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Spanien

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Stand: April 2012


Malaria Risikogebiete

News

03.03.2012

Spanien: Masern in Alicante

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Wichtige Hinweise

Seit 1961 ist in Spanien im Oktober 2010 wieder zum ersten Mal ein Malariafall berichtet worden. Der Erkrankungsfall trat in Huesca auf. Die Provinzhauptstadt liegt in der Region von Aragón im Nordosten Spaniens. Die Ausrottung der Malaria in Spanien wurde September 1964 durch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bekannt gegeben. In den späten dreißiger bis zu den frühen vierziger Jahren war die Malaria in Spanien noch weitverbreitet. Rund 290.000 Malaria-Erkrankungsfälle und über 1.250 Todesfälle wurden in dieser Zeit landesweit berichtet. Dieser Fall ist seither wieder der erste Erkrankungsfall. Dennoch stuft das Gesundheitsministerium das Malaria-Übertragungsrisiko in der Region als sehr gering ein, da es sich bei dem Erkrankten bislang um einen Einzelfall handelt. Der Patient war zuvor nicht im Ausland unterwegs gewesen, so dass eine importierte Malaria ausgeschlossen werden konnte. Ein durch diesen Fall induziertes Wiederauftreten der Malaria in Spanien wird als sehr unwahrscheinlich eingestuft.

Landesweit besteht eine erhöhte Infektionsgefahr für diverse Infektionskrankheiten die durch verunreinigte Speisen oder Getränke übertragen werden (z.B. Hepatitis A, Typhus, Bakterienruhr, Amöbenruhr, Lambliasis, Wurmerkrankungen). Die im Jahr 2011 registrierten Erkrankungsfälle für meldepflichtige Krankheiten bei deutschen Reisenden betragen für das Vorjahr 2010 für Shigellose 727 (davon Auslandsinfektionen: 79 aus Ägypten, 57 aus Indien, 22 aus der Türkei, 20 aus Marokko, 20 aus Tunesien und weitere u.a. aus Spanien, Peru, Afrika, Indonesien und Sri Lanka). Insgesamt 67 Typhus abdominalis-Erkrankungen wurden im Ausland erworben (43% Indien, 15% Pakistan, 7% Bangladesh, 4% Ägypten und weitere u.a. aus Ghana, Nepal, Irak und Türkei). Sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasser-Hygienemaßnahmen sind stets empfohlen. Vor dem Verzehr und Kauf von Lebensmitteln aus billigen Straßenrestaurants und von Märkten wird gewarnt. In Regionen mit erhöhtem Typhusvorkommen ist bei Reisen unter einfachen hygienischen Bedingungen (z.B. Rucksack- und Trekkingreisen) ein Typhus-Impfschutz und bei Reisen in Länder mit einem erhöhten Hepatitis A-Vorkommen ein Hepatitis A-Impfschutz in Erwägung zu ziehen.

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Impfempfehlungen

Krankheit Impfschutz Empfehlung
Diphtherie ja Grundsätzlich sollten alle Personen einen Impfschutz besitzen (Auffrischung alle 10 Jahre)
FSME nein
Gelbfieber nein
Hepatitis A Risikogruppen ja Alle Reisende in Länder mit erhöhtem Hepatitis-A-Vorkommen
Hepatitis B Risikogruppen ja Reisende in Gebiete mit erhöhtem Hepatitis B-Vorkommen und bei erhöhtem Infektionsrisiko sowie bei längeren Aufenthalten (> 1 Monat).

