USA
Stand: April 2012
Malaria Risikogebiete
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USA: Rotalgen in Lee County, Florida
mehr...Wichtige Hinweise
Keuchhusten (Pertussis) stellt in vielen Regionen ein Problem dar. Im Jahr 2010 wurde in Kalifornien sogar ein trauriger Höchststand registrierter Keuchhustenfälle erreicht. Insgesamt wurden 8.383 Keuchhustenfälle aus Kalifornien berichtet. So viele Erkrankungen wurden seit über 60 Jahren nicht mehr registriert (zuletzt 1947: 9.934). Die kalifonischen Behörden betonen die Wichtigkeit des Impfschutzes für Säuglinge, Kinder und ihre Kontaktpersonen und führen Aufklärungskampagnen in der Bevölkerung durch. Insgesamt wurden in den USA rund 17.000 Keuchhustenfälle im Jahr 2009 registriert. Reisende sollten darauf achten, dass im Falle einer anstehenden Auffrischung gegen Tetanus- und/oder Diphtherie im Rahmen einer Reise, auch an die Mitimpfung von Keuchhusten gedacht wird.
Eine Tollwutinfektionsgefahr in einigen Stadtparks bleibt weiterhin bestehen. Im vergangenen Jahr 2010 haben die Behörden für den Central Park in New York City eine Tollwutwarnung ausgesprochen. Grund dafür waren 28 tollwütige Waschbären die im oder in der Nähe des Central Parks registriert wurden. Die Stadtverwaltung zeigte sich besorgt, da die Zahl der Fälle die Zahlen der Vorjahre von nur drei Fällen im Zeitraum 2003 bis November 2009 stark überstiegen hatte. Durch die infizierten Waschbären besteht die Gefahr der Virusübertragung auf den Menschen. Der Grund für die starke Zunahme ist derzeit noch unbekannt. Impfkampagnen der Tiere wurden im New York's Central Park, Morningside Park und Riverside Park eingeleitet. Die Gesundheitsbehörden hatten im Jahr 2010 insgesamt 10 offizielle Tollwutmeldungen aus Manhattan erhalten - darunter alleine acht Meldungen im Monat Dezember. Zuvor wurde nur ein Fall im Zeitraum 2003 bis 2008 berichtet. Obgleich Waschbären, Stinktiere, Füchse und Kojoten die gefährlichsten Infektionsquellen darstellen, sind es dennoch die Fledermäuse die in den USA am häufigsten die Tollwut auf den Menschen übertragen. In den USA nimmt das Tollwut-Übertragungsrisiko durch Fledermäuse auf den Menschen erheblich zu. Vor rund 60 Jahren infizierten sich ungefähr 90% aller Tollwutpatienten in den USA durch Hundebisse. Heute wird die Tollwut häufiger durch Fledermäuse übertragen als durch Hunde. Zwischen 3 - 5 Todesfälle werden in Nordamerika jährlich durch Fledermausbisse verursacht. Untersuchungen zeigten, dass nur 8% der Patienten, bei denen ein Fledermaus-spezifisches Tollwutvirus nachgewiesen werden konnte, sich an eine Bissverletzung erinnern konnten. 38% konnten sich an einen Körperkontakt mit einer Fledermaus erinnern und 21% hatten in ihren Häusern und ihrem Lebensumfeld Fledermäuse. Ein gutes Drittel der Patienten, bei denen ein Fledermaus-spezifisches Tollwutvirus nachgewiesen wurde, konnte sich an überhaupt keinen Kontakt mit Fledermäusen erinnern. Ein zehn Jahre altes Mädchen ist im Jahr 2006 im Norden von Indiana an Tollwut erkrankt, nachdem sie von einer Fledermaus attackiert wurde. Das Kind starb vier Monate nach dem tödlichen Biss. Dieser Fall ist der erste Tollwutfall im Bundesstaat Indiana seit 1959. Für USA Reisende, die in Regionen mit erhöhten Fledermaus-Vorkommen reisen, ist wichtig zu wissen, dass der Biss einer Fledermaus unter Umständen unbemerkt bleiben kann. Da Fledermäuse über sehr kleine Zähne verfügen, besteht die Gefahr, dass der Biss nicht wahrgenommen wird und die Infektionsgefahr unerkannt bleibt. In den meisten Tollwutfällen die in den USA auftreten, handelt es sich jedoch um Wildtollwut. Betroffen sind vor allem Füchse, Stinktiere, Waschbären und Wölfe. Das Risiko einer Tollwutinfektion hängt von vielen Faktoren ab. Dazu gehören u.a. die landesspezifischen Bedingungen, das Verhalten des Reisenden, die Reiseart und Reisedauer. Zum Personenkreis der so genannten "Risikogruppe" gehören "Rucksackreisende", Jäger, Waldarbeiter, Tierpfleger, Tierärzte und Personen mit häufigem Tierkontakt. Auch Personen, die mit Fledermäusen in Kontakt stehen - unter anderem auch Höhlenforscher und Höhlenbesucher - gehören in den USA zu den Risikogruppen, denen eine vorbeugende Impfung gegen Tollwut empfohlen wird. Der Reisende kann sich ebenfalls durch eine Schutzimpfung gegen Tollwut schützen. Als wichtigste Verhaltensmaßnahme für Reisende gilt jedoch, sich von freilaufenden Tieren (v.a. Füchse, Stinktiere, Waschbären) fernzuhalten und auch die Kadaver nicht zu berühren. Bei Bissverletzungen durch Fledermäuse oder im Falle von Blut- bzw. Speichelkontakt durch streunende Tiere ist umgehend ein Arzt bzw. medizinische Hilfe aufzusuchen.
| Krankheit | Impfschutz | Empfehlung |
|---|---|---|
| Diphtherie | ja | Grundsätzlich sollten alle Personen einen Impfschutz besitzen (Auffrischung alle 10 Jahre) |
| FSME | nein | |
| Gelbfieber | nein | |
| Hepatitis A | nein | |
| Hepatitis B | Risikogruppen ja |
Reisende in Gebiete mit erhöhtem Hepatitis B-Vorkommen und bei erhöhtem Infektionsrisiko sowie bei längeren Aufenthalten (> 1 Monat). Anlässlich einer Reise ist es ratsam, eine Hepatitis B Impfung grundsätzlich in Erwägung zu ziehen. Die Impfung ist für Kinder und Jugendliche in Deutschland routinemäßig empfohlen. |
| Influenza | Risikogruppen ja | Für alle Personen ≥ 60. Lebensjahr und Personen mit bestimmten chronischen Erkrankungen (Risikogruppen) ist die Impfung generell empfohlen. Für andere Reisende kann die Influenza-Impfung nach Risikoabwägung entsprechend dem Risiko vor Ort (Exposition) sinnvoll sein. Dabei ist das Auftreten der saisonalen Influenza zu beachten. |
| Japanische Enzephalitis | nein | |
| Keuchhusten | ja | Alle Erwachsenen sollten bei der nächsten fälligen Tetanus-Diphtherie-Impfung (Td) eine einmalige Impfung gegen Keuchhusten (Tdap) erhalten. |
| Masern | Risikogruppen ja | Bei Reisen in Regionen mit aktuellen Ausbrüchen ist eine Schutzimpfung empfohlen. Die STIKO empfiehlt eine einmalige Impfung (vorzugsweise MMR-Impfstoff) den nach 1970 geborenen Personen ≥ 18 Jahre mit unklarem Impfstatus, ohne Impfung oder mit nur einer Impfung in der Kindheit. |
| Meningokokken-Meningitis | nein | |
| Pneumokokken | Risikogruppen ja | Empfohlen für alle Personen ab vollendeten 2. Lebensjahr mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung aufgrund chronischer Erkrankungen (Risikogruppen) |
| Polio | nein | |
| Tetanus | ja | Grundsätzlich sollten alle Personen einen Impfschutz besitzen (Auffrischung alle 10 Jahre) |
| Tollwut | Risikogruppen ja | Reisende in Gebiete mit erhöhtem Tollwut-Vorkommen (z.B. durch Hunde, Katzen und Waldtiere; Auch Fledermäuse können durch einen Biss Tollwut übertragen!) und/oder erhöhter Infektionsgefahr (z.B. durch Langzeitaufenthalte, Rucksack- und/oder Abenteuerreisen). Kinder gelten als besonders gefährdet. Zu den beruflichen Risikogruppen zählen Tierärzte, Jäger und Forstpersonal. |
| Typhus (parenteral) | nein |
| Krankheit | Anmerkung | Schutz |
|---|---|---|
| Borreliose |
Vorkommen: nördliche und östliche Staaten Erreger: Bakterien (Borrelien) Übertragung: durch Zecken v.a. in Gräsern, Sträuchern, Unterholz Übertragungsmonate: April-September |
Schutz vor Zecken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays) |
| Dengue-Fieber | Vorkommen: im südlichen Texas im Spätsommer/Herbst | Schutz vor Mücken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), Anti-Mückencoils, Mückennetze, etc. |
| Pest | Vorkommen: vereinzelte Herde im mittleren Westen und Westen | Schutz vor Ratten (z.B. durch sichere Schlafplätz bei Übernachtungen im Freien) und Flöhen (häufiger hygienischer Wäschewechsel). Reisende sollten sich von Pestkranken fernhalten. Bei beruflicher Exposition können vorbeugend Antibiotika eingenommen werden. |
| Tollwut | landesweites Vorkommen | Impfung. Fernhalten von freilaufenden, streunenden Tieren (v.a. Hunden und Katzen) |
| West-Nil-Fieber |
Vorkommen: Alabama, Arkansas, Florida, Georgia, Illinois, Indiana, Iowa, Kentucky, Louisiana, Maryland, Massachusetts, Michigan, Minnesota, Mississippi, Missouri, Nebraska, New York, North Dakota, Ohio, Oklahoma, South Carolina, South Dakota, Tennessee, Texas, Virginia, Wisconsin und der Distrikt Columbia,Connecticut, Pennsylvania Übertragungsmonate:vorwiegend Spätsommer/Herbst |
guter Mückenschutz |
| Monat | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Min. Temp °C | -1 | -1 | 3 | 8 | 14 | 18 | 21 | 20 | 16 | 11 | 5 | 0 |
| Max. Temp °C | 8 | 8 | 13 | 19 | 24 | 29 | 31 | 30 | 26 | 21 | 13 | 8 |
| Feuchtigkeit % | 62 | 60 | 60 | 60 | 63 | 61 | 66 | 67 | 70 | 70 | 68 | 65 |
| Regentage | 7 | 6 | 6 | 5 | 9 | 7 | 7 | 6 | 5 | 5 | 6 | 6 |
| Bei den monatlich angegebenen Zahlen handelt es sich um Durchschnittswerte die sich aus einem Beobachtungszeitraum heraus errechnet haben. Nachdem die Wetterlage durch vielerlei Einflüsse ständigen Veränderungen unterworfen ist, können die Angaben nicht als absolut betrachtet werden, sondern sollen eine relative Klimaeinschätzung innerhalb der Monate wiedergeben. Das aktuelle Klima in Ihrem Reiseland erfahren Sie im Internet bei verschiedenen Wetterservice Einrichtungen. | ||||||||||||
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