtet. Der letzte Pestausbruch in Peru ereignete sich 1994 im Norden des Landes. Damals erkrankten über 1.100 Einwohner und rund 35 Personen starben. Grundsätzlich besteht für Reisende nur in absoluten Sonderfällen (z.B. Trekking- und Abenteuertouren in touristisch nicht erschlossene Infektionsgebiete, bzw. berufliche Exposition) ein sehr geringes Infektionsrisiko.
Immer wieder werden Fledermausbisse aus verschiedenen Landesteilen gemeldet. Fledermausbisse bergen ein hohes Gesundheitsrisiko. Dabei kann es neben Hautinfektionen zu lebensgefährlichen Krankheiten wie Tetanus und Tollwut kommen. So wurden im Zeitraum von Juli 2006 bis Februar 2007 in Peru insgesamt 527 Personen registriert, die durch Fledermäuse im Südosten des Landes gebissen wurden. Darunter 27 aus Mazuko (Madre de Dios), 370 aus San Gaban (Puno) und 130 aus Huepetuhe (Madre de Dios) - mehr als 20 Personen starben an Tollwut. Reisende können sich durch eine aktive Schutzimpfung gegen Tollwut impfen lassen. Ein erhöhtes Risiko besteht vor allem bei längeren Reisen in Länder mit erhöhten Tollwutvorkommen und bei entsprechender Exposition (z.B. Rucksackreisende, Tierforscher, etc.).
In vielen Regionen besteht ein erhöhtes Dengue Fieber-Übertragungsrisiko. Viele Fälle werden aus den östlichen und nordöstlichen Landesteilen (Amazonasbecken) berichtet. Dengue Fieber wird durch tag- und nachtaktive Mücken übertragen. Reisende sollten daher gute Mückenschutzmaßnahmen ergreifen.
In verschiedenen Landesteilen besteht ein Infektionsrisiko für die Chagas Krankheit. So wurde im Jahr 2006 aus dem Pozuzo Distrikt (Provinz Oxapampa) bei einem 6-jährigem Kind die Chagas Krankheit diagnostiziert. Dabei handelt es sich um den ersten Erkrankungsfall aus der Region, da die Erkrankung vor allem im Südwesten des Landes (Arequipa, Moquegua, Tacna und Ica), als auch im Nordosten (einschließlich der Küstenregionen von La Libertad, Lambayeque, Piura, Tumbes, Amazonas, Cajamarca und San Martin) auftritt. Die Chagas-Krankheit wird durch Parasiten (sog. Trypanosoma cruzi) verursacht. Nur ein geringer Anteil der Infizierten erkrankt. Die Chagas-Parasiten werden durch den Stich von Raubwanzen übertragen. Die Raubwanzen verstecken sich gerne in dunklen Ritzen von Lehmhütten und Reisigdächern und befallen des Nachts die Schlafenden für eine Blutmahlzeit. Vor allem die ärmsten Bevölkerungsschichten in Mittel- und Südamerika sind betroffen. In der Regel besteht für Reisende nur ein sehr geringes Infektionsrisiko. Dennoch sollten Reisende bei Trekking- bzw. Überlandtouren in den Infektionsgebieten Übernachtungen in einfachen Holz- oder Lehmhütten vermeiden. Ein fest gewebtes, widerstandsfähiges Moskitonetz kann ebenfalls einen guten Schutz bieten, wenn es sorgfältig angebracht und gut unter die Matratze gesteckt wird.
Peru ist ein Land mit Gelbfieber-Übertragungsrisiko. Gelbfieber stellt eine lebensbedrohliche Infektionskrankheit dar. Die Erkrankung wird durch Viren verursacht die durch tag- und nachtaktive Mücken auf den Menschen übertragen werden. Ein Gelbfieber-Impfschutz, als auch ein guter Mückenschutz bei Reisen in die Risikogebiete ist daher medizinisch unbedingt empfohlen.
