Vorkommen

  • Das „neue Influenzavirus", das im April 2009 erstmalig nachgewiesen wurde besitzt Gene, die man aus Schweinen in Europa und Asien kennt, die aber ihren Ursprung in Vögeln haben. Da sich Schweine sowohl mit Influenzaviren von Schwein, Mensch und Vogel anstecken können, können sich in ihnen bei Mischinfektionen die unterschiedlichen Influenzaviren mischen und neue Influenzaviren bilden.
  • In den Jahren 2009/10 kam es durch einen bislang unbekannten Subtypen des H1N1-Virus (sog. "Schweinegrippevirus") zu einer Pandemie.

Beschwerden

  • In vielen Fällen verläuft die Krankheit mild.
  • Die Erkrankungs- und Todeszahlen bei H1N1-Ausbrüchen zeigen jedoch, dass die "neue" Influenza in vielen Fällen auch einen sehr schweren und tödlichen Verlauf nehmen kann.
  • Nach bisherigen Erfahrungswerten beträgt die Zeit von der Ansteckung bis zum Ausbruch der Erkrankung 24 Stunden bis vier Tage.
  • Die Ansteckungsfähigkeit wird mit weniger als 24 Stunden (d.h. kurz vor Auftreten der ersten Beschwerden) bis zu ungefähr eine Woche angenommen.
  • Die Beschwerden ähneln den Beschwerden der „normalen" Grippe und beinhalten u.a. Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen, Husten, Abgeschlagenheit und Krankheitsgefühl. Gelegentlich kann es auch zu Übelkeit mit Erbrechen und Durchfall kommen.
  • Die Beschwerden dauern zumeist bis zu einer Woche an, die Erholungsphase des Körpers auf einen grippalen Infekt kann sich jedoch über mehrere Wochen hinweg ziehen.
  • Die häufigste Komplikation ist die Lungenentzündung, die durch einen bakteriellen Befall der Lunge verursacht wird. Ebenso können Entzündungen des Gehirns und des Herzmuskels auftreten.

Übertragung

  • Der häufigste Übertragungsweg ist die Tröpfcheninfektion. (v.a. beim Sprechen, Husten, Niesen)
  • Die Viren gelangen auf die Schleimhäute und infizieren auf diesem Weg die Kontaktperson. Es wird angenommen, dass manche „Tröpfchenkerne" (die kleiner als 5 Mikrometer sind) für längere Zeit in der Luft schweben können und somit auch auf diesem Weg Personen - über den Luftweg - infizieren können. Auch eine Übertragung über verunreinigte Oberflächen wird diskutiert.

Schutz

  • Der während der Pandemie 2009/2010 verwendete Influenzaimpfstoff enthielt weltweit zirkulierende Viren-Varianten, darunter auch Influenza A/California/07/2009 (H1N1) und wurde entsprechend als Schutzimpfung eingesetzt.
  • Durchführung sorgfältiger Hygienemaßnahmen. Dazu gehören laut Angaben des RKI u.a. das Vermeiden von Händegeben, Anhusten, Anniesen, die Berührung von Augen, Nase und Mund, die Benutzung von Einmaltaschentüchern und die sorgfältige Entsorgung (z.B. in Toiletten), eine intensive Raumbelüftung (Frischluft!), gründliches Händewaschen nach Personenkontakt, Benutzung von Sanitäreinrichtungen und Gegenständen.