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Sri Lanka

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Stand: Februar 2012


Malaria Risikogebiete

News

01.02.2012

Sri Lanka: Über 2.400 Dengue Fieber-Erkrankungen

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27.12.2011

Sri Lanka: Dengue Fieber im Süden von Colombo

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Wichtige Hinweise

Landesweit besteht ein Übertragungsrisiko für Dengue Fieber. Immer wieder werden Häufungen des Dengue Fiebers auf der Insel verzeichnet, insbesondere in der Hauptstadt Colombo in der Westprovinz. Nach Aussage der Gesundheitsbehörden treten in Sri Lanka zweimal jährlich Häufungen von Dengue Fieber-Erkrankungen auf. Zum einen in den Monaten Oktober bis Dezember und zum anderen in der Zeit von Mai bis Juli. Auch Reisende können erkranken. Daher sollten gute Mückenschutzmaßnahmen allzeit durchgeführt werden.

Nach Aussagen des Gesundheitsministeriums ist die Anzahl der Malariafälle in Sri Lanka um rund 25% angestiegen. Landesweit wurden in Sri Lanka im Jahr  2010 rund 580 Erkrankungsfälle registriert. Es wird angenommen, dass klimatische Gründe für eine Zunahme der Mückenpopulationen, die die Erreger der Malaria übertragen, verantwortlich sind. Am stärksten betroffen sind die Regionen Anuradhapura, Polonnaruwa, Hambanthota, Ampara, so wie die nördlichen und östlichen Provinzen. Die Deutsche Tropenmedizinische Gesellschaft stuft das Malariarisiko im Großteil des Landes als gering ein. Ein erhöhtes Risiko besteht nach Aussage der Experten im Nordwesten. Für diese Regionen empfiehlt die DTG ein Malaria-Notfallmedikament mitzuführen, falls es zu einer Malaria kommen sollte und keine medizinische Hilfe erreichbar ist. Die Distrikte von Colombo, Galle, Gampaha, Kalutara, Matara und Nuwara Eliya gelten als malariafrei. Eine medikamentöse Malariaprophylaxe ist in diesen Arealen nicht erforderlich. Grundsätzlich ist Reisenden bei Aufenthalten in Malariarisikogebiete rechtzeitig vor der Reise eine aufklärende reisemedizinische Beratung empfohlen, bei der das individuelle Malariarisiko eingeschätzt werden kann.

Landesweit besteht eine erhöhte Infektionsgefahr für diverse Infektionskrankheiten die durch verunreinigte Speisen oder Getränke übertragen werden (z.B. Hepatitis A, Typhus, Bakterienruhr, Amöbenruhr, Lambliasis, Wurmerkrankungen). Die im Jahr 2011 registrierten Erkrankungsfälle für meldepflichtige Krankheiten bei deutschen Reisenden betragen für das Vorjahr 2010 für Shigellose 727 (davon Auslandsinfektionen: 79 aus Ägypten, 57 aus Indien, 22 aus der Türkei, 20 aus Marokko, 20 aus Tunesien und weitere u.a. aus Spanien, Peru, Afrika, Indonesien und Sri Lanka). Insgesamt 67 Typhus abdominalis-Erkrankungen wurden im Ausland erworben (43% Indien, 15% Pakistan, 7% Bangladesh, 4% Ägypten und weitere u.a. aus Ghana, Nepal, Irak und Türkei). Sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasser-Hygienemaßnahmen sind stets empfohlen. Vor dem Verzehr und Kauf von Lebensmitteln aus billigen Straßenrestaurants und von Märkten wird gewarnt. In Regionen mit erhöhtem Typhusvorkommen ist bei Reisen unter einfachen hygienischen Bedingungen (z.B. Rucksack- und Trekkingreisen) ein Typhus-Impfschutz und bei Reisen in Länder mit einem erhöhten Hepatitis A-Vorkommen ein Hepatitis A-Impfschutz in Erwägung zu ziehen.

Landesweit besteht ein Cholera-Infektionsrisiko - insbesondere in den nördlichen und westlichen Landesteilen, als auch auf der Jaffna-Halbinsel - das insbesondere die einheimische Bevölkerung betrifft. Insbesondere unterernährte, vorerkrankte Menschen mit mangelnder medizinischer Betreuung und einem geschwächten körperlichen Abwehrsystem sind von der Cholera betroffen. Die Infektionsgefahr bei Touristen ist als sehr gering einzustufen. Sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasser-Hygienemaßnahmen sind empfohlen.

Die Tollwut stellt in vielen Regionen des Landes ein Problem dar. Der Hauptüberträger ist der Hund. Rund 40.000 Todesfälle werden jährlich aus dem asiatischen Raum gemeldet. Eine hohe Dunkelziffer wird vermutet. Das Risiko einer Tollwutinfektion hängt von vielen Faktoren ab. Dazu gehören die landesspezifischen Bedingungen, das Verhalten des Reisenden, die Reiseart und Reisedauer. Zum Personenkreis der so genannten "Risikogruppe" gehören "Rucksackreisende", Jäger, Waldarbeiter, Tierpfleger, Tierärzte und Personen mit häufigem Tierkontakt. Der Reisende kann sich durch eine aktive Schutzimpfung gegen Tollwut schützen. Als wichtigste Verhaltensmaßnahme für Reisende gilt, insbesondere in den Tropen und Subtropen, freilaufende Tiere (v.a. Hunde und Katzen) nie zu streicheln oder zu berühren. Bei Bissverletzungen oder im Falle von Blut- bzw. Speichelkontakt durch streunende Tiere ist umgehend ein Arzt bzw. medizinische Hilfe aufzusuchen.

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Malariahinweise

Risikogebiete: Geringes Risiko in den meisten Landesteilen; Erhöhtes Risiko im Nordwesten 

Kein Malariarisiko: In den Distrikten Colombo, Kalutara, Nuwara Eliya, Galle, Gampaha und Matara

Übertragungsmonate: ganzjährige Gefährdung

Malariaart: 12 % Malaria tropica (P. falciparum) ansonsten Malaria tertiana (88% P. vivax)

Nur Notfallmedikation empfohlen (Standby): ganzjährig in den meisten Landesteilen, v.a. im Nordwesten 

Schutz vor Mückenstichen empfohlen: durch langärmelige Kleidung, Sprays, Cremes, Lotionen, Mosquitonetze, etc.

Keine medikamentöse Vorbeugung empfohlen: ganzjährig in den Distrikten Colombo, Kalutara, Nuwara Eliya, Galle, Gampaha und Matara

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Impfempfehlungen

Krankheit Impfschutz Empfehlung
Diphtherie ja Grundsätzlich sollten alle Personen einen Impfschutz besitzen (Auffrischung alle 10 Jahre)
FSME nein
Gelbfieber nein
Hepatitis A ja Alle Reisende in Länder mit erhöhtem Hepatitis-A-Vorkommen
Hepatitis B Risikogruppen ja Reisende in Gebiete mit erhöhtem Hepatitis B-Vorkommen und bei erhöhtem Infektionsrisiko sowie bei längeren Aufenthalten (> 1 Monat).

Anlässlich einer Reise ist es ratsam, eine Hepatitis B Impfung grundsätzlich in Erwägung zu ziehen. Die Impfung ist für Kinder und Jugendliche in Deutschland routinemäßig empfohlen.
Influenza Risikogruppen ja Für alle Personen ≥ 60. Lebensjahr und Personen mit bestimmten chronischen Erkrankungen (Risikogruppen) ist die Impfung generell empfohlen. Für andere Reisende kann die Influenza-Impfung nach Risikoabwägung entsprechend dem Risiko vor Ort (Exposition) sinnvoll sein. Dabei ist das Auftreten der saisonalen Influenza zu beachten.
Japanische Enzephalitis Risikogruppen ja Reisende mit längeren Aufenthalten (ab 4 Wochen) in ländlichen Gebieten, in denen die Japanische Enzephalitis vorkommt, v.a. während Regenzeiten mit gehäufter Verbreitung der Überträgermücken
Keuchhusten ja Alle Erwachsenen sollten bei der nächsten fälligen Tetanus-Diphtherie-Impfung (Td) eine einmalige Impfung gegen Keuchhusten (Tdap) erhalten.
Masern Risikogruppen ja Bei Reisen in Regionen mit aktuellen Ausbrüchen ist eine Schutzimpfung empfohlen. Die STIKO empfiehlt eine einmalige Impfung (vorzugsweise MMR-Impfstoff) den nach 1970 geborenen Personen ≥ 18 Jahre mit unklarem Impfstatus, ohne Impfung oder mit nur einer Impfung in der Kindheit.
Meningokokken-Meningitis nein
Pneumokokken Risikogruppen ja Empfohlen für alle Personen ab vollendeten 2. Lebensjahr mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung aufgrund chronischer Erkrankungen (Risikogruppen)
Polio nein
Tetanus ja Grundsätzlich sollten alle Personen einen Impfschutz besitzen (Auffrischung alle 10 Jahre)
Tollwut Risikogruppen ja Reisende in Gebiete mit erhöhtem Tollwut-Vorkommen (z.B. durch Hunde, Katzen und Waldtiere; Auch Fledermäuse können durch einen Biss Tollwut übertragen!) und/oder erhöhter Infektionsgefahr (z.B. durch Langzeitaufenthalte, Rucksack- und/oder Abenteuerreisen). Kinder gelten als besonders gefährdet. Zu den beruflichen Risikogruppen zählen Tierärzte, Jäger und Forstpersonal.
Typhus Risikogruppen ja Reisen in Länder mit unzureichender Hygiene und Trinkwasserversorgung (z.B. während Rucksack- und Abenteuerreisen).
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Impfvorschriften

