Philippinen
Stand: Januar 2012
Malaria Risikogebiete
News
Sri Lanka: Über 2.400 Dengue Fieber-Erkrankungen
mehr...Typhus stellt in vielen Reiseländern ein Problem dar
mehr...Indonesien, Philippinen: Dengue Fieber
mehr...Wichtige Hinweise
In einigen Regionen des Landes besteht ein Masernrisiko. Zu einer Häufung von Erkrankungsfällen kam es 2010 mit rund 1.800 Masernfällen. Die meisten Erkrankungen (nahezu 1000) wurden aus der Region der Hauptstadt (National Capital Region - NCR) berichtet, weitere aus Calabarzon, Zentral-Luzon und Bicol. Ungeimpften Personen bzw. Personen, die noch keine Masern durchgemacht haben und in ein Masern-Risikogebiet reisen oder in medizinischen Einrichtungen zur Behandlung von Kindern, Tagesstätten, Kinderheimen, u. ä. arbeiten, ist eine Schutzimpfung empfohlen.
In einigen Landesteilen besteht ein erhöhtes Übertragungsrisiko für Typhus abdominalis. Vor dem Verzehr und Kauf von Lebensmitteln aus billigen Straßenrestaurants und von Märkten wird gewarnt. Nach Deutschland werden rund 80 - 90 % aller Typhus- und Paratyphusfälle aus Reiseregionen mit unzureichendem Hygienestandard importiert. Bei Reisen unter einfachen hygienischen Bedingungen (z.B. Rucksack- und Trekkingreisen) in Regionen mit erhöhtem Typhusvorkommen, ist daher ein Typhus - Impfschutz sinnvoll.
Die Gesundheitsbehörden warnen, dass das Dengue Fieber zunehmend mehr ganzjährig auftritt und nicht mehr, wie bislang gewohnt überwiegend saisonal. Erkrankungsfälle wurden u.a. aus Ost-Visayas, der Insel Cebu doch auch von der südlichsten Inselgruppe Mindanao berichtet; Hier sind vor allem Nord-Mindanao, Davao City und Negros Occidental betroffen. Auch einige deutsche Urlauber erkrankten in den vergangenen Jahren während bzw. nach ihrem Aufenthalt an Dengue Fieber (2009: 14; 2008: 13). Reisende in die Dengue Risikogebiete sollten daher gute Mückenschutzmaßnahmen durchführen.
Vereinzelte Tollwut-Fälle treten auf den Philippinen immer wieder auf. Laut Schätzungen erkranken jährlich zwischen 300 bis 600 Personen auf den Philippinen an Tollwut. In Japan erkrankten zwei Reisende nach ihrem Aufenthalt auf den Philippinen an Tollwut (2006). Diese tragischen Erkrankungsfälle bekräftigen die Tollwut-Empfehlung für Reisende vor allem bei Langzeitreisen in Länder mit erhöhtem Tollwutvorkommen - vor allem im asiatischen Raum. Allgemein besteht ein erhöhtes Tollwut-Risiko, durch die Zunahme von streunenden Hunden insbesondere in der Provinz Tarlac auf Luzon, nördlich von Manila, sowie in den Regionen von Iloilo (Panay) und Koronadal (Mindanao). Eine ausreichende medizinische Versorgung nach Bissverletzung ist nicht überall gewährleistet. Bei längeren oder ländlichen Aufenthalten wird daher vorsorglich eine Tollwut-Impfung empfohlen. Bei Bissverletzungen oder Belecken von Schleimhäuten oder Wunden durch streunende Tiere ist umgehend ein Arzt bzw. medizinische Hilfe aufzusuchen. Ebenso sollte bedacht werden, dass in vielen tropischen und subtropischen Ländern die medizinische Infrastruktur - v.a. in den ländlichen Regionen - unterentwickelt ist, so dass im Notfall bei postexpositioneller Behandlung u.U. nicht die richtigen Medikamente in der erforderlichen Zeit zur Verfügung stehen.
Das Gesundheitsministerium der Philippinen gab bekannt, dass über 600.000 Einwohner an einer sog. Lymphatischen Filariose leiden. Betroffen sind Männer wie Frauen und auch Kinder. Die Gesundheitsbehörden betonen, dass die Erkrankung derzeit in 39 Provinzen der Philippinen vorkommt. Filariosen sind Wurmerkrankungen, die durch Fadenwürmer (sog. Filarien) verursacht werden. Übertragen werden die Würmer durch verschiedene Mückenarten. Für Reisende besteht nur ein sehr geringes Risiko, da aufgrund der geringen Wurmdichte, die bei kurzer Reisedauer aufgebaut werden kann, in der Regel keine schwerwiegenden Gesundheitsstörungen entstehen können. Dennoch sollte ein sorgfältiger und optimaler Mückenschutz permanent durchgeführt werden - insbesondere bei Langzeitaufenthalten.
