Vorkommen

  • Vorkommen vor allem in Südostasien und in weiten Teilen von China, Indien, Korea, Japan im West-Pazifik und in Nordaustralien (Torres Strait, Queensland).
  • In der Region Asien-Pazifik ist die Japanische Enzephalitis die Hauptursache für Gehirnentzündungen (Enzephalitiden) beim Menschen.
  • Die Japanische Enzephalitis wird durch Viren (sog. Arboviren) verursacht.
  • Jährlich werden der WHO weltweit rund 68.000 symptomatische Fälle der Japanischen Enzephalitis und 13.600-20.400 Todesfälle gemeldet, davon rund die Hälfte aller Erkrankungsfälle vom Festland China.
  • Man geht jedoch davon aus, dass nur rund 10% der tatsächlich aufgetretenen symptomatischen Fälle der WHO übermittelt werden.
  •  Am meisten gefährdet sind Kinder bis zu 15 Jahre.

Beschwerden

  • Die meisten JE-Fälle in der Bevölkerung verlaufen ohne Beschwerden.
  • Wenn Patienten Beschwerden entwickeln, so sind diese meist milde und in Form von grippeähnlichen Beschwerden (z.B. Schnupfen, Husten, Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall).
  • Einer von 250 symptomatischen Patienten erkrankt schwer mit neurologischen Beschwerden (z.B. Verwirrtheit, Lähmungen, Krampfanfälle, Bewusstseinsstörungen, parkinsonähnliche Beschwerden).
  • Kommt es zu einem schweren Verlauf so versterben ca. ein Drittel der Patienten, während 30-50% der Überlebenden anhaltende neurologische und psychiatrische Schäden hat (z.B. motorische, kognitive und/oder sprachliche Defizite oder Krampfanfälle).
  • Eine spezifische Behandlung gegen Japanische Enzephalitis gibt es nicht. 
    Ein erhöhtes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf besteht zum Beispiel während der Schwangerschaft, im höheren Alter oder auch bei fehlender Immunität.

Übertragung

  • Die JE-Viren (Gattung Flaviviren) werden durch Stechmücken (Culex-Art) übertragen die vor allem nachtaktiv sind. Sie brütet in Reisfeldern und sticht hauptsächlich kurz nach Sonnenuntergang und na​ch Mitternacht. Eine Übertragung tagsüber kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, v.a. wenn die Mücken gestört werden, wenn man z.B. durch ihre Ruhestätten watet.
  • Die Übertragung in den Tropen findet ganzjährig statt, in den Subtropen und gemäßigten Klimazonen überwiegend saisonal.
  • Die Hauptsaison der meisten Übertragungen schwankt von Region zu Region.
  • In den gemäßigten Klimazonen von Japan und Korea findet die Hauptübertragungszeit in den Monaten Mai bis September statt, in Thailand, Kambodscha und Vietnam zwischen April bis Oktober und in Nepal und Nord-Indien zwischen September und Dezember.

Schutz

  • Schutzimpfung gegen Japanische Enzephalitis
  • Grundsätzlich ist das Risiko für Reisende sich zu infizieren gering, aber dem niedrigen Risiko steht ein möglicherweise schwerer Verlauf der Erkrankung gegenüber.
  • Neben dem Impfschutz sind gute Mückenschutzmaßnahmen zu jeder Tages- und Nachtzeit empfohlen.