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Sambia

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Stand: Februar 2012


Malaria Risikogebiete

News

19.01.2012

Typhus stellt in vielen Reiseländern ein Problem dar

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22.10.2011

Sambia, Bolivien: Erhöhtes regionales Tollwutrisiko

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Wichtige Hinweise

Die Masern stellen in vielen Landesteilen ein Problem dar. Alljährlich treten Erkrankungs- und Todesfälle landesweit auf. Das deutsche Robert Koch-Institut empfiehlt Reisenden in Regionen mit aktuellen Masernausbrüchen ihren Masernimpfschutz zu überprüfen. Ungeimpften Personen bzw. Personen, die noch keine Masern durchgemacht haben und in ein Masern-Epidemiegebiet reisen oder in medizinischen Einrichtungen zur Behandlung von Kindern, Tagesstätten, Kinderheimen, u. ä. arbeiten, wird eine Impfung empfohlen. Vor allem sollten Austauschschüler und Au-Pairs auf einen gültigen Masernschutz achten. Darüber hinaus empfiehlt die STIKO (Ständige Impfkommission am Robert Koch-Institut) nach 1970 geborene ungeimpfte bzw. in der Kindheit nur einmal geimpfte Personen > 18 Jahre oder nach 1970 geborenen Personen > 18 Jahre mit unklarem Impfstatus eine Masern-Schutzimpfung.

Landesweit besteht ein erhöhtes Cholera-Infektionsrisiko das v.a. die einheimische Bevölkerung betrifft. Insbesondere unterernährte, vorerkrankte Menschen mit mangelnder medizinischer Betreuung und einem geschwächten körperlichen Abwehrsystem sind von der Cholera betroffen. Die Infektionsgefahr bei Touristen ist als sehr gering einzustufen. Sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasser-Hygienemaßnahmen sind empfohlen.

Die Schlafkrankheit tritt in einigen Regionen des Landes auf. Gelegentlich sind auch Touristen von dem Infektionsrisiko betroffen. Dies zeigt ein Fall  aus dem Jahr 2010. Im Oktober des Jahres erkrankte eine 49-jährige englische Touristin nach ihrem Aufenthalt in Sambia an Schlafkrankheit. Die Rucksackreisende hielt sich 15 Tage in Sambia auf und besuchte dort u.a. den Südluangwa-Nationalpark, Unteren-Sambesi-Nationalpark, nördlichen und südlichen Teil des Kafue-Nationalparks und die Hauptstadt Lusaka. Erst vor wenigen Wochen waren auch ein amerikanischer und ein weiterer englischer Reisender nach ihren Aufenthalten in verschiedenen Nationalparks Simbabwes und Sambias der Infektionskrankheit zum Opfer gefallen. In bestimmten Regionen des Landes besteht ein erhöhtes Infektionsrisiko für Schlafkrankheit (afrikanische Trypanosomiasis). In den vergangenen Jahren kam es immer wieder zu Erkrankungsfällen bei europäischen Reisenden, die zu unterschiedlichen Zeiten aus sowohl beruflichen wie auch touristischen Gründen Tansania, Kenia, Sambia und/oder Simbabwe besuchten. Die Reisenden hielten sich vor allem in den Nationalparks Tansanias (Manyara, Serengeti, Ngorongoro), in Masai Dörfern, am Manyara See, sowie im Tsavo-Nationalpark in Kenia, auf. Bei Aufenthalten in Ostafrika, insbesondere Tansania (Nationalparks), Kenia (Nationalparks) und im südlichen Afrika in Sambia (Nationalparks) und/oder Simbabwe (Nationalparks), werden sorgfältige Mückenschutzmaßnahmen empfohlen.

Landesweit besteht eine erhöhte Infektionsgefahr für diverse Infektionskrankheiten die durch verunreinigte Speisen oder Getränke übertragen werden (z.B. Hepatitis A, Typhus, Bakterienruhr, Amöbenruhr, Lambliasis, Wurmerkrankungen). Daher sollten sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasser-Hygienemaßnahmen stets durchgeführt werden. Vor dem Verzehr und Kauf von Lebensmitteln aus billigen Straßenrestaurants und von Märkten wird gewarnt. Nach Deutschland werden rund 80 - 90 % aller Typhus- und Paratyphusfälle aus Reiseregionen mit unzureichendem Hygienestandard importiert. Bei Reisen unter einfachen hygienischen Bedingungen (z.B. Rucksack- und Trekkingreisen) in Regionen mit erhöhtem Typhusvorkommen, ist daher ein Typhus - Impfschutz sinnvoll. Bei Reisen in Länder mit einem erhöhten Hepatitis A-Vorkommen sollte ein Hepatitis A-Impfschutz in Erwägung gezogen werden.

