tucan
  • Weltweites Vorkommen (v.a. Nordamerika und Mitteleuropa)
  • Die Badedermatitis wird durch freischwimmende Schwanzlarven verursacht
  • Schwanzlarven dringen durch die Haut ein und verursachen einen stark juckenden Hautausschlag.
  • Der Hautausschlag heilt meist von selbst ab.
  • Vermeidung von Haut-Süßwasserkontakt (baden, schwimmen in Gewässern mit Enten)

Vorkommen

  • weltweit (v.a. Nordamerika und Mitteleuropa)
  • in Mitteleuropa z.B. Voralpen, Holsteinische Seenplatte
  • In Süßwassergewässern (Seen, Teiche, Weiher), in denen Enten leben, geben diese über ihren Kot Wurmeier ins Wasser ab. Die geschlüpften Larven befallen Wasserschnecken (Zwischenwirt). Diese Larven suchen sich in der Regel Enten als Endwirt (dort entwickeln sie sich zu fertigen Saugwürmern weiter). Irrtümlich können die Larven aber auch die Haut von badenden Menschen durchbohren. Da der Mensch ein Fehlwirt ist, sterben die Schwanzlarven gewöhnlich in der Haut nach wenigen Tagen von selber ab.
  • Bei ungefähr Temperaturen über 24 °C werden die Larven freigesetzt (v.a. in flachen und wasserpflanzenreichen Uferzonen)

Beschwerden

  • Die Badedermatitis wird durch freischwimmende Schwanzlarven von Saugwürmern (sog. Zerkarien) verursacht
  • Bei Wasserkontakt (z.B. baden, schwimmen) dringen die Schwanzlarven durch die Haut ein und verursachen in kurzer Zeit (wenige Minuten bis zu einer Stunde) einen stark juckenden Hautausschlag.
  • Der Hautausschlag heilt meist von selbst ab.
  • Starke Hautreaktionen werden häufig medikamentös behandelt.
  • Dringen viele Schwanzlarven beim badenden Menschen in die Haut, kann es zu starken allergischen Reaktionen kommen.
  • Auch bei einem Zweitbefall kann es zur stärkeren Abwehrreaktion des Körpers kommen.

Bedeutung für Reisende

  • Reisende, die in tropischen und subtropischen Regionen unterwegs waren und bei denen eine Badedermatitis nach Süßwasserkontakt auftritt, sollten einen Arzt aufsuchen, um eine Schistosomeninfektion (Bilharziose) abklären (Differenzialdiagnose) zu lassen bzw. ggf. frühzeitig behandeln zu können.

Übertragung

  • Die Erregerübertragung erfolgt durch Hautkontakt mit infektiösen Schwanzlarven im Süßwasser (z.B. beim Baden, Wassersport, Spielen, Waschen, Trinken und Durchwaten von infektiösen Gewässern).

Schutz

  • Vermeidung von Haut-Süßwasserkontakt (baden, schwimmen in Gewässern mit Enten)
  • Bei Reisen in Bilharziosegebiete sollte der Hautkontakt zu tropischen und subtropischen Süßgewässern vermieden werden (Seen, Flüssen, Bächen, Sümpfen, Reisfeldern, Bewässerungssystemen, etc.).
  • Bei auffälligen Hautveränderungen, sollte ein Arzt zur Abklärung der Ursache aufgesucht werden.
  • Bei Hilfseinsätzen (Brunnen- und Bewässerungsbau in tropischen/subtropischen Regionen) sollte eine Schutzkleidung bei Wasserkontakt getragen werden.
  • Nachträgliches Abduschen, Abtrocknen oder Desinfizieren der Haut verhindert nicht den Befall durch Schwanzlarven im Süßwasser.
Badesee iStock /Ian Redding Ente interMEDIS