Rocky Mountain spotted fever

Synonyme: Felsengebirgs-Fleckfieber, Neue-Welt-Fleckfieber, Zeckentyphus, Brasilianisches Fleckfieber, Fièvre pourprée américaine

Das "Rocky Mountain spotted fever" wird durch Bakterien, sog. "Rickettsien (Rickettsia rickettsii) verursacht. Vor allem aus den USA (insbesondere dem Osten) werden jährlich rund 700 Fälle, v.a. bei Kindern, berichtet. Des weiteren werden sporadisch Fälle aus Kanada, Kolumbien, Brasilien, Mexiko, Panama, Nordasien, West-, Zentral- und Ostsibirien sowie aus der Mongolei gemeldet. Ungefähr 3 bis 14 Tage nach der Infektion kommt es zu Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen und einem typischen Hautausschlag, der durch sein "fleckenhaftes Auftreten" der Krankheit ihren Namen verliehen hat. Im weiteren Verlauf kann es zu Blutungen der Haut und Schleimhäute bis hin zum Koma und Herzversagen kommen. Das "Rocky Mountain spotted fever" wird durch Antibiotika behandelt. Eine rechtzeitige Behandlung ist für den weiteren Krankheitsverlauf entscheidend. Die Tödlichkeit der Erkrankung, die bei ungefähr 20 - 30 % liegt, kann bei rechtzeitiger Therapie auf 3 - 10 % gesenkt werden.

Übertragung:

Übertragen werden die Rickettsien durch Wald- und Hundezecken (häufig sog. Dermacentor und Amblyoma). Vorsicht v.a. im Frühjahr und Herbst bei Aufenthalten in Waldgebieten im Osten der USA.

Schutz:

Guter Schutz vor Zecken. Die meisten Zeckenstiche werden bei Freilandaufenthalten erworben. Vorbeugende Maßnahmen bestehen durch hautbedeckende Kleidung wie z.B. langärmelige Hemden, lange Hosen, Strümpfe und ein festes Schuhwerk. Auch bestimmte mückenabweisende Cremes und Lotionen können Zecken bis zu einem gewissen Grad abhalten - meistens jedoch nur für wenige Stunden. Nach einem Aufenthalt in der Natur sollte der Körper, nach Zecken abgesucht werden. Ist es zum Zeckenstich gekommen, sollte die Zecke umgehend - am besten mit einer "Zecken-Pinzette" - entfernt werden.