Enterobiasis

Die Enterobiasis (syn. Oxyuriasis) wird durch Madenwürmer (sog. Enterobius vermicularis) verursacht. Madenwürmer kommen weltweit in allen Klimazonen insbesondere bei Kindern vor. Die meisten Infektionen verlaufen ohne oder nur mit sehr geringen Beschwerden. Typischerweise ist ein - meist nächtlich auftretender - Juckreiz am After. Bei starken Wurmbefall können zusätzlich auch Bauchschmerzen, Durchfall, Übelkeit und Krämpfe auftreten. Gelegentlich können die Würmer im Körper zu Infektionsherden führen (z.B. Blinddarmentzündung). In der Regel ist dieser Wurmbefall jedoch harmlos und heilt auch oft spontan wieder ab. Um einer Wiederinfektion vorzubeugen werden meistens alle Mitglieder einer Familie, eines Kindergartens, o.ä. behandelt und müssen den vorbeugenden Schutzmaßnahmen folgen.

Übertragung:

Die Madenwurm-Eier werden durch Schmierinfektionen übertragen (fäkal-oral). Als Vehikel dienen oft direkte Körperkontakte (z.B. Hände schütteln), verunreinigte Lebensmittel (häufig Salat, Obst, ungekochtes Gemüse) und Gegenstände (Unterwäsche, Bettwäsche). Bei Kindern findet meistens eine Übertragung durch direkte Körperkontakte beim gemeinsamen Spielen oder aber auch durch gemeinsame Spielsachen statt. Die Wurmeier können auch durch Staub übertragen werden, so dass mehrere Familien- und/oder Gemeinschaftsmitglieder dadurch angesteckt werden können. Aus diesem Grund tritt der Madenwurmbefall häufig auch als Gruppeninfektion in Kindergärten, Klassenzimmern und Gemeinschaftseinrichtungen auf.

Schutz:

Sorgfältige Hygienemaßnahmen: z.B. gründliches Händewaschen und Fingernägel bürsten v.a. nach der Toilette, kurze Fingernägel, das Tragen von Schlafanzug und Unterhosen während des Schlafens, Auskochen der Wäsche und Reinigung verunreinigter Gegenstände mit heißem Wasser.