Röteln


Wann wird geimpft?

Personen bis 18. Lebensjahr wird empfohlen:

  • Kinder gemäß dem Impfkalender (Standardimpfungen) für Kinder der STIKO (Ständige Impfkommission am Robert Koch-Institut).

 Personen ab dem 18. Lebensjahr wird empfohlen:

  • Ungeimpfte Frauen oder Frauen mit unklarem Impfstatus im gebärfähigen Alter
  • Einmal geimpfte Frauen im gebärfähigen Alter
  • Ungeimpfte Personen oder Personen mit unklarem Impfstatus in Einrichtungen der Pädiatrie, der Geburtshilfe und der Schwangerenbetreuung sowie in Gemeinschaftseinrichtungen.


Impfstoff:

Lebendimpfstoff


Wichtig:

Die Schutzimpfung wird kombiniert mit Masern und Mumps geimpft – sogenannte Masern-Mumps-Röteln-Impfung (MMR-Impfung). Monovalente Röteln-Impfstoffe sind seit Ende März 2013 nicht mehr im Handel.

Laut STIKO ist eine MMR-Impfung auch empfohlen für alle nach 1970 geborene ungeimpfte bzw. in der Kindheit nur einmal geimpfte Personen, insbesondere wenn sie im Gesundheitsdienst, in der Betreuung von Immundefizienten oder in Gemeinschaftseinrichtungen arbeiten.


Impfung:

Kinder: gemäß STIKO Impfkalender

Ungeimpfte Frauen oder Frauen mit unklarem Impfstatus im gebärfähigen Alter:
Zweimalige Impfung

Einmal geimpfte Frauen im gebärfähigen Alter und ungeimpfte Personen oder Personen mit unklarem Impfstatus in Einrichtungen der Pädiatrie, der Geburtshilfe und der Schwangerenbetreuung sowie in Gemeinschaftseinrichtungen:
Einmalige Impfung


Impfschutz:

Damit Immunitätslücken geschlossen werden und um Personen die nicht auf die Impfung angesprochen haben (sog. „Nonresponder“) zu erfassen (ca. 5%), empfiehlt die STIKO generell eine 2. MMR-Impfung. Sie kann frühestens vier Wochen nach der 1. MMR-Impfung erfolgen.

Es gibt lt. STIKO in der Fachliteratur keine Hinweise auf vermehrte unerwünschte Wirkungen nach mehrmaligen MMR-Impfungen.

Um vor der gefährlichen Rötelnembryopathie zu schützen, wird Frauen im gebärfähigen Alter eine Röteln-Schutzimpfung empfohlen.


Nebenwirkungen:

Reaktionen wie Rötungen, Schwellung und Schmerzen im Bereich der Injektionsstelle oder auch Allgemeinreaktionen wie z.B. Fieber, Unwohlsein, Kopf- und Gliederschmerzen können innerhalb der ersten 72 Stunden auftreten, klingen dann aber in aller Regel ab.

Schwere unerwünschte Arzneimittelwirkungen nach Impfungen sind äußerst selten. Zeitgleich mit der Impfung auftretende Erkrankungen anderer Ursache können als unerwünschte Impfwirkung imponieren und sollten daher unbedingt ärztlich auf ihre Ursache abgeklärt werden.

Mögliche Nebenwirkungen richten sich nach dem verwendeten Impfstoff und sollten mit dem Arzt vor jeder Impfung besprochen werden. 


Wann darf nicht geimpft werden:

Bei einigen akuten und chronischen Erkrankungen, sowie bei Allergien gegen Impfbestandteile und in der Schwangerschaft. Ärztliche Abklärung erforderlich..


Wichtige Anmerkungen:

Die persönliche Verträglichkeit und Empfehlung der Impfung sollte auf jeden Fall vor jeder Impfung mit dem Impfarzt eingehend besprochen werden.