Allgemein besteht ein erhöhtes Tollwut-Risiko, durch die Zunahme von streun enden Hunden. Eine ausreichende medizinische Versorgung nach Bissverletzung ist nicht immer sicher gewährleistet. Bei längeren oder ländlichen Aufenthalten wird daher vorsorglich eine Tollwut-Impfung empfohlen. Bei einer Bissverletzung im Land sollte eine geeignete Versorgungseinrichtung aufgesucht werden, in der wirksame und moderne Impfstoffe verwendet werden und Hyper-Immunglobuline vorhanden sind. Auskünfte können über die deutsche Botschaft im Land erteilt werden.

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Malariahinweise

Risikogebiete: hohes Risiko im ganzen Land einschließlich der Städte, v.a. im Süden (Sambesi-Tal, Kariba See, Viktoria Fälle)

Übertragungsmonate: ganzjährige Gefährdung. Erhöhtes Risiko in der Regenzeit von November - Juni

Malariaart: 90 % Malaria tropica (P. falciparum)

Schutz vor Mückenstichen empfohlen: durch langärmelige Kleidung, Sprays, Cremes, Lotionen, Mosquitonetze, etc.

Vorbeugung mit Medikamenten empfohlen (Chemoprophylaxe): ganzjährig, landesweit einschließlich der Städte v.a. im Süden (Sambesi-Tal, Kariba See, Viktoria Fälle)

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Impfempfehlungen

Krankheit Impfschutz Empfehlung
Cholera Risikogruppen ja Bei Reisen in Risikogebiete
Diphtherie ja Grundsätzlich sollten alle Personen einen Impfschutz besitzen (Auffrischung alle 10 Jahre)
FSME nein
Gelbfieber Risikogruppen ja Ein minimales Risiko besteht in den westlichen und nordwestlichen Provinzen (Grenzregion zu Angola). Die WHO empfiehlt grundsätzlich keine Impfung in der Region, betont jedoch, dass eine Impfung für Risikogruppen, d.h. Reisende in die Region die einem erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt sind, sinnvoll sein kann.
Hepatitis A ja Alle Reisende in Länder mit erhöhtem Hepatitis-A-Vorkommen
Hepatitis B Risikogruppen ja Reisende in Gebiete mit erhöhtem Hepatitis B-Vorkommen und bei erhöhtem Infektionsrisiko sowie bei längeren Aufenthalten (> 1 Monat).

Anlässlich einer Reise ist es ratsam, eine Hepatitis B Impfung grundsätzlich in Erwägung zu ziehen. Die Impfung ist für Kinder und Jugendliche in Deutschland routinemäßig empfohlen.
Influenza Risikogruppen ja Für alle Personen ≥ 60. Lebensjahr und Personen mit bestimmten chronischen Erkrankungen (Risikogruppen) ist die Impfung generell empfohlen. Für andere Reisende kann die Influenza-Impfung nach Risikoabwägung entsprechend dem Risiko vor Ort (Exposition) sinnvoll sein. Dabei ist das Auftreten der saisonalen Influenza zu beachten.
Japanische Enzephalitis nein
Keuchhusten ja Alle Erwachsenen sollten bei der nächsten fälligen Tetanus-Diphtherie-Impfung (Td) eine einmalige Impfung gegen Keuchhusten (Tdap) erhalten.
Masern Risikogruppen ja Bei Reisen in Regionen mit aktuellen Ausbrüchen ist eine Schutzimpfung empfohlen. Die STIKO empfiehlt eine einmalige Impfung (vorzugsweise MMR-Impfstoff) den nach 1970 geborenen Personen ≥ 18 Jahre mit unklarem Impfstatus, ohne Impfung oder mit nur einer Impfung in der Kindheit.
Meningokokken-Meningitis nein
Pneumokokken Risikogruppen ja Empfohlen für alle Personen ab vollendeten 2. Lebensjahr mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung aufgrund chronischer Erkrankungen (Risikogruppen)
Polio ja Reisende in Gebiete mit erhöhtem Polio-Infektionsrisiko
Tetanus ja Grundsätzlich sollten alle Personen einen Impfschutz besitzen (Auffrischung alle 10 Jahre)
Tollwut Risikogruppen ja Reisende in Gebiete mit erhöhtem Tollwut-Vorkommen (z.B. durch Hunde, Katzen und Waldtiere; Auch Fledermäuse können durch einen Biss Tollwut übertragen!) und/oder erhöhter Infektionsgefahr (z.B. durch Langzeitaufenthalte, Rucksack- und/oder Abenteuerreisen). Kinder gelten als besonders gefährdet. Zu den beruflichen Risikogruppen zählen Tierärzte, Jäger und Forstpersonal.
Typhus Risikogruppen ja Reisen in Länder mit unzureichender Hygiene und Trinkwasserversorgung (z.B. während Rucksack- und Abenteuerreisen).
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Impfvorschriften

Die WHO empfiehlt grundsätzlich keine Impfung in der Region, betont jedoch, dass eine Impfung für Risikogruppen, d.h. Reisende in die Region die einem erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt sind, sinnvoll sein kann. Ein geringes Risiko besteht in den westlichen und nordwestlichen Provinzen (Grenzregion zu Angola).