Landesweit besteht eine erhöhte Infektionsgefahr für diverse Infektionskrankheiten die durch verunreinigte Speisen oder Getränke übertragen werden (z.B. Hepatitis A, Typhus, Bakterienruhr, Amöbenruhr, Lambliasis, Wurmerkrankungen). Daher sollten sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasser-Hygienemaßnahmen stets durchgeführt werden. Vor dem Verzehr und Kauf von Lebensmitteln aus billigen Straßenrestaurants und von Märkten wird gewarnt. Nach Deutschland werden rund 80 - 90 % aller Typhus- und Paratyphusfälle aus Reiseregionen mit unzureichendem Hygienestandard importiert. Bei Reisen unter einfachen hygienischen Bedingungen (z.B. Rucksack- und Trekkingreisen) in Regionen mit erhöhtem Typhusvorkommen, ist daher ein Typhus - Impfschutz sinnvoll. Bei Reisen in Länder mit einem erhöhten Hepatitis A-Vorkommen sollte ein Hepatitis A-Impfschutz in Erwägung gezogen werden.
Risikogebiete: Risiko im ganzen Land in Regionen unter 600 m Höhe
Kein Malariarisiko: in Manila-City und Großstädte so wie Aklan (Nordwest von Panay), Albay, Benguet (zentrales Hochland von Luzon), Bilaran, Bohol, Camiguin, Capiz, Catanduanes, Cavite, Cebu, Guimaras, Iloilo (Südost von Panay), Nord- und Südleyte, Marinduque, Masbate, Nord- Ost-, West-Samar, Siquijor, Sorsogon, Surigao Del Norte.
Übertragungsmonate: ganzjährige Gefährdung. Im Westen erhöhtes Übertragungsrisiko während der Regenzeit Juni - November
Malariaart: 75 % Malaria tropica (P. falciparum)
Schutz vor Mückenstichen empfohlen: durch langärmelige Kleidung, Sprays, Cremes, Lotionen, Mosquitonetze, etc.
Nur Notfallmedikation empfohlen (Standby): ganzjährig landesweit in Regionen unter 600 m Höhe
Keine medikamentöse Vorbeugung empfohlen: ganzjährig in Manila-City und Großstädten, so wie Aklan (Nordwest von Panay), Albay, Benguet (zentrales Hochland von Luzon), Bilaran, Bohol, Camiguin, Capiz, Catanduanes, Cavite, Cebu, Guimaras, Iloilo (Südost von Panay), Nord- und Südleyte, Marinduque, Masbate, Nord- Ost-, West-Samar, Siquijor, Sorsogon, Surigao Del Norte.
| Krankheit | Impfschutz | Empfehlung |
|---|---|---|
| Cholera | Risikogruppen ja | Bei Reisen in Risikogebiete |
| Diphtherie | ja | Grundsätzlich sollten alle Personen einen Impfschutz besitzen (Auffrischung alle 10 Jahre) |
| FSME | nein | |
| Gelbfieber | nein | |
| Hepatitis A | ja | Alle Reisende in Länder mit erhöhtem Hepatitis-A-Vorkommen |
| Hepatitis B | Risikogruppen ja |
Reisende in Gebiete mit erhöhtem Hepatitis B-Vorkommen und bei erhöhtem Infektionsrisiko sowie bei längeren Aufenthalten (> 1 Monat). Anlässlich einer Reise ist es ratsam, eine Hepatitis B Impfung grundsätzlich in Erwägung zu ziehen. Die Impfung ist für Kinder und Jugendliche in Deutschland routinemäßig empfohlen. |
| Influenza | Risikogruppen ja | Für alle Personen ≥ 60. Lebensjahr und Personen mit bestimmten chronischen Erkrankungen (Risikogruppen) ist die Impfung generell empfohlen. Für andere Reisende kann die Influenza-Impfung nach Risikoabwägung entsprechend dem Risiko vor Ort (Exposition) sinnvoll sein. Dabei ist das Auftreten der saisonalen Influenza zu beachten. |
| Japanische Enzephalitis | Risikogruppen ja | Reisende mit längeren Aufenthalten (ab 4 Wochen) in ländlichen Gebieten, in denen die Japanische Enzephalitis vorkommt, v.a. während Regenzeiten mit gehäufter Verbreitung der Überträgermücken |
| Keuchhusten | ja | Alle Erwachsenen sollten bei der nächsten fälligen Tetanus-Diphtherie-Impfung (Td) eine einmalige Impfung gegen Keuchhusten (Tdap) erhalten. |
| Masern | Risikogruppen ja | Bei Reisen in Regionen mit aktuellen Ausbrüchen ist eine Schutzimpfung empfohlen. Die STIKO empfiehlt eine einmalige Impfung (vorzugsweise MMR-Impfstoff) den nach 1970 geborenen Personen ≥ 18 Jahre mit unklarem Impfstatus, ohne Impfung oder mit nur einer Impfung in der Kindheit. |
