Brucellose

Synonyme: Gibraltar-Fieber, Morbus Bang, Bang´sche Krankheiten, Malta-Fieber, Mittelmeerfieber

Die Brucellose wird durch Bakterien (sog. Brucellen) verursacht. Die Erkrankung ist weltweit verbreitet. In den vergangenen Jahren wurden Krankheitsfälle vor allem auch bei Reisenden aus Mittelmeerländern, Lateinamerika, Asien und Afrika beobachtet. Die Krankheit ist durch wellenförmig auftretendes Fieber gekennzeichnet. Fieber kann im Anfangsstadium oft das einzige Krankheitszeichen sein. Im weiteren Verlauf kann es zu Knochen- und Gelenkschmerzen, Herzrhythmusstörungen, Schwellung der Lymphknoten, der Leber und Milz, sowie zu Ausfällen verschiedener Gehirn- und anderer Organfunktionen kommen. Bei ca. 20 - 40% der Infizierten kann es zu Komplikationen der Knochen und Gelenke mit starken Schmerzen kommen. Die Erkrankung wird medikamentös mit Antibiotika behandelt.

Übertragung:

Die Bakterien halten sich vor allem in Nutztieren auf (Schafe, Ziegen, Rinder, Schweine). Die Übertragung erfolgt in der Regel über die Nahrungsmittelaufnahme durch rohe Milchprodukten (v.a. nichtpasteurisierte Milch, Rohkäse) und Fleisch aber auch durch direkten Kontakt zu infizierten Tieren (über Eintrittspforten, wie Auge, Mund, Nase, aber auch kleine Verletzungen der Haut oder Schleimhaut, etc.). Die Brucellen können auf beinahe jeden Weg in den Körper eindringen. Daher sind Personen in der Landwirtschaft und Tiermedizin, sowie Fleischer und Schäfer besonders gefährdet.

Schutz:

Es gibt keine spezifischen Schutzmaßnahmen. Durch die Vermeidung von rohen Milchprodukten (bzw. Abkochen von Milch vor dem Verzehr), vor allem im Mittelmeerraum, sowie sich Fernhalten von Nutztierstallungen kann das Infektionsrisiko verringert werden. Bei unklaren Fieberzuständen nach Reisen sollte bei der Abklärung der Ursache auch an die Möglichkeit einer Brucellose gedacht werden.