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Saudi-Arabien

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Stand: April 2012


Malaria Risikogebiete

Wichtige Hinweise

Reisende und Pilger die nach Saudi-Arabien reisen (v.a. Umrah- und Hajj-Reisende) sollten sich über die Einreisevorschriften informieren!

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Malariahinweise

Risikogebiete: Geringes Risiko in den ländlichen Gebieten der Südwest-Provinzen (ausgenommen die Höhenlage der Provinz Asir)

Kein Malariarisiko: Jeddah, Mekka, Medina, Taif

Übertragungsmonate: ganzjährige Gefährdung

Malariaart: über 90 % Malaria tropica (P. falciparum)

Nur Notfallmedikation empfohlen (Standby): ganzjährig in den ländlichen Gebieten der Südwest-Provinzen

Schutz vor Mückenstichen empfohlen: durch langärmelige Kleidung, Sprays, Cremes, Lotionen, Mosquitonetze, etc.

 

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Impfempfehlungen

Krankheit Impfschutz Empfehlung
Diphtherie ja Grundsätzlich sollten alle Personen einen Impfschutz besitzen (Auffrischung alle 10 Jahre)
FSME nein
Gelbfieber nein
Hepatitis A ja Alle Reisende in Länder mit erhöhtem Hepatitis-A-Vorkommen
Hepatitis B Risikogruppen ja Reisende in Gebiete mit erhöhtem Hepatitis B-Vorkommen und bei erhöhtem Infektionsrisiko sowie bei längeren Aufenthalten (> 1 Monat).

Anlässlich einer Reise ist es ratsam, eine Hepatitis B Impfung grundsätzlich in Erwägung zu ziehen. Die Impfung ist für Kinder und Jugendliche in Deutschland routinemäßig empfohlen.
Influenza Risikogruppen ja Für alle Personen ≥ 60. Lebensjahr und Personen mit bestimmten chronischen Erkrankungen (Risikogruppen) ist die Impfung generell empfohlen. Für andere Reisende kann die Influenza-Impfung nach Risikoabwägung entsprechend dem Risiko vor Ort (Exposition) sinnvoll sein. Dabei ist das Auftreten der saisonalen Influenza zu beachten.
Japanische Enzephalitis nein
Keuchhusten ja Alle Erwachsenen sollten bei der nächsten fälligen Tetanus-Diphtherie-Impfung (Td) eine einmalige Impfung gegen Keuchhusten (Tdap) erhalten.
Masern Risikogruppen ja Bei Reisen in Regionen mit aktuellen Ausbrüchen ist eine Schutzimpfung empfohlen. Die STIKO empfiehlt eine einmalige Impfung (vorzugsweise MMR-Impfstoff) den nach 1970 geborenen Personen ≥ 18 Jahre mit unklarem Impfstatus, ohne Impfung oder mit nur einer Impfung in der Kindheit.
Meningokokken-Meningitis ja Reisende in Gebiete mit erhöhtem Meningokokken-Meningitis Vorkommen (z.B. während Trockenzeiten) und/oder erhöhtem Ansteckungsrisiko (z.B. durch engere Kontakte zur Bevölkerung oder längere Aufenthalte in den betroffenen Gebieten)
Pneumokokken Risikogruppen ja Empfohlen für alle Personen ab vollendeten 2. Lebensjahr mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung aufgrund chronischer Erkrankungen (Risikogruppen)
Polio Risikogruppen Reisende in Gebiete mit erhöhtem Polio-Infektionsrisiko
Tetanus ja Grundsätzlich sollten alle Personen einen Impfschutz besitzen (Auffrischung alle 10 Jahre)
Tollwut Risikogruppen ja Reisende in Gebiete mit erhöhtem Tollwut-Vorkommen (z.B. durch Hunde, Katzen und Waldtiere; Auch Fledermäuse können durch einen Biss Tollwut übertragen!) und/oder erhöhter Infektionsgefahr (z.B. durch Langzeitaufenthalte, Rucksack- und/oder Abenteuerreisen). Kinder gelten als besonders gefährdet. Zu den beruflichen Risikogruppen zählen Tierärzte, Jäger und Forstpersonal.
Typhus (parenteral) Risikogruppen ja Reisen in Länder mit unzureichender Hygiene und Trinkwasserversorgung (z.B. während Rucksack- und Abenteuerreisen).
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Impfvorschriften

GELBFIEBER:
Gelbfieberimpfung erforderlich für alle Reisende, die aus Ländern mit Gelbfieber-Infektionsgebieten (Endemiegebieten) kommen. Als Gelbfieber-Endemiegebiete gelten die von der WHO ausgewiesenen (s. Karte Gelbfieber-Verbreitungsgebiete).

