Loiasis

Synonym: Loa-Loa

Die Loiasis (syn. Loaose, Loa-Loa-Infektion) wird durch Fadenwürmer (Filarien), sog. "Loa Loa" verursacht. Diese Fadenwürmerart tritt im west-, ost- und zentralafrikanischen Regenwaldgebiet (zwischen Benin und Angola im Westen und Südsudan bis Uganda im Osten) auf. Laut Angaben der WHO sind rund 13 Millionen Menschen mit Loa-Loa infiziert. Die Infektion muss jedoch nicht mit Krankheitsbeschwerden einher gehen und bleibt daher auch häufig unerkannt. Die Würmer wandern im Bindegewebe des Körpers und werden daher als "Wanderfilarien" bezeichnet. Dabei kann es zu wechselnden Unterhautschwellungen, besonders an den Unterarmen, den Handrücken und im Gesicht kommen. Man spricht dann von sog. "Calabar- oder Kamerun-Schwellungen". Diese meist juckenden, schmerzlosen Schwellungen können rasch auftreten und sich dann innerhalb von 1 - 3 Tagen zurückbilden. Zum erstenmal treten die Schwellungen in der Regel frühestens 3 Monate nach der Infektion, aber oft sehr viel später auf. Das Wandern der Würmer im Unterhautbindegewebe kann unbemerkt bleiben, aber auch mit Schmerzen oder Juckreiz verbunden sein. Die Würmer können auch in die Bindehaut der Augen wandern. Dort lösen sie häufig einen starken Juckreiz, einen erhöhten Tränenfluss und ein Anschwellen des Lides aus. In der Regel entstehen jedoch keine ernsthaften Schäden. Die Erkrankung ist in den meisten Fällen gut therapierbar. Nur selten entstehen Komplikationen mit lebensbedrohlichen Folgen. Für Reisende stellt dieser Wurmbefall eine sehr seltene Erkrankung dar.

Übertragung:

Loa-Loa wird durch Bremsenstiche übertragen. Die Bremsen (sog. Chrysops) halten sich gerne in schattigen, feuchten Orten tropischer Wälder auf. Sie stechen bevorzugt am Tage an schattigen Plätzen oder in Behausungen. Durch den - oft schmerzhaften - Stich der weiblichen Bremse werden bei der Blutmahlzeit die kleinen Fadenwürmer (sog. Mikrofilarien) übertragen. Die Lebensdauer der erwachsenen Würmer im menschlichen Körper kann bis zu 17 Jahren betragen.

Schutz:

Guter Schutz vor Bremsenstichen durch langärmelige, helle Kleidung, sowie Insektenabweisende Sprays, Cremes, Lotionen, etc.

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