Landesweit besteht eine erhöhte Infektionsgefahr für diverse Infektionskrankheiten die durch verunreinigte Speisen oder Getränke übertragen werden (z.B. Hepatitis A, Typhus, Bakterienruhr, Amöbenruhr, Lambliasis, Wurmerkrankungen). Die im Jahr 2011 registrierten Erkrankungsfälle für meldepflichtige Krankheiten bei deutschen Reisenden betragen für das Vorjahr 2010 für Shigellose 727 (davon Auslandsinfektionen: 79 aus Ägypten, 57 aus Indien, 22 aus der Türkei, 20 aus Marokko, 20 aus Tunesien und weitere u.a. aus Spanien, Peru, Afrika, Indonesien und Sri Lanka). Insgesamt 67 Typhus abdominalis-Erkrankungen wurden im Ausland erworben (43% Indien, 15% Pakistan, 7% Bangladesh, 4% Ägypten und weitere u.a. aus Ghana, Nepal, Irak und Türkei). Sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasser-Hygienemaßnahmen sind stets empfohlen. Vor dem Verzehr und Kauf von Lebensmitteln aus billigen Straßenrestaurants und von Märkten wird gewarnt. In Regionen mit erhöhtem Typhusvorkommen ist bei Reisen unter einfachen hygienischen Bedingungen (z.B. Rucksack- und Trekkingreisen) ein Typhus-Impfschutz und bei Reisen in Länder mit einem erhöhten Hepatitis A-Vorkommen ein Hepatitis A-Impfschutz in Erwägung zu ziehen.
Risikogebiete: Geringes Risiko im ganzen Land unter 2.000m Höhe. Ein erhöhtes Risiko besteht in den Grenzgebieten zu Ecuador, Kolumbien, Brasilien und Bolivien (v.a. in den Departments Ayacucho, Junin, Loreto, Madre de Dios und San Martín).
Kein Malariarisiko: Lima, Ayacucho, Cuzco, Machu Picchu und das Andenhochland
Übertragungsmonate: ganzjährige Gefährdung
Malariaart: 15 % Malaria tropica; 85% Malaria tertiana (P. vivax).
Nur Notfallmedikation empfohlen (Standby): ganzjährig, landesweit unter 2.000m Höhe
Schutz vor Mückenstichen empfohlen: durch langärmelige Kleidung, Sprays, Cremes, Lotionen, Mosquitonetze, etc.
| Krankheit | Impfschutz | Empfehlung |
|---|---|---|
| Diphtherie | ja | Grundsätzlich sollten alle Personen einen Impfschutz besitzen (Auffrischung alle 10 Jahre) |
| FSME | nein | |
| Gelbfieber | Risikogruppen ja | Alle Reisende in Gebiete und Länder mit Gelbfiebervorkommen |
| Hepatitis A | ja | Alle Reisende in Länder mit erhöhtem Hepatitis-A-Vorkommen |
| Hepatitis B | Risikogruppen ja |
Reisende in Gebiete mit erhöhtem Hepatitis B-Vorkommen und bei erhöhtem Infektionsrisiko sowie bei längeren Aufenthalten (> 1 Monat). Anlässlich einer Reise ist es ratsam, eine Hepatitis B Impfung grundsätzlich in Erwägung zu ziehen. Die Impfung ist für Kinder und Jugendliche in Deutschland routinemäßig empfohlen. |
| Influenza | Risikogruppen ja | Für alle Personen ≥ 60. Lebensjahr und Personen mit bestimmten chronischen Erkrankungen (Risikogruppen) ist die Impfung generell empfohlen. Für andere Reisende kann die Influenza-Impfung nach Risikoabwägung entsprechend dem Risiko vor Ort (Exposition) sinnvoll sein. Dabei ist das Auftreten der saisonalen Influenza zu beachten. |
| Japanische Enzephalitis | nein | |
| Keuchhusten | ja | Alle Erwachsenen sollten bei der nächsten fälligen Tetanus-Diphtherie-Impfung (Td) eine einmalige Impfung gegen Keuchhusten (Tdap) erhalten. |
| Masern | Risikogruppen ja | Bei Reisen in Regionen mit aktuellen Ausbrüchen ist eine Schutzimpfung empfohlen. Die STIKO empfiehlt eine einmalige Impfung (vorzugsweise MMR-Impfstoff) den nach 1970 geborenen Personen ≥ 18 Jahre mit unklarem Impfstatus, ohne Impfung oder mit nur einer Impfung in der Kindheit. |
