Pneumonie

Bei der Pneumonie handelt es sich um die Entzündung des Lungengewebes. Die Pneumonie, daher auch "Lungenentzündung" genannt, stellt in den industrialisierten Ländern, eine der häufigsten Todesursachen dar. Die Krankheitsursache kann unterschiedlich sein, jedoch liegen in aller Regel infektiöse Ereignisse zugrunde. Lungenentzündungen können durch Bakterien, Viren oder auch Parasiten verursacht werden. Pneumokokken, Haemophilus influenzae und Mykoplasmen sind weltweit die häufigsten Erreger der Lungenentzündung, wobei die Pneumokokken mit 30 - 50 % die häufigsten Erreger außerhalb von Krankenhäusern darstellen. Die jährliche Grippewelle führt vor allem bei älteren Personen durch eine Influenza-Pneumonie häufig zu Todesfällen. Es gibt keine erregerspezifische Symptomatik. Die Beschwerden beinhalten meist hohes Fieber, Husten, Auswurf, Atembeschwerden und Schmerzen im Brustraum. Im weiteren Verlauf kann es u.U. zu schweren Komplikationen wie zum Beispiel Entzündungen der Hirnhaut und des Herzens kommen.

Als "atypische Pneumonien" werden diejenigen Lungenentzündungen zusammengefasst, die nicht durch bakterielle Erreger hervorgerufen werden. Sie kommen meist häufiger vor als die bakteriellen Pneumonien. Die Erreger sind vor allem Viren (z.B. Influenzaviren, Paramyxoviren), Chlamydien, Mykoplasmen, Pilze (z.B. Candida, Cryptococcus, etc.) und Parasiten (z.B. Würmer od. Einzeller wie z.B. Pneumocystis carnii).

Bei ungefähr 1 % der Reisenden in tropische und subtropische Regionen kommt es während oder nach der Reise zu Atemwegsinfektionen bis hin zur Lungenentzündung.

Die Behandlung richtet sich neben den Medikamenten die gegen die Beschwerden eingenommen werden (sog. "symptomatische Therapie") auch nach dem Erreger (sofern er medikamentös bekämpft werden kann). In der Regel werden Antibiotika therapeutisch eingesetzt.

Übertragung:

Die Übertragung erfolgt von Mensch zu Mensch durch die Atemluft (sog. "Tröpfcheninfektion").

Schutz:

Gegen manche Erreger der Pneumonie gibt es wirksame Schutzimpfungen (u.a. Pneumokokken, Influenzaviren, Haemophilus influenzae, etc.). Die Impfungen werden vor allem Personen empfohlen, die in besonderer Weise gefährdet sind (u.a. Patienten mit Immunschwäche, chronischen Organerkrankungen oder Grundleiden, geschwächte, ältere Personen, sowie bei Personen mit engem Kontakt zur Bevölkerung z.B. medizinisches Personal, Schul- und Kindergartenpersonal, Verkaufspersonal, Personal der öffentlichen Verkehrsmittel, etc.). Da die Übertragung durch Tröpfcheninfektion (mittels Atemluft) erfolgt, sollten größere Menschenansammlungen bei Krankheitsausbrüchen vermieden werden.