Seit 1. Oktober 2011 wird Sambia von Südafrika auf die Liste der Länder mit Gelbfieberendemiegebieten gesetzt. Diese hat zur Folge, dass Reisende aus Zambia die Impfung bei Einreise nach Südafrika vorweisen müssen. Einige Fluggesellschaften befolgen diese Regelung bereits beim Check-In und lassen nur mehr Passagiere mit gültiger Gelbfieberimpfung an Bord.

Bei Direktflügen aus Europa wird kein Gelbfieberimpfnachweis bei Einreise verlangt.

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Gesundheitsrisiken

Krankheit Anmerkung Schutz
Bilharziose Vorkommen: landesweit im Süßwasser Vermeidung von Hautkontakt mit Süßwasser (Seen, Tümpel, Flüsse und Bächen)
Borreliose landesweites Vorkommen
Übertragung: durch Zecken v.a. in Gräsern, Sträuchern, Unterholz
Schutz vor Zecken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays)
Cholera Infektionsgebiete v.a. in den Provinzen Central (Lusaka), Copperbelt, Eastern, Luapula, Northern, Southern Sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene.
diverse Darminfektionen Landesweites Vorkommen von Parasiten, Bakterien, Viren (Wurmbefall, Shigellen, Salmonellen, Amöben, Lamblien) Sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene
Gelbfieber Infektionsrisiko v.a. im Grenzgebiet zu Angola (Westen und Nordwesten) Impfung. Schutz vor Mücken durch hautbeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), Anti-Mückencoils, Mückennetze, etc.
Hepatitis B landesweites Vorkommen Impfung. Verwendung von Kondomen und sterilen Spritzen und Nadeln
Pest Vorkommen: v.a. in Southern Province (Namwala-District) Schutz vor Ratten (z.B. durch sichere Schlafplätz bei Übernachtungen im Freien) und Flöhen (häufiger hygienischer Wäschewechsel). Reisende sollten sich von Pestkranken fernhalten. Bei beruflicher Exposition können vorbeugend Antibiotika eingenommen werden.
Schlafkrankheit Vorkommen: vor allem in den nördlichen Landesteilen Schutz vor Bremsen durch hautbedeckende Kleidung (dunkle Farben vermeiden). Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), Anti-Mückencoils, Mückennetze, etc.
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Klimatabelle

Monat 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12
Min. Temp °C 15 15 15 15 13 8 9 11 14 16 15 15
Max. Temp °C 28 28 28 28 28 29 29 30 31 31 28 27
Feuchtigkeit % 89 91 93 90 87 85 81 71 72 79 82 93
Regentage 17 15 15 12 5 1 1 2 3 6 17 19
Bei den monatlich angegebenen Zahlen handelt es sich um Durchschnittswerte die sich aus einem Beobachtungszeitraum heraus errechnet haben. Nachdem die Wetterlage durch vielerlei Einflüsse ständigen Veränderungen unterworfen ist, können die Angaben nicht als absolut betrachtet werden, sondern sollen eine relative Klimaeinschätzung innerhalb der Monate wiedergeben. Das aktuelle Klima in Ihrem Reiseland erfahren Sie im Internet bei verschiedenen Wetterservice Einrichtungen.
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Botschaft

Botschaft der Republik Sambia

Axel-Springer-Straße 54a
10117 Berlin
Öffnungszeiten: Mo-Fr: 9-13 und 14-16 Uhr
Tel.: (030) 206 29 40
Fax: (030) 206 29 419
E-Mail: info@zambiaembassy.de 
Web: www.zambiaembassy.de

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Hausanschrift:

Embassy of the Federal Republic of Germany
United Nations Avenue
Stand No. 5209
Lusaka
Tel.: (00260 211) 25 06 44, 25 12 59, 25 12 62
Fax: (00260 211) 25 40 14
E-Mail: info@lusaka.diplo.de
Web: www.lusaka.diplo.de

Postanschrift:

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P.O. Box 50120
15101 Ridgeway
Lusaka
Sambia