Hepatitis C

tucan
  • Die Hepatitis C spielt für Reisende nur eine untergeordnete Rolle.
  • Bei i.v. Drogenabhängigen tritt Hepatitis C häufiger auf.
  • Hepatitis-C-Viren werden über Körperflüssigkeiten, insbesondere durch Blut übertragen.
  • Das Stechen von Piercings oder Tätowierungen sollten in Ländern mit niedrigen Hygienestandard vermieden werden.
  • Schutzmaßnahmen bestehen u.a. im konsequenten Gebrauch von Kondomen sowie der Verwendung von sterilen Injektionsnadeln und -utensilien.

Vorkommen

  • Hepatitis C tritt weltweit auf mit Schwerpunkten in Nord-Afrika, sowie Zentral- und Ost-Asien.
  • Im Jahr 2019 wurden in Deutschland 6.633 Hepatitis C-Fälle berichtet.
  • Weltweit rund 71 Millionen Menschen chronisch mit dem Hepatitis-C-Virus infiziert. Ungefähr 399.000 sterben jährlich an den Folgen der Erkrankung (WHO).
  • Die Hepatitis C ist eine relativ häufige Erkrankung, wobei sie für Reisende nur eine untergeordnete Rolle spielt.
  • Bei i.v. Drogenabhängigen tritt eine Hepatitis C überdurchschnittlich häufig auf und zeigt in vielen Fällen einen chronischen Verlauf. 

Beschwerden

Die Mehrzahl der Hepatitis-C-Infektionen verläuft beschwerdearm und oft unerkannt. Allerdings entwickelt sich oft ein chronischer Verlauf, der im Verlauf zu ernsthaften und tödlichen Folgen, wie der Leberzirrhose und dem Leberkrebs führen kann.

Übertragung

  • Das Hepatitis-C-Virus wird über Körperflüssigkeiten, insbesondere über kontaminiertes Blut übertragen.
  • Risikogruppen bilden vor allem i.v. Drogenkonsumenten, die gemeinsame Spritzbestecke verwenden („needle sharing“)
  • Bei unzureichenden Hygienevorkehrungen können beim Tätowieren oder Piercen – vor allem in Ländern mit niedrigen Hygienestandard – durch verunreinigte Spritzbestecke, Hepatitis-B- und -C-Viren übertragen werden.
  • Hepatitis-C-Viren kommen auch in Körperflüssigkeiten wie z.B. Speichel, Schweiß, Tränen und Sperma vor. Dies spielt als Übertragungsweg jedoch nur eine untergeordnete Rolle.

Schutz

  • Konsequenter Gebrauch von Kondomen,
  • Vermeidung risikoreicher Sexualpraktiken ("safer sex")
  • Verwendung von sterilen Injektionsnadeln und -utensilien bei Drogenbenutzern
  • Eine Impfung gegen Hepatitis C existiert nicht.

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