Röteln

Wann wird geimpft - Standardimpfung

  • Die Impfung wird von der STIKO (Ständige Impfkommission) für alle Kinder standardmäßig empfohlen.
  • Ungeimpfte oder nur einmal geimpfte Frauen oder Frauen mit unklarem Impfstatus im gebärfähigen Alter ist die Impfung empfohlen. Um vor der gefährlichen Rötelnembryopathie zu schützen, wird Frauen im gebärfähigen Alter eine Röteln-Schutzimpfung empfohlen.
  • Allen nach 1970 geborenen Personen (einschl. Auszubildende, Praktikanten, Studenten, Ehrenamtliche) in besonderen Tätigkeitsbereichen z.B. in Fach-, Berufs- und Hochschulen, Medizinischen Einrichtungen und sonstigen Einrichtungen human-medizinischer Heilberufe, Laborpersonal mit Kontakt zu potenziell infektiösem Material, Pflege- und Gemeinschaftseinrichtungen sowie Einrichtungen zur gemeinschaftlichen Unterbringung von AsylbewerberInnen, Ausreisepflichtigen, Flüchtlingen und Spätaussiedlern ist eine MMR-Impfung empfohlen.

Impfstoff

  • Lebendimpfstoff
  • In Deutschland ist ein monovalenter Röteln-Impfstoff  nicht mehr erhältlich.
  • Die STIKO empfiehlt daher die Impfung gegen Röteln mit dem Kombinationsimpfstoff (MMR-Impfstoff) durchzuführen (Masern-Mumps-Röteln).
  • Die Impfung gegen Röteln gehört nicht zu den Reiseimpfungen.

Impfung

  • Zwei Impfungen sind zur Sicherstellung des Impfschutzes im Kindesalter erforderlich.
  • Eine einmalige MMR-Impfung wird als Standardimpfung für alle nach 1970 geborenen Erwachsenen mit unklarem Impfstatus, ohne Impfung oder mit nur einer Impfung in der Kindheit empfohlen.
  • In besonderen beruflichen Tätigkeitsbereichen ist eine 2-malige Impfung mit einem MMR-Impfstoff für Personen die nach 1970 geboren sind indiziert.
  • Ungeimpfte Frauen oder Frauen mit unklarem Impfstatus im gebärfähigen Alter: Zweimalige Impfung
  • Einmal geimpfte Frauen im gebärfähigen Alter und ungeimpfte Personen oder Personen mit unklarem Impfstatus in Einrichtungen der Pädiatrie, der Geburtshilfe und der Schwangerenbetreuung sowie in Gemeinschaftseinrichtungen: Einmalige Impfung

Nebenwirkungen

Mögliche Nebenwirkungen richten sich nach dem verwendeten Impfstoff und sollten mit dem Arzt vor jeder Impfung besprochen werden. 


Wann darf nicht geimpft werden

Bei einigen akuten und chronischen Erkrankungen sowie bei Allergien gegen Impfbestandteile und in der Schwangerschaft.


Wichtige Anmerkungen

Die persönliche Verträglichkeit und Empfehlung der Impfung sollte auf jeden Fall vor jeder Impfung mit dem Impfarzt eingehend besprochen werden.