| Meningokokken-Meningitis | nein | |
| Pneumokokken | Risikogruppen ja | Empfohlen für alle Personen ab vollendeten 2. Lebensjahr mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung aufgrund chronischer Erkrankungen (Risikogruppen) |
| Polio | nein | |
| Tetanus | ja | Grundsätzlich sollten alle Personen einen Impfschutz besitzen (Auffrischung alle 10 Jahre) |
| Tollwut | Risikogruppen ja | Reisende in Gebiete mit erhöhtem Tollwut-Vorkommen (z.B. durch Hunde, Katzen und Waldtiere; Auch Fledermäuse können durch einen Biss Tollwut übertragen!) und/oder erhöhter Infektionsgefahr (z.B. durch Langzeitaufenthalte, Rucksack- und/oder Abenteuerreisen). Kinder gelten als besonders gefährdet. Zu den beruflichen Risikogruppen zählen Tierärzte, Jäger und Forstpersonal. |
| Typhus (parenteral) | Risikogruppen ja | Reisen in Länder mit unzureichender Hygiene und Trinkwasserversorgung (z.B. während Rucksack- und Abenteuerreisen). |
Gelbfieber:
Es besteht keine Impfvorschrift, jedoch eine ausdrückliche Empfehlung.
Peru gilt als Land mit Gelbfieber-infektionsgebieten (v.a. Amazonas, Ancash, Ayacucho, Cuzco, Huanuco, Junin, Loreto, Madre de Dios, Pasco Puno, San Martin und Ucayali). Daher empfiehlt die WHO die Gelbfieberimpfung für alle Reisenden ab dem 9. Lebensmonat, die in Dschungelgebiete unterhalb 2300m Höhenlage reisen möchten und folgende Regionen besuchen: Amazonas, Loreto, Madre de Dios, San Martin, Ucayali, Nordosten von Ancash, Nord Apurímac, Nord und Nordosten Ayacucho, Nord und Osten von Cajamarca, Nordwesten, Norden und Nordosten von Cusco, Norden Huancavelica, Nord, Zentral und Ost Huánuco, Nord und Osten Junín, Osten von La Libertad, Zentral und Osten von Pasco, Ost Piura und Nord Puno.
Ausgenommen von der Empfehlung sind lt. WHO Reisende, die ausschließlich folgende Städte bzw. Regionen westlich der Anden bereisen: Lambayeque, Tumbes, West-Piura, west-zentral Cajamarca, so wie Regionen oberhalb von 2300m Höhe, Cuzco, Lima, Inca Trail und Machu Picchu.
| Krankheit | Anmerkung | Schutz |
|---|---|---|
| Chagas-Krankheit | landesweites Vorkommen | Bei Übernachtungen im Freien: Schutz vor dem Überträger, der sog. Raubwanze, die sich v.a. in Lehmhütten aufhält und nachtaktiv ist |
| Cholera | Infektonsgebiete v.a. in den Departementen: Amazonas, Ancash, Arequipa, Ayacucho, Cajamarca, Callao, Cuzco, Huanuco, Ica, Junin, La Libertad, Lambayeque, Lima, Loreto, Madre de Dios, Moquegua, Pasco, Piura, Puno, San Martin, Tacna, Tumbes, Ucayali | Sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene. |
| Dengue-Fieber | Vorkommen: landesweit | Schutz vor Mücken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), Anti-Mückencoils, Mückennetze, etc. |
| diverse Darminfektionen | Landesweites Vorkommen von Parasiten, Bakterien, Viren (Wurmbefall, Shigellen, Salmonellen, Amöben, Lamblien) | Sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene |
| Fleckfieber | Vorkommen: vor allem in Slums in den Höhenlagen | Schutz vor Kleiderläusen durch kontinuierliche und ordentliche Hygienemaßnahmen (sorgfältige Reinigung und regelmäßiger Wechsel der Wäsche). Impfung nur in seltenen Fällen empfohlen ! |
| Gelbfieber |
