tucan
  • Tetanus-Bakterien treten weltweit auf und kommen vor allem in der Erde und im Straßenstaub vor.
  • Tetanusbakterien setzen ein Gift frei.
  • Erste Beschwerden können bereits nach drei Tagen auftreten, wenn die Wunde oft schon verheilt ist.
  • Es kann zu schweren, schmerzhaften Muskelkrämpfen bis hin zur vollständigen Muskelstarre mit Todesfolge kommen.
  • Es gibt eine wirksame Schutzimpfung gegen Tetanus.

Vorkommen

  • Der Tetanus, auch Wundstarrkrampf genannt, wird durch Bakterien (sog. Clostridium tetani) verursacht.
  • Die Bakterien treten weltweit auf und kommen vor allem in der Erde und im Straßenstaub vor.
  • Gehäuftes Auftreten insbesondere in Ländern mit feuchtwarmen Klima, niedrigen Impfquoten und schlechter medizinischer Versorgung.
  • In Deutschland wurden in den vergangenen Jahren weniger als 15 Erkrankungsfälle jährlich registriert. Überwiegend betroffen sind ältere Erwachsene. Ursache dafür ist meist ein fehelnder Impfschutz.

Beschwerden

  • Die Tetