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Venezuela

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Stand: April 2012


Malaria Risikogebiete

News

14.04.2012

Venezuela: Chagas-Krankheit in Caracas

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Wichtige Hinweise

In einigen Regionen des Landes besteht ein erhöhtes Malariarisiko. Viele Erkrankungen werden aus dem südöstlichen Bundesstaat Bolivar berichtet. Reisende in Regionen mit Malariavorkommen, sollten unbedingt eine reisemedizinische Beratung vor der Abreise aufsuchen. Welches Medikament und welche Prophylaxeform (Chemoprophylaxe oder Notfallmedikation) für den jeweiligen Reisenden die Richtige ist, kann dabei durch ein ärztliches Gespräch geklärt werden. Alle Reisenden, die nach Rückkehr Fieber und/oder Zeichen eines grippalen Infektes entwickeln, sollten sich umgehend in ärztliche Behandlung begeben, um möglichst früh eine Malaria erkennen und behandeln zu können.

Landesweit besteht ein Übertragungsrisiko für Dengue Fieber (auch auf der Insel Margarita). Eine beachtlich hohe Zahl an Erkrankungen wurde im November 2010 mit über 114.000 Fällen registriert. Die Erkrankungen wurden u.a. aus Falcón, Miranda, Zulia, Merida, Capital District Tachira, Lara und Aragua berichtet. Dengue Fieber wird ganzjährig durch Mücken übertragen. Reisende sollten daher gute Mückenschutzmaßnahmen durchführen.

Venezuela gilt als Land mit Gelbfieber-Infektionsgebieten. Im Grenzgebiet zu Brasilien, in der Parima-Region im Staat Amazonas, sowie in Bolivar besteht ein generelles Gelbfieber-Übertragungsrisiko. Die meisten Fälle wurden in Zulia (v.a. aus den Dörfern Jesus Maria Semprun, Colon und Machiques de Perija), Sucre (Merida) und Tachira (Uribante) registriert. Daher sind ein sorgfältiger Mückenschutz sowie eine Gelbfieber-Impfung medizinisch unbedingt empfohlen.

Landesweit besteht ein Tollwutrisiko. Die Tollwutinfektion kann durch Haustiere (Hunde, Katzen) oder aber auch durch Fledermäuse erfolgen. Der Biss der Fledermaus kann u. U. unbemerkt bleiben, da Fledermäuse über sehr kleine Zähne verfügen. Das beinhaltet die Gefahr, dass der Biss nicht wahrgenommen wird und somit die Infektionsgefahr unerkannt bleibt. Das Risiko einer Tollwutinfektion hängt von vielen Faktoren ab. Dazu gehören die landesspezifischen Bedingungen, das Verhalten des Reisenden, die Reiseart und Reisedauer. Zum Personenkreis der so genannten "Risikogruppe" gehören "Rucksackreisende", Jäger, Waldarbeiter, Tierpfleger, Tierärzte und Personen mit häufigem Tierkontakt. Der Reisende kann sich durch eine aktive Schutzimpfung gegen Tollwut schützen. Als wichtigste Verhaltensmaßnahme für Reisende gilt, insbesondere in den Tropen und Subtropen, freilaufende Tiere (v.a. Hunde und Katzen) nie zu streicheln oder zu berühren. Bei Bissverletzungen oder im Falle von Blut- bzw. Speichelkontakt durch streunende Tiere ist umgehend ein Arzt bzw. medizinische Hilfe aufzusuchen.

Landesweit besteht eine erhöhte Infektionsgefahr für diverse Infektionskrankheiten die durch verunreinigte Speisen oder Getränke übertragen werden (z.B. Hepatitis A, Typhus, Bakterienruhr, Amöbenruhr, Lambliasis, Wurmerkrankungen). Daher sollten sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasser-Hygienemaßnahmen stets durchgeführt werden. Vor dem Verzehr und Kauf von Lebensmitteln aus billigen Straßenrestaurants und von Märkten wird gewarnt. Der Verzehr von Meeresfrüchten (insbesondere Austern und Muscheln) sowie von rohem Fisch (v.a. das beliebte Rohfischgericht "Ceviche") und der Kauf von Fisch in Dosen oder Flaschen am Strand sollte vermieden werden. Bei Reisen unter einfachen hygienischen Bedingungen (z.B. Rucksack- und Trekkingreisen) in Regionen mit erhöhtem Typhusvorkommen, ist daher ein Typhus - Impfschutz sinnvoll. Bei Reisen in Länder mit einem erhöhten Hepatitis A-Vorkommen sollte ein Hepatitis A-Impfschutz in Erwägung gezogen werden.

