Lassa-Fieber

tucan
  • Lassa Fieber tritt vor allem in Westafrika auf.
  • Jährlich werden ca. 100.000 – 300.000 Menschen mit Lassa-Virus infiziert; 1–2% versterben.
  • Von 1974 - 2017 wurden in Deutschland fünf importierte Lassa-Krankheitsfälle durch Reisende gemeldet.

Das Lassa-Fieber wird durch Viren verursacht. Die Beschwerden des Lassa-Fiebers sind zunächst sehr unspezifisch. Nach einer Inkubationszeit von ca. 3 - 21 Tagen kann es zu Fieber kommen. In den meisten Fällen (80%) heilt das Lassa-Fieber ohne größere Beschwerden ab und führt nur in wenigen Fällen zu einem lebensbedrohlichen Verlauf mit Schock und Organversagen. Die Erkrankung "Lassa" ist nach einer Stadt im Nordosten Nigerias benannt. Dort wurde 1969 die Erkrankung beschrieben und das Virus erstmals nachgewiesen. Das Lassa-Fieber ist - insbesondere für Reisende - eine sehr seltene, gleichzeitig jedoch eine sehr ernst zu nehmende Erkrankung. Rund 10 - 20 % der stationär versorgten Patienten versterben an den Folgen der Virusinfektion. Das Vorkommen von Lassa-Fieber wurde bisher aus folgenden Ländern gemeldet: Nigeria, Liberia, Sierra Leone, Guinea, Mali, Senegal, Burkina Faso, Ghana und der Elfenbeinküste.

Übertragung:

Übertragen wird die Viruserkrankung vor allem durch Ratten. Die Tiere scheiden das Virus durch ihren Urin aus und können dadurch Betten, Böden und Lebensmittelvorräte der Landbevölkerung verunreinigen. Die Übertragung auf den Menschen findet somit zumeist durch eine "orale Aufnahme" von verunreinigten Nahrungsmitteln und Trinkwasser bei mangelnder Hygiene statt. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch erfolgt hauptsächlich durch direkten Kontakt mit Erkrankten. Die Patienten scheiden das Virus v.a. mit dem Urin, Erbrochenem oder Blut aus. Eine Übertragung durch eine sog. "Tröpfcheninfektion" (mittels Atemluft) ist ebenfalls möglich, jedoch - sofern man nicht "direkt angehustet wird" - als ein sehr geringes Infektionsrisiko einzustufen.

Schutz:

Sorgfältige Hygienemaßnahmen und gute Trinkwasser- und Lebensmittelhygiene in Risikogebieten können die Infektionsgefahr reduzieren.

Ratte (1) iStock / MarcLane45