POLIO (Kinderlähmung):
Allen Reisenden unter 15 Jahren die aus Ländern mit Polio-Vorkommen nach Saudi-Arabien einreisen, sollten eine gültige Polio-Impfung vorweisen können. Der Impfnachweis kann bereits bei Beantragung des Visums gefordert werden. Personen können bei der Einreise mit einer Dosis OPV (oraler Polio-Impfstoff) nachgeimpft werden. Auch bei Wiedereinreise nach Saudi-Arabien nach Aufenthalt in einem Land mit Polio-Vorkommen wird der Nachweis einer Impfung verlangt. Der Impfschutz darf nicht älter als 10 Jahre sein. In Saudi-Arabien wurden die letzten zwei Poliofälle im Dezember 2004 registriert. Dabei handelte es sich um importierte Poliofälle.

MENINGOKOKKEN-MENINGITIS:
Pilgerreisen nach Mekka (unabhängig von Ramadan, der Hajj und ihren Einreisebestimmungen) beinhalten ein erhöhtes Infektionsrisiko für Meningokokken-Meningitis (eitrige Hirnhautentzündung). Nachdem die Krankheitserreger (Bakterien) durch Tröpfcheninfektion übertragen werden, ist durch die Ansammlung vieler Menschen auf engem Raum (wie im Falle der Hajj) ein erhöhtes Übertragungsrisiko gegeben. Reisenden in die Pilgerstätten wird daher - unabhängig von der bestehenden Einreisevorschrift - zu einem Impfschutz 10 Tage vor Einreise geraten. Der Impfschutz muss laut Einreisevorschrift mit einem sog. tetravalenten Impfstoff (gegen die Serogruppen ACWY) erfolgen und wird von allen Personen älter als 2 Jahre verlangt. Der Impfschutz beträgt 3 Jahre, dann ist einer Wiederimpfung für die Einreise erforderlich. Die Impfung muss in einem Impfausweis eingetragen sein, der den vollständigen Namen des Reisenden beinhaltet. Reise-Rückkehrern oder ihren Kontaktpersonen wird geraten, sich bei Auftreten von Krankheitssymptomen wie starken Kopfschmerzen, hohes Fieber, Übelkeit, Schwindel, Erbrechen, Lichtempfindlichkeit und Nackensteifigkeit sofort an einen Arzt zu wenden.

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Gesundheitsrisiken

Krankheit Anmerkung Schutz
Bilharziose Vorkommen: im Süßwasser
v.a.: Zentrale und westliche Provinzen, Oasen Taif, Tabuk, Wadi Fatima, Qisan, Umgebung von Riyadh
Vermeidung von Hautkontakt mit Süßwasser (Seen, Tümpel, Flüsse und Bächen)
Dengue-Fieber Vorkommen: v.a. Küstenregionen im Westen Schutz vor Mücken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), Anti-Mückencoils, Mückennetze, etc.
diverse Darminfektionen Landesweites Vorkommen von Parasiten, Bakterien, Viren (Wurmbefall, Shigellen, Salmonellen, Amöben, Lamblien) Sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene
Hepatitis B landesweites Vorkommen Impfung. Verwendung von Kondomen und sterilen Spritzen und Nadeln
Kala Azar Vorkommen: vereinzelte Herde im Nordwesten Schutz vor Mücken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), engmaschige Mückennetze.
Leishmaniasis landesweites Vorkommen Schutz vor Mücken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), engmaschige Mückennetze.
Meningokokken-Meningitis Erhöhtes Risiko in den Pilgerstädten während der Hajj Impfung. Vermeidung von größeren Menschenansammlungen (z.B. enge Wohnverhältnisse, überfüllte Verkehrsmittel, etc.)
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Klimatabelle

Monat 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12
Min. Temp °C 8 9 13 18 22 25 26 24 22 16 13 9
Max. Temp °C 21 23 28 32 38 42 42 42 39 34 29 21
Feuchtigkeit % 57 50 51 49 41 39 26 27 33 36 47 64
Regentage 1 1 3 4 1 0 0 0 0 0 0 0
Bei den monatlich angegebenen Zahlen handelt es sich um Durchschnittswerte die sich aus einem Beobachtungszeitraum heraus errechnet haben. Nachdem die Wetterlage durch vielerlei Einflüsse ständigen Veränderungen unterworfen ist, können die Angaben nicht als absolut betrachtet werden, sondern sollen eine relative Klimaeinschätzung innerhalb der Monate wiedergeben. Das aktuelle Klima in Ihrem Reiseland erfahren Sie im Internet bei verschiedenen Wetterservice Einrichtungen.
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Botschaft

Botschaft des Königreichs Saudi-Arabien

Tiergartenstr. 33-34
10785 Berlin
Öffnungszeiten: Mo-Fr: 9-16 Uhr
Tel.: (030) 88 92 50 0
Fax: (030) 88 92 51 79

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Embassy of the Federal Republic of Germany

Diplomatic Quarter
Riyadh
Tel.: (00966 1) 488 07 00
Fax: (00966 1) 488 06 60
E-Mail: info@riad.diplo.de
Web: www.riad.diplo.de

Embassy of the Federal Republic of Germany

P.O. Box 94001
Riyadh 11693
Saudi Arabia