tucan
  • AIDS wird durch Infektion mit einem Retrovirus (HIV = Humanes Immunschwäche-Virus) verursacht.
  • Infolge einer HIV-Infektion entwickelt sich zunehmend eine Immunschwäche.
  • Das HI-Virus wird durch Sexualkontakte, sowie durch Blut und Körperflüssigkeiten übertragen.
  • Schutzmaßnahmen: Kondome, "safer sex", sterile Injektionsbestecke

Vorkommen

  • Weltweite Anzahl der HIV-Infizierten 2019: 38 Mio. (UNAIDS 2020)
  • Anzahl der Neuinfektionen 2019: 1,7 Mio. (UNAIDS 2020)
  • Die meisten HIV-Infizierten leben in Süd- und Ost-Afrika: 20,7 Mio. (UNAIDS 2020)
  • In Asien und dem Pazifischen Raum beträgt die Zahl der HIV-Infizierten 5,8 Mio. (UNAIDS 2020) 
  • In West- und Zentralafrika beträgt die Zahl der HIV-Infizierten 4,9 Mio. (UNAIDS 2020)
  • In Lateinamerika und der Karibik beträgt die Zahl der HIV-Infizierten 2,43 Mio. (UNAIDS 2020) 
  • In West- und Zentraleuropa, und Nordamerika beträgt die Zahl der HIV-Infizierten 2,2 Mio. (UNAIDS 2020)
  • In Osteuropa und Zentralasien beträgt die Zahl der HIV-Infizierten 1,7 Mio. (UNAIDS 2020)
  • In Nordafrika und dem Mittleren Osten beträgt die Zahl der HIV-Infizierten 240.000 (UNAIDS 2020) 

Beschwerden

  • AIDS (Acquired Immunodeficiency Syndrom, Erworbenes Immundefekt-Syndrom) wird durch Infektion mit einem Retrovirus, HIV = Humanes Immunschwäche-Virus, verursacht.
  • Nach einer Infektion kann es zu grippeähnlichen Symptomen wie Fieber, Nachtschweiß, geschwollene Lymphknoten und Übelkeit kommen.
  • Häufige Beschwerden einer akuten HIV-Infektion sind Fieber, Abgeschlagenheit, Müdigkeit, Unwohlsein, Nachtschweiß, Krankheitsgefühl, Kopfschmerzen, Appetitverlust, Übelkeit, Gelenk- und Muskelschmerzen, Hautausschlag, Durchfall, Schmerzen beim Schlucken, Geschwüre im Mund und Gewichtsverlust.
  • In der Folge entwickelt sich beim Menschen eine zunehmende Immunschwäche
  • Krankheitserreger, die normalerweise für ein intaktes Immunsystem keine Bedrohung darstellen, können bei einer HIV-Infektion  zu ernsten Erkrankungen führen.
  • Die auf diese Weise entstandenen Krankheiten nennt man opportunistische Infektionen.
  • Eine HIV-Infektion verläuft in mehreren Krankheitsphasen, die unterschiedlich lang andauern können.
  • HI-Viren infizieren wichtige Abwehrzellen des Körpers (bestimmte Lymphozyten) und zerstören sie. Ist ein ausreichender Teil der Lymphozyten zerstört, kommt es in gehäuftem Maße zu immer neuen opportunistischen Infektionen, die schließlich zum Tode führen.

Übertragung

  • Das HI-Virus wird durch Sexualkontakte, sowie durch Blut und Körperflüssigkeiten übertragen.
  • Ebenso können Mütter während der Schwangerschaft und vor allem bei der Geburt das Virus auf das Kind übertragen.
  • HIV-Infektionen und AIDS treten weltweit auf. Global betrachtet werden ungefähr Dreiviertel aller HIV-Infektionen, insbesondere in Afrika südlich der Sahara, Asien, Mittel- und Südamerika, durch ungeschützten heterosexuellen Geschlechtsverkehr vermittelt.
  • In Deutschland wurden unter den gemeldeten Fällen als Infektionsweg ca. 50 % homosexuelle Männer, ca. 20 % ungeschützter heterosexueller Kontakt und ca. 12 % durch i.v. Drogengebrauch (sog. "needle sharing") und HIV-infiziertes Blut und Blutprodukte angegeben.
  • HIV wird nicht durch normale soziale Kontakte übertragen.

Schutz

  • Konsequenter Gebrauch von Kondomen
  • Vermeidung risikoreicher Sexualpraktiken ("safer sex").
  • Verwendung von sterilen Injektionsnadeln und -utensilien bei Drogenbenutzern.
HIV-Virus iStock / xrender HIV-Schleife, Weltkugel iStock/Catherine Lane Kondome iSTock / K_attapon Spritzbesteck iStock / Stas_V