Keuchhusten


Wann wird geimpft?

Säuglinge und Kleinkinder: zum frühestmöglichen Zeitpunkt, d.h. nach Vollendung des 2. Lebensmonat

Erwachsene: Die in Deutschland maßgebende Expertenkommission für Impffragen "STIKO" (Ständige Impfkommission am Robert Koch-Institut) empfiehlt, für alle Erwachsene eine einmalige Keuchhusten-Impfung, gemeinsam mit der nächst fälligen Tetanus-Diphtherie-Impfung (Tdap-Impfstoff).

Routineimpfung

Nachdem der Impfschutz gegen Keuchhusten in Deutschland allgemein empfohlen ist, besteht eine Kostenübernahme durch die Krankenkassen.

Grundimmunisierung:

Im Rahmen des von der STIKO für Deutschland festgelegten Impfkalenders für Säuglinge, Kleinkinder, Kinder, Jugendliche und Erwachsene.

Auffrischung:

Säuglinge und Kleinkinder:
Nach erfolgter Impfung als Säugling/Kleinkind (ab vollendeten 2. Lebensmonat) laut Impfkalender der STIKO, ist eine Auffrischimpfung mit 5-6 Jahren und 9-17 Jahren empfohlen.

Erwachsene:

Eine einmalige Impfung in Kombination mit der nächst fälligen Tetanus-Diphtherie-Impfung ist ausreichend. Jede Tetanus-Diphtherie-Auffrischimpfung, d.h. auch im Verletzungsfall, sollte Anlass sein, wenn eine Indikation für die Keuchhusten-Impfung besteht, diese gemeinsam mit Tetanus-Diphtherie aufzufrischen (mit sog. Tdap-Impfstoff).

Tetanus-Diphtherie-Keuchhusten-(Polio)-Kombi-Impfung:

Da ein monovalenter Keuchhusten-Impfstoff nicht zur Verfügung steht, ist die Auffrischung mit einer Tetanus-Diphtherie-Impfung empfohlen. Bei Reisen in Länder mit Polio-Vorkommen (Kinderlähmung) steht zusätzlich ein Kombinations-Impfstoff gegen Tetanus-Diphtherie-Polio und Keuchhusten zur Verfügung (sog. Tdap-IPV-Impfstoff).

Nebenwirkungen:

Mögliche Nebenwirkungen richten sich nach dem verwendeten Impfstoff und sollten mit dem Arzt vor jeder Impfung besprochen werden.

Wann darf nicht geimpft werden:

Bei verschiedenen akuten und chronischen Erkrankungen sowie bei Allergien gegen Impfbestandteile.

Wichtige Anmerkung:

Die persönliche Verträglichkeit und Empfehlung der Impfung sollte auf jeden Fall vor jeder Impfung mit dem Impfarzt eingehend besprochen werden.