| Meningokokken-Meningitis | nein | |
| Pneumokokken | Risikogruppen ja | Empfohlen für alle Personen ab vollendeten 2. Lebensjahr mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung aufgrund chronischer Erkrankungen (Risikogruppen) |
| Polio | nein | |
| Tetanus | ja | Grundsätzlich sollten alle Personen einen Impfschutz besitzen (Auffrischung alle 10 Jahre) |
| Tollwut | Risikogruppen ja | Reisende in Gebiete mit erhöhtem Tollwut-Vorkommen (z.B. durch Hunde, Katzen und Waldtiere; Auch Fledermäuse können durch einen Biss Tollwut übertragen!) und/oder erhöhter Infektionsgefahr (z.B. durch Langzeitaufenthalte, Rucksack- und/oder Abenteuerreisen). Kinder gelten als besonders gefährdet. Zu den beruflichen Risikogruppen zählen Tierärzte, Jäger und Forstpersonal. |
| Typhus | Risikogruppen ja | Reisen in Länder mit unzureichender Hygiene und Trinkwasserversorgung (z.B. während Rucksack- und Abenteuerreisen). |
Gelbfieberimpfung erforderlich für alle Reisende (Kinder über 1 Lj.), die aus Gelbfieber-Infektionsgebieten (Endemiegebieten) kommen. Als Gelbfieber-Endemiegebiete gelten die von der WHO ausgewiesenen (s. Karte Gelbfieber-Verbreitungsgebiete).
| Krankheit | Anmerkung | Schutz |
|---|---|---|
| Bilharziose |
Vorkommen: im Süßwasser v.a. Luzon, Mindoro, Mindanao, Samar, Bohol, Leyte |
Vermeidung von Hautkontakt mit Süßwasser (Seen, Tümpel, Flüsse und Bächen) |
| Cholera | Infektionsgebiete: National Capital Region, Region 4 (Iloilo, Kalookan, Malabon, Manila, Muntinlupa, Paranaque) | Sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene. |
| Dengue-Fieber | Vorkommen: landesweit | Schutz vor Mücken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), Anti-Mückencoils, Mückennetze, etc. |
| diverse Darminfektionen | Landesweites Vorkommen von Parasiten, Bakterien, Viren (Wurmbefall, Shigellen, Salmonellen, Amöben, Lamblien) | Sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene |
| Filariosen | Vorkommen: vor allem in den ländlichen Gebieten in Minadanao, Palawan, Sorsogon und Samar | Schutz vor Insekten, v.a. Mücken durch hautbeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), Anti-Mückencoils, Mückennetze, etc. |
| Fleckfieber | Vorkommen: vor allem auf den nördlichen Inseln | Schutz vor Kleiderläusen durch kontinuierliche und ordentliche Hygienemaßnahmen (sorgfältige Reinigung und regelmäßiger Wechsel der Wäsche). Impfung nur in seltenen Fällen empfohlen ! |
| Hepatitis B | landesweites Vorkommen | Impfung. Verwendung von Kondomen und sterilen Spritzen und Nadeln |
| Japanische Enzephalitis |
Vorkommen: ländliche Gebiete Übertragungsmonate: ganzjährig |
Impfung. Schutz vor Mücken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), Anti-Mückencoils, Mückennetze, etc. |
| Tollwut | landesweites Vorkommen | Impfung. Fernhalten von freilaufenden, streunenden Tieren (v.a. Hunden und Katzen) |
| Monat | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Min. Temp °C | 21 | 21 | 22 | 23 | 24 | 24 | 24 | 24 | 24 | 23 | 22 | 21 |
| Max. Temp °C | 30 | 31 | 33 | 34 | 34 | 33 | 31 | 31 | 31 | 31 | 31 | 30 |
| Feuchtigkeit % | 76 | 74 | 70 | 70 | 75 | 80 | 83 | 83 | 83 | 82 | 80 | 79 |
| Regentage | 6 | 3 | 4 | 4 | 12 | 17 | 24 | 23 | 22 | 19 | 14 | 11 |
| Bei den monatlich angegebenen Zahlen handelt es sich um Durchschnittswerte die sich aus einem Beobachtungszeitraum heraus errechnet haben. Nachdem die Wetterlage durch vielerlei Einflüsse ständigen Veränderungen unterworfen ist, können die Angaben nicht als absolut betrachtet werden, sondern sollen eine relative Klimaeinschätzung innerhalb der Monate wiedergeben. Das aktuelle Klima in Ihrem Reiseland erfahren Sie im Internet bei verschiedenen Wetterservice Einrichtungen. | ||||||||||||
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