Sexuell übertragene Krankheiten

Synonyme: Sexually Transmitted Diseases, STD

Unter dem Begriff sexuell übertragene Krankheiten werden Infektionen zusammengefasst, die durch Intimkontakte übertragen werden. Sie gehören mit zu den häufigsten Erkrankungen. Rund 300 Millionen Neuerkrankungen werden weltweit jedes Jahr berichtet. Untersuchungen bei deutschen Reisenden ergaben, dass 8,5 % der Reisenden während der Reise Sexualkontakte zu einer oder mehreren Personen im Gastland angaben. Nur Zweidrittel der Befragten benutzte Kondome. Zu den sexuell übertragenen Krankheiten zählt man u.a. Hepatitis B, AIDS, Herpes genitalis, Condylomata acuminata, Scabies, Chlamydieninfektionen, aber auch Geschlechtskrankheiten die insbesondere mit Hautgeschwüren verbundenen sind, wie die Gonorrhö (syn. "Tripper"), Syphilis (syn. "Lues"), Donovanosis, Ulcus molle und Lymphogranuloma venereum.

Gonorrhö

Die Infektion ist weltweit verbreitet und wird vor allem auch in Deutschland häufig gemeldet. Die Gonorrhö ist eine der häufigsten Ursachen der weiblichen Unfruchtbarkeit.


Syphilis

Die Infektion ist weltweit verbreitet. Laut Schätzungen leiden in Afrika ca. 6 - 14 % der Erwachsenen an einer unbehandelten Syphilis. Die Anzahl der Erkrankten wird in den Städten höher eingeschätzt als auf dem Land.


Ulcus molle

Die Infektion ist weltweit, insbesondere in Vorderasien, Asien und Afrika verbreitet. Der sog. "weiche Schanker" ist die häufigste mit einem Hautgeschwür verbundene sexuell übertragene Geschlechtskrankheit. Die Anzahl der infizierten Prostituierten in den Reiseländern ist hoch, so dass dadurch auch die Infektion bei Reisenden zunehmend beobachtet wird (auch in Mitteleuropa). Das Ulcus molle stellt eine häufige Infektionspforte bei der Übertragung von HIV dar.


Chlamydien-Infektion

Die Chlamydien-Infektionen nehmen weltweit zu und stellen in vielen Regionen die häufigste Infektionskrankheit im Genitalbereich dar.


Lymphogranuloma venereum

Das Lymphogranuloma venereum (syn. Lymphogranuloma inguinale) stellt v.a. in Papua-Neuguinea, Südostindien, USA (v.a. Südstaaten), Mittel- und Südamerika (v.a. Brasilien), und Afrika (v.a. Südafrika) eine häufige Geschlechtskrankheit dar.


Donovanosis

Die Donovanosis (syn. Granuloma inguinale) kommt vor allem in den Tropen, insbesondere in Südindien, Indonesien, Papua-Neuguinea, Nordaustralien, Karibik, Mittel- und Südamerika und Afrika vor. Die Ansteckung des Sexualpartners ist bei dieser Infektion als gering einzustufen (1:100).

Übertragung:
Übertragung der Erreger durch Intimkontakte.
Schutz:
Konsequenter Gebrauch von Kondomen und Vermeidung risikoreicher Sexualpraktiken ("safer sex").