Strongyloidose

Die Strongyloidose (syn. Strongyloidiasis) wird durch 2 bis 3 mm lange Zwergfadenwürmer (sog. Strongyloides stercoralis) verursacht. Diese Wurmerkrankung tritt vor allem in feuchtwarmen Gebieten vieler tropischer und subtropischer Länder auf. Laut Schätzungen sind mehrere hundert Millionen Menschen mit Zwergfadenwürmern infiziert. Nicht selten wird der Wurmbefall auch bei Reiserückkehrern beobachtet. Die Würmer befallen vor allem den oberen Dünndarm und verursachen dort Magen- und Darmbeschwerden. Die Larve des Zwergfadenwurmes kann wandern, so dass es neben den Magen- und Darmbeschwerden nicht selten auch zu Hauterscheinungen und Lungenbeschwerden (Löffler Syndrom) kommt. Ein sehr starker Befall kann zu einem sog. "Hyperinfektionssyndrom" führen, bei dem es zu einer Ausbreitung von einer Vielzahl von Larven in allen Organen kommt und in der Folge zu einem lebensbedrohlichem Zustand. Die rechtzeitige Erkennung und Behandlung des Wurmbefalls ist dadurch sehr wichtig und für den weiteren Verlauf der Erkrankung entscheidend. Bei Wiederauftreten muss die Behandlung wiederholt werden und der Therapieerfolg durch den Arzt kontrolliert werden.

Übertragung:

Die Larven des Zwergfadenwurms leben auf feuchten tropischen Boden. Die Übertragung erfolgt durch die Haut (perkutan) z.B. beim Barfußlaufen. Die Wurmlarven durchbohren dabei die Haut (meistens am Fuß oder Knöchel) und verursachen dabei häufig eine juckende Hautrötung, auch Larva currens, genannt. Nachdem sich die Larve durch die Haut gebohrt hat, wandert sie durch den Körper über Herz und Lunge zum Dünndarm.

Schutz:

Vermeiden von Barfußlaufen auf verunreinigten Stränden (Schuhwerk tragen !). Nahrungsmittel- und Trinkwasser, die u.U. durch das Düngen mit Abwässern verunreinigt worden sind, sollten stets gemieden werden.