Flussblindheit

Synonym: Onchozerkose

tucan
  • Die sog. Flussblindheit ist eine chronische Erkrankung die durch Fadenwürmer (Filarien) verursacht wird.
  • Die Würmer werden durch Kriebelmücken übertragen.
  • Typischerweise treten Hautknoten und andere Hautveränderung auf.
  • In ca. 10% kann die Erkrankung zur Blindheit führen.
  • 99% der Infizierten leben in Afrika.

Die Flussblindheit (sog. Onchozerkose) wird durch Fadenwürmer (sog. Onchocerca volvulus, Filarienart) verursacht. Typischerweise treten Hautknoten und andere Hautveränderung auf. Im weiteren Verlauf kann es zu Augenstörungen und in ca. 10% zur Blindheit kommen. Auf dem amerikanischen Kontinent wurde 1992 ein Bekämpfungsprogramm gegen Onchozerkose eingeleitet und erreichte bis 2011, dass nur mehr sechs Staaten in Lateinamerika von der Krankheit betroffen waren. Aufgrund erfolgreicher Ausrottungsprogramme wurde in den nachfolgenden Jahren die Erkrankung in folgenden Ländern für ausgerottet erklärt: 2013 in Kolumbien; 2014 in Ecuador; 2015 in Mexiko; 2016 Guatemala.

Übertragung:

Die Flussblindheit wird durch den Stich der Kriebelmücke übertragen, die an Flussläufen und Bächen Afrikas und Mittel- und Südamerikas brütet. Mehr als 99% der Infizierten leben in 31 Ländern Afrikas. Des Weiteren tritt die Erkrankung – neben Brasilien und Venezuela - auch noch in umschriebenen Gebieten im Jemen auf. Für Reisende stellt dieser Wurmbefall jedoch eine seltene Erkrankung dar.

Schutz:

Guter Mückenschutz