tucan
  • Die Hepatitis E ist eine akute Lebererkrankung die weltweit auftritt.
  • Die Zusammensetzung des Virus (sog. Genotypen) ist regional unterschiedlich und verursacht unterschiedliche Beschwerden.
  • In Asien und Afrika treten meist Genotyp 1 und Genotyp 2 auf.
  • Vor allem der Genotyp 1 kann bei Schwangeren zu einer schwerwiegenden Leberentzündung führen.
  • Die Übertragung erfolgt in Ländern mit niedrigen Hygienestandard meist fäkal-oral durch verunreinigtes Trinkwasser oder Nahrungsmittel.
  • Sorgfältige Hygienemaßnahmen v.a. in der Trinkwasser- und Nahrungsmittelhygiene können schützen.

Vorkommen

  • Die Hepatitis E ist eine akute Lebererkrankung die weltweit auftritt. Sie tritt vor allem in Nord-Afrika (v.a. Ägypten, Sudan) und Asien (v.a. Südostasien, Irak)
  • Weltweit werden jährlich 20 Millionen Hepatitis E-Infektionen angenommen (3,3 Millionen symptomatische Hepatitis E-Fälle, so wie 44.000 Todesfälle).
  • Im Jahr 2019 wurden 3.706 Hepatitis-E-Erkrankungen in Deutschland gemeldet.

Beschwerden

  • Hepatitis E wird durch Viren verursacht. Je nach Zusammensetzung des Virus (sog. Genotypen) wird ein unterschiedliches geografisches Auftreten, sowie Unterschiede im Beschwerdebild beobachtet.
  • Infektionen mit dem Genotyp 3 der in Deutschland vorwiegend beobachtet wird, verlaufen meist mild mit u.a. Fieber, Bauchschmerzen, Müdigkeit, Entfärbung des Stuhls und Dunkelfärbung des Urins; gelegentlich können auch neurologische Beschwerden hinzutreten.
  • In der Regel verläuft die Infektion akut, selbstlimitierend, mild und mit allgemeinen Symptomen ab.
  • Erste Beschwerden können 15 - 64 Tage nach Infektion beobachtet werden.
  • In Asien und Afrika treten meist Genotyp 1 und Genotyp 2 auf. Vor allem der Genotyp 1 kann bei Schwangeren, v.a. im letzten Schwangerschaftsdrittel zu einer schwerwiegenden Leberentzündung führen mit einer Todesrate von bis zu 30 %.
  • Für den in Deutschland auftretenden Genotyp 3 hingegen, gibt es keinen Hinweis, dass er bei Schwangeren die Prognose der Infektion verschlechtert.
  • In Deutschland werden Infektionen mit dem Genotyp 1 zw. 2 gelegentlich bei Reiserückkehrern beobachtet.

Übertragung

  • Die Übertragung der Hepatitis-E-Viren erfolgt in Ländern mit niedrigen Hygienestandard meist fäkal-oral durch verunreinigtes Trinkwasser bzw. Nahrungsmittel
  • In Industrieländern erfolgt die Übertragung vor allem durch den Verzehr von unzureichend gegarten Schweine- und Wildfleisch, Muscheln oder auch über kontaminierte Blutprodukte.
  • Eine Mensch-zu-Mensch-Übertragung ist bei Genotyp 1 und 2 durch Schmierinfektion (engen Personenkontakt) möglich.

Schutz

  • sorgfältigen Hygienemaßnahmen
  • gute Trinkwasser- und Lebensmittelhygiene
  • In Deutschland und anderen Industrieländern mit Vorkommen von Genotyp 3 sollten Produkte von Schwein und Wild, insbesondere Innereien, nur durchgegart verzehrt werden (d.h. Erhitzen über 71 °C über mind. 20 min.).
  • Eine Impfung gegen Hepatitis E existiert in China, ist aber in Europa nicht zugelassen.
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