Anlässlich einer Reise ist es ratsam, eine Hepatitis B Impfung grundsätzlich in Erwägung zu ziehen. Die Impfung ist für Kinder und Jugendliche in Deutschland routinemäßig empfohlen.
Influenza Risikogruppen ja Für alle Personen ≥ 60. Lebensjahr und Personen mit bestimmten chronischen Erkrankungen (Risikogruppen) ist die Impfung generell empfohlen. Für andere Reisende kann die Influenza-Impfung nach Risikoabwägung entsprechend dem Risiko vor Ort (Exposition) sinnvoll sein. Dabei ist das Auftreten der saisonalen Influenza zu beachten.
Japanische Enzephalitis nein
Keuchhusten ja Alle Erwachsenen sollten bei der nächsten fälligen Tetanus-Diphtherie-Impfung (Td) eine einmalige Impfung gegen Keuchhusten (Tdap) erhalten.
Masern Risikogruppen ja Bei Reisen in Regionen mit aktuellen Ausbrüchen ist eine Schutzimpfung empfohlen. Die STIKO empfiehlt eine einmalige Impfung (vorzugsweise MMR-Impfstoff) den nach 1970 geborenen Personen ≥ 18 Jahre mit unklarem Impfstatus, ohne Impfung oder mit nur einer Impfung in der Kindheit.
Meningokokken-Meningitis Risikogruppen ja Reisende in Gebiete mit erhöhtem Meningokokken-Meningitis Vorkommen (z.B. während Trockenzeiten) und/oder erhöhtem Ansteckungsrisiko (z.B. durch engere Kontakte zur Bevölkerung oder längere Aufenthalte in den betroffenen Gebieten)
Pneumokokken Risikogruppen ja Empfohlen für alle Personen ab vollendeten 2. Lebensjahr mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung aufgrund chronischer Erkrankungen (Risikogruppen)
Polio nein
Tetanus ja Grundsätzlich sollten alle Personen einen Impfschutz besitzen (Auffrischung alle 10 Jahre)
Tollwut nein
Typhus (parenteral) nein
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Gesundheitsrisiken

Krankheit Anmerkung Schutz
Borreliose landesweites Vorkommen
Übertragung: durch Zecken v.a. in Gräsern, Sträuchern, Unterholz
Übertragungsmonate: April-Oktober
Schutz vor Zecken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays)
diverse Darminfektionen Landesweites Vorkommen von Parasiten, Bakterien, Viren (Wurmbefall, Shigellen, Salmonellen, Amöben, Lamblien) Sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene
Hepatitis B landesweites Vorkommen Impfung. Verwendung von Kondomen und sterilen Spritzen und Nadeln
Kala Azar Vorkommen: vor allem an der Mittelmeerküste und auf den Balearen Schutz vor Mücken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), engmaschige Mückennetze.
Leishmaniasis Vorkommen: v.a. an der Mittelmeerküste (insbesondere in den Provinzen Alicante und Murcia), auf den Balearen (Mallorca, Menorca, Ibiza und Formentera) und im Süden des Landes;
Übertragung durch Schmetterlingsmücken;
Schutz vor Mücken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), engmaschige Mückennetze.
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Klimatabelle

Monat 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12
Min. Temp °C 2 2 5 7 10 15 17 17 14 10 5 2
Max. Temp °C 9 11 15 18 21 27 31 30 25 20 13 9
Feuchtigkeit % 79 73 68 62 61 54 46 49 59 70 75 78
Regentage 8 7 10 9 10 5 2 3 6 8 9 10
Bei den monatlich angegebenen Zahlen handelt es sich um Durchschnittswerte die sich aus einem Beobachtungszeitraum heraus errechnet haben. Nachdem die Wetterlage durch vielerlei Einflüsse ständigen Veränderungen unterworfen ist, können die Angaben nicht als absolut betrachtet werden, sondern sollen eine relative Klimaeinschätzung innerhalb der Monate wiedergeben. Das aktuelle Klima in Ihrem Reiseland erfahren Sie im Internet bei verschiedenen Wetterservice Einrichtungen.
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Botschaft

Botschaft des Konigreichs Spanien

Lichtensteinallee 1
10787 Berlin
Öffnungszeiten: Mo-Do: 9-17 Uhr und Fr: 9-14 Uhr
Tel.: (030) 254 00 70
Fax: (030) 25 79 95 57
E-Mail: emb.berlin.inf@maec.es
Web: www.spanischebotschaft.de

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Embajada de la República Federal de Alemania

Calle de Fortuny, 8
28010 Madrid
Tel.: (0034) 91 557 90 00
Fax: (0034) 91 310 21 04
E-Mail: info@madrid.diplo.de
Web: www.madrid.diplo.de