Infektionsgebiete: v.a. Urwald östlich der Anden. Departemente: Amazonas, Ancash, Ayacucho: Provinzen Hunata (San Josè Santillana District) und La Mar (Anco y Santa Rosa District) Cuzco: Provinz La Convencion (Distrikte: Echarate, Kitani, Maranura, Santa Ana) Huanuco: Provinzen Huamalies (Kosipata, Monzon Distrikt), Leonicio Prado (Distrikte: Alonia Robles, Aucayacu, J.C. Castello, Leoncio Prado, Monzon, P. Luyando, Rupa Rupa) und Maranon (Cholon Distrikt) Junin: Provinzen Chanchamayo (Distrikte: Chanchamayo, Perene, San Luis Servaro, Viloc), Orellana (ehemaliges Ostgebiet der Provinz Napo), Satipo (Distrikte: Coviriali, Mazamari, Pangoa, Pichanali, Rio Negro, Rio Tambo, Satipo) Loreto: (Distrikte: Iquitos, Puinahua, San Pablo) Provinz Ucayali (Distrikte: Contamana, Purus) Madre de Dios: Provinzen Manu (Distrikte: Madre de Dios, Manu), Tambopata (Distrikte: Inambar i, Las Piedras, Tamopata) Pasco, Puno: Provinz Sandia (Distrikte: San Juan del Oro, San Roman, Vilcabamba) San Martin: Provinzen Huallaga (Distrikte: Bellavista, Saposoa), Lamas (Distrikte Lamas, Tabalazos), Mariscal Caceres (Campanilla Distrikt), San Martín (Distrikte: Alonso de Alvarado, Jepelacio, Juan Guerra, Moyamba, Sauce), Tocache (Distrikte: La Polvora, Nuevo Progreso, Tocache, Uchiza) Ucayali: Provinzen Coronel Portillo (Calleria Distrikt) und Padre Abad (Padre Abad Distrikt) |
Impfung. Schutz vor Mücken durch hautbeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), Anti-Mückencoils, Mückennetze, etc. |
| Leishmaniasis | landesweites Vorkommen | Schutz vor Mücken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), engmaschige Mückennetze. |
| Pest |
Vorkommen in den Departmenten Cajamarca: in den Provinzen: Chota (Distrikte: Llama, Miracosta, Tocmoche), San Miguel (Distrikte: Nanchoc, San Gregorio, San Miguel), San Pablo (San Louis Distrikt) La Libertad, Lambayeque Piura: in den Provinzen: Ayabaca (Distrikte: Canales, Lagunas, Montero, Paimas, Sapillica, Sujo), Huancabamba (Distrikte: C. de la Frontera, Canchaque, Huancabamba), Piura (Las Lomas Distrikt) |
Schutz vor Ratten (z.B. durch sichere Schlafplätz bei Übernachtungen im Freien) und Flöhen (häufiger hygienischer Wäschewechsel). Reisende sollten sich von Pestkranken fernhalten. Bei beruflicher Exposition können vorbeugend Antibiotika eingenommen werden. |
| Tollwut | landesweites Vorkommen | Impfung. Fernhalten von freilaufenden, streunenden Tieren (v.a. Hunden und Katzen) |
| Monat | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Min. Temp °C | 19 | 19 | 19 | 17 | 16 | 14 | 14 | 13 | 14 | 14 | 16 | 17 |
| Max. Temp °C | 28 | 28 | 28 | 27 | 23 | 20 | 19 | 19 | 20 | 22 | 23 | 26 |
| Feuchtigkeit % | 81 | 79 | 78 | 80 | 86 | 88 | 86 | 87 | 85 | 83 | 82 | 82 |
| Regentage | 5 | 5 | 7 | 6 | 5 | 4 | 4 | 4 | 5 | 6 | 6 | 6 |
| Bei den monatlich angegebenen Zahlen handelt es sich um Durchschnittswerte die sich aus einem Beobachtungszeitraum heraus errechnet haben. Nachdem die Wetterlage durch vielerlei Einflüsse ständigen Veränderungen unterworfen ist, können die Angaben nicht als absolut betrachtet werden, sondern sollen eine relative Klimaeinschätzung innerhalb der Monate wiedergeben. Das aktuelle Klima in Ihrem Reiseland erfahren Sie im Internet bei verschiedenen Wetterservice Einrichtungen. | ||||||||||||
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Embajada de la República Federal de Alemania
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