Medinawurm

Synonym: Dracunculusbefall

tucan
  • Der Medinawurm tritt weltweit nur mehr in drei Ländern auf: Mali, Tschad, Äthiopien.
  • Die Zahl der Infektionen liegt jährlich i.d.R. zwischen 10 und 20 Fällen.
  • Der Medinawurm kann bis zu einem Meter lang werden und nistet sich meist im Bindegewebe des Unterschenkels ein.
  • Für Reisende besteht in aller Regel kein Risiko.
Der Medinawurm (Dracunculus medinensis) kann bis zu einem Meter lang werden und nistet sich im Bindegewebe, meist im Bein ein. Bei Wasserkontakt durchbohrt er die Haut, um seine Larven abzulegen. Meist wird der Wurm erst dann sichtbar und der Befall dadurch erkannt. Die sicherste und traditionelle Methode besteht im langsamen Aufwickeln des Wurmes um ein Hölzchen, um ihn somit aus dem eigenen Körper herauszuziehen. Dabei ist es sehr wichtig, behutsam vorzugehen, damit der Wurm nicht abreißt und die damit verbundene große Infektionsgefahr vermieden wird. Der Medinawurm-Befall ist insgesamt sehr selten und bei Reisenden nur ein theoretisches Risiko, das in der Praxis in den letzten Jahren nirgendwo gemeldet worden ist. Der Medinawurm tritt weltweit nur mehr in drei Ländern auf: Mali, Tschad, Äthiopien. In 186 Ländern konnte die Wurmkrankheit bereits ausgerottet werden. Die Zahl der Infektionen liegt jährlich i.d.R. zwischen 10 und 20 Fällen.

Übertragung:

Durch das Trinken von Wasser aus Brunnen und anderen offenen Wasserstellen können die Larven übertragen werden.

Schutz:

Saubere Trinkwasserhygiene (ggf. Filterung des Trinkwassers)