Hymenolepiasis

(siehe auch) Bandwurmbefall

Der Zwergbandwurmbefall (syn. Hymenolepiasis) wird durch Zwergbandwürmer (Hymenolepis nana) verursacht, die vor allem in wärmeren Regionen vorkommen. Der Zwergbandwurm ist der häufigste Bandwurm des Menschen. Die Zahl der Infizierten wird auf rund 75 Millionen geschätzt. Besonders betroffen sind Kinder, vor allem in Gemeinschaftseinrichtungen, sowie in Regionen mit mangelhaften sanitären bzw. hygienischen Standard. Die meisten Infektionen laufen beschwerdefrei und dadurch unbemerkt. In seltenen Fällen können Magen-Darm Beschwerden auftreten. Die Behandlung erfolgt medikamentös und kann bei Gruppeninfektionen auf die Behandlung der gesamten Gruppe ausgedehnt werden.

Übertragung:

Die Übertragung der Wurmeier erfolgt direkt von Mensch zu Mensch durch fäkal-orale Schmierinfektionen. Bei Kindern findet meistens eine Übertragung durch direkte Körperkontakte beim gemeinsamen Spielen oder aber auch durch gemeinsame Spielsachen statt. Ebenfalls ist die Übertragung der Eier durch Fäkalien verunreinigtes Trinkwasser und Nahrungsmittel möglich.

Schutz:

Sorgfältige Hygienemaßnahmen (z.B. Händewaschen und Fingernägel bürsten, Reinigung verunreinigter Gegenstände mit heißem Wasser), sowie gründliche Trinkwasser- und Nahrungsmittelhygienemaßnahmen.