Fasziolose

(siehe auch) Saugwurmbefall

Die Fasziolose wird durch den großen Leberegel (Fasciola hepatica) hervorgerufen und ist weltweit verbreitet. Laut Schätzungen der WHO sind rund 2,5 Millionen Menschen weltweit infiziert. Die Erkrankung richtet sich in der Häufigkeit ihres Vorkommens stark nach den Ernährungsgewohnheiten der Bevölkerung. Daher werden eine erhöhte Anzahl an Erkrankungen aus dem Nildelta, Peru, Kuba, Frankreich oder dem Nahen Osten berichtet. Sporadische Erkrankungsfälle werden u.a. aus Europa (einschließlich Deutschland, Österreich, Schweiz), sowie Mittel- und Südamerika, Afrika und Asien beobachtet.

Die Mehrzahl der Infektionen verläuft ohne Beschwerden und wird daher auch oft nicht bemerkt. Bei einem akutem Krankheitsverlauf kommt es u.a. zunächst zu Fieber, Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und einem Anschwellen der Leber. Im weiteren Verlauf der Erkrankung kann es zu chronischen Entzündungen und immer wieder auftretenden Verschlüssen der Gallengänge mit kolikartigen Schmerzen kommen. Kommt es zu einem ernsthaften Krankheitsverlauf mit Komplikationen, können die Würmer auch andere Organe befallen und dort zu Entzündungen und Eiterherden führen, die in vereinzelten Fällen bleibende gesundheitliche Schäden hervorrufen oder tödlich sein können. Die Fasziolose ist medikamentös zu behandeln. Bei vielen Patienten kann es durch ein Absterben der Würmer zu einer Spontanheilung kommen.

Übertragung:

Zur Übertragung des großen Leberegels kommt es durch den Verzehr roher Salate, Gemüse und wildwachsender Pflanzen (v.a. Brunnen- bzw. Wasserkresse), an denen die infektiösen Stadien der Parasiten haften (sog. Metazerkarien). In selteneren Fällen kann die Übertragung der Metazerkarien auch über verunreinigtes Trinkwasser oder das Kauen an Stroh- bzw. Grashalmen, an denen die Parasiten behaftet sind, erfolgen.

Schutz:

Durch das Vermeiden des Verzehrs von Brunnen- bzw. Wasserkresse sowie anderen ungekochten Wildpflanzen als auch des Kauens an Grashalmen kann ein Infektionsrisiko nahezu ausgeschlossen werden.