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Malariahinweise

Risikogebiete: in südlichen und östlichen Provinzen

Kein Malariarisiko: Städte, Zentral- und Westküste und Insel Margarita

Übertragungsmonate: ganzjährige Gefährdung

Malariaart: Mehr als 10% Malaria tropica (P. falciparum), ansonsten Malaria tertiana (P. vivax)

Nur Notfallmedikation empfohlen (Standby): ganzjährig in südlichen und östlichen Provinzen

Schutz vor Mückenstichen empfohlen: durch langärmelige Kleidung, Sprays, Cremes, Lotionen, Mosquitonetze, etc.

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Impfempfehlungen

Krankheit Impfschutz Empfehlung
Diphtherie ja Grundsätzlich sollten alle Personen einen Impfschutz besitzen (Auffrischung alle 10 Jahre)
FSME nein
Gelbfieber ja Alle Reisende in Gebiete und Länder mit Gelbfiebervorkommen
Hepatitis A ja Alle Reisende in Länder mit erhöhtem Hepatitis-A-Vorkommen
Hepatitis B Risikogruppen ja Reisende in Gebiete mit erhöhtem Hepatitis B-Vorkommen und bei erhöhtem Infektionsrisiko sowie bei längeren Aufenthalten (> 1 Monat).

Anlässlich einer Reise ist es ratsam, eine Hepatitis B Impfung grundsätzlich in Erwägung zu ziehen. Die Impfung ist für Kinder und Jugendliche in Deutschland routinemäßig empfohlen.
Influenza Risikogruppen ja Für alle Personen ≥ 60. Lebensjahr und Personen mit bestimmten chronischen Erkrankungen (Risikogruppen) ist die Impfung generell empfohlen. Für andere Reisende kann die Influenza-Impfung nach Risikoabwägung entsprechend dem Risiko vor Ort (Exposition) sinnvoll sein. Dabei ist das Auftreten der saisonalen Influenza zu beachten.
Japanische Enzephalitis nein
Keuchhusten ja Alle Erwachsenen sollten bei der nächsten fälligen Tetanus-Diphtherie-Impfung (Td) eine einmalige Impfung gegen Keuchhusten (Tdap) erhalten.
Masern Risikogruppen ja Bei Reisen in Regionen mit aktuellen Ausbrüchen ist eine Schutzimpfung empfohlen. Die STIKO empfiehlt eine einmalige Impfung (vorzugsweise MMR-Impfstoff) den nach 1970 geborenen Personen ≥ 18 Jahre mit unklarem Impfstatus, ohne Impfung oder mit nur einer Impfung in der Kindheit.
Meningokokken-Meningitis nein
Pneumokokken Risikogruppen ja Empfohlen für alle Personen ab vollendeten 2. Lebensjahr mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung aufgrund chronischer Erkrankungen (Risikogruppen)
Polio nein
Tetanus ja Grundsätzlich sollten alle Personen einen Impfschutz besitzen (Auffrischung alle 10 Jahre)
Tollwut Risikogruppen ja Reisende in Gebiete mit erhöhtem Tollwut-Vorkommen (z.B. durch Hunde, Katzen und Waldtiere; Auch Fledermäuse können durch einen Biss Tollwut übertragen!) und/oder erhöhter Infektionsgefahr (z.B. durch Langzeitaufenthalte, Rucksack- und/oder Abenteuerreisen). Kinder gelten als besonders gefährdet. Zu den beruflichen Risikogruppen zählen Tierärzte, Jäger und Forstpersonal.
Typhus (parenteral) Risikogruppen ja Reisen in Länder mit unzureichender Hygiene und Trinkwasserversorgung (z.B. während Rucksack- und Abenteuerreisen).
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Impfvorschriften

Gelbfieber:
Es besteht keine Impfvorschrift, aber eine ausdrückliche Impfempfehlung für die Risikogebiete.