Gelbfieber:
Gelbfieberimpfung erforderlich für alle Reisende (Kinder über 1 Lj.), die aus Gelbfieber-Infektionsgebieten (Endemiegebieten) kommen. Als Gelbfieber-Endemiegebiete gelten die von der WHO ausgewiesenen (s. Karte Gelbfieber-Verbreitungsgebiete).
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Gesundheitsrisiken

Krankheit Anmerkung Schutz
Cholera Vorkommen: v.a. in Puttalam Health Division, Kurenegala Health Division und den Distrikten Arachchikattuwa, Chilaw, Kalpitiya, Marawila, Bingiriya, Kurunegala Sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene.
Dengue-Fieber Vorkommen: landesweit Schutz vor Mücken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), Anti-Mückencoils, Mückennetze, etc.
diverse Darminfektionen Landesweites Vorkommen von Parasiten, Bakterien, Viren (Wurmbefall, Shigellen, Salmonellen, Amöben, Lamblien) Sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene
Filariosen Vorkommen: vor allem an der Südwestküste Schutz vor Insekten, v.a. Mücken durch hautbeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), Anti-Mückencoils, Mückennetze, etc.
Fleckfieber Vorkommen: vor allem im Süden Schutz vor Kleiderläusen durch kontinuierliche und ordentliche Hygienemaßnahmen (sorgfältige Reinigung und regelmäßiger Wechsel der Wäsche). Impfung nur in seltenen Fällen empfohlen !
Hepatitis B landesweites Vorkommen Impfung. Verwendung von Kondomen und sterilen Spritzen und Nadeln
Japanische Enzephalitis Vorkommen: ländliche Gebiete < 1200m v.a. Reisanbaugebiete im zentralen Hochland, sowie die Küstenebene um Colombo
Übertragungsmonate: ganzjährig mit saisonaler Häufung: Oktober-Januar, Mai-Juni
Impfung. Schutz vor Mücken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), Anti-Mückencoils, Mückennetze, etc.
Tollwut landesweites Vorkommen Impfung. Fernhalten von freilaufenden, streunenden Tieren (v.a. Hunden und Katzen)
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Klimatabelle

Monat 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12
Min. Temp °C 22 22 23 24 26 25 25 25 25 24 23 22
Max. Temp °C 30 31 31 31 31 29 29 29 29 29 29 29
Feuchtigkeit % 70 69 69 72 77 79 78 77 76 77 76 72
Regentage 7 6 8 14 19 18 14 11 13 19 16 10
Bei den monatlich angegebenen Zahlen handelt es sich um Durchschnittswerte die sich aus einem Beobachtungszeitraum heraus errechnet haben. Nachdem die Wetterlage durch vielerlei Einflüsse ständigen Veränderungen unterworfen ist, können die Angaben nicht als absolut betrachtet werden, sondern sollen eine relative Klimaeinschätzung innerhalb der Monate wiedergeben. Das aktuelle Klima in Ihrem Reiseland erfahren Sie im Internet bei verschiedenen Wetterservice Einrichtungen.
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Botschaft

Botschaft der Demokratischen Sozialistischen Republik Sri Lanka

Niklasstraße 19
14163 Berlin-Zehlendorf
Öffnungszeiten: Mo-Fr: 9.30-12.30 Uhr
Tel.: (030) 80 90 97 49
Fax: (030) 80 90 97 57
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Web: www.srilanka-botschaft.de

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Hausanschrift:

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Colombo 3
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Postanschrift:

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Sri Lanka