Irukandji Syndrom

Ganzjährig ist für alle Badegäste und Taucher um Nord-Queensland (Australien) - am Großen Barrier-Riff - Vorsicht geboten. Denn hier wird in küstennahen Gewässern häufig das Vorkommen der Würfelquallen, sog. Irukandji-Quallen (Carukia barnesi) beobachtet. Australische Wissenschaftler nehmen an, dass durch Hautkontakt mit dieser Quallenart nicht nur unangenehme Hautreaktionen, sondern auch lebensbedrohliche Atem- und Herzbeschwerden hervorgerufen werden können.

Durch die sog. Nesselkapseln die sich an den fadenförmigen Tentakeln der Würfelqualle befinden und bei Kontakt eine Giftflüssigkeit in die Haut des Opfers spritzen, können sehr unterschiedliche, körperliche Beschwerden auftreten (u.a. Bauchkrämpfe, Übelkeit, Brechreiz, Kopf- und/oder Rückenschmerzen, sowie eine allgemein erhöhte Schmerzempfindlichkeit). Man spricht in diesem Zusammenhang auch von dem "Irukandji Syndrom". Im Rahmen dieses Syndroms kann es zu einem lebensbedrohlichen Schock mit starken Herz- und Atembeschwerden kommen. Die Beschwerden treten in der Regel 20-30 Minuten nach dem Quallen-Hautkontakt auf. Die Nesselstiche der Qualle können auf der Haut als Rötung sichtbar werden, manchmal aber auch unerkannt bleiben.

Badegästen, Schnorchlern und Tauchern (v.a. Nachttauchern) wird empfohlen jeglichen Hautkontakt mit Quallen zu vermeiden. Kommt es dennoch zu einem Kontakt sollte die entsprechende Hautregion mit Essig abgewaschen und gekühlt werden. Bei weiteren Beschwerden, ist umgehend medizinische Hilfe aufzusuchen.