Venezuela gilt als Land mit Gelbfieber-Infektionsgebieten (v.a. Amazonas-Staat). Daher empfiehlt die WHO nachdrücklich die Impfung für alle Reisende ab dem 9. Lebensmonat in Gelbfieber-Infektionsgebiete (d.h. für alle Regionen aus denen humane Gelbfieberfälle gemeldet wurden bzw. das Gelbfieber-Virus bei Primaten nachgewiesen wurde).

Laut WHO ist für folgende Regionen keine Gelbfieberimpfung empfohlen: Aragua, Carabobo, Miranda, Vargas, Yaracuy, Didstrito Federal, Falcon, Lara, die Gemeinde Paez in der Provinz Zuila, Insel Margarita, Caracas und Valencia.

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Gesundheitsrisiken

Krankheit Anmerkung Schutz
Bilharziose Vorkommen: landesweit im Süßwasser
v.a. in ländlichen Gebieten von Maracay, Aragua, Corabobo, Valencia
Vermeidung von Hautkontakt mit Süßwasser (Seen, Tümpel, Flüsse und Bächen)
Chagas-Krankheit Vorkommen: ländliche Gebiete im Norden Bei Übernachtungen im Freien: Schutz vor dem Überträger, der sog. Raubwanze, die sich v.a. in Lehmhütten aufhält und nachtaktiv ist
Cholera Infektonsgebiete v.a. in den Staaten: Anzoátegui, Delta Amacuro, Monagas, Nueva Esparta, Sucre Sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene.
Dengue-Fieber Vorkommen: landesweit Schutz vor Mücken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), Anti-Mückencoils, Mückennetze, etc.
diverse Darminfektionen Landesweites Vorkommen von Parasiten, Bakterien, Viren (Wurmbefall, Shigellen, Salmonellen, Amöben, Lamblien) Sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene
Filariosen Vorkommen: vereinzelte Herde in ländlichen Gebieten Schutz vor Insekten, v.a. Mücken durch hautbeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), Anti-Mückencoils, Mückennetze, etc.
Gelbfieber Infektionsgebiete: v.a. in den südlichen Landesteilen in den Staaten Amazonas (Parima Region) und Bolivar (Gran Sabana Region) Impfung. Schutz vor Mücken durch hautbeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), Anti-Mückencoils, Mückennetze, etc.
Hepatitis B landesweites Vorkommen Impfung. Verwendung von Kondomen und sterilen Spritzen und Nadeln
Leishmaniasis landesweites Vorkommen Schutz vor Mücken durch hautbedeckende Kleidung. Verwendung von insektenabweisenden Mitteln (Cremes, Lotionen, Sprays), engmaschige Mückennetze.
Tollwut landesweites Vorkommen Impfung. Fernhalten von freilaufenden, streunenden Tieren (v.a. Hunden und Katzen)
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Klimatabelle

Monat 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12
Min. Temp °C 13 13 14 16 17 17 16 16 16 16 16 14
Max. Temp °C 24 25 26 27 27 26 26 25 27 26 25 26
Feuchtigkeit % - - - - - - - - - - - -
Regentage 6 2 3 4 9 14 15 15 13 12 13 10
Bei den monatlich angegebenen Zahlen handelt es sich um Durchschnittswerte die sich aus einem Beobachtungszeitraum heraus errechnet haben. Nachdem die Wetterlage durch vielerlei Einflüsse ständigen Veränderungen unterworfen ist, können die Angaben nicht als absolut betrachtet werden, sondern sollen eine relative Klimaeinschätzung innerhalb der Monate wiedergeben. Das aktuelle Klima in Ihrem Reiseland erfahren Sie im Internet bei verschiedenen Wetterservice Einrichtungen.
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Botschaft

Botschaft der Bolivarischen Republik Venezuela

Schillstraße 10
10785 Berlin
Öffnungszeiten: Mo-Fr: 9-16 Uhr
Tel.: (030) 83 22 40 0
Fax: (030) 83 22 40 20
E-Mail: embavenez.berlin@botschaft-venezuela.de
Web: www.botschaft-venezuela.de

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Embajada de la República Federal de Alemania

Avenida Eugenio Mendoza (Principal de la Castellana) y Avenida José Angel Lamas,
Edif. La Castellana, 10. Stock - La Castellana
Caracas
Tel.: (0058 212) 219 25 00
Fax: (0058 212) 261 06 41
E-Mail: infro@caracas.diplo.de
Web: www.caracas.diplo.de

Embajada de la República Federal de Alemania

Apartado 2078
Caracas 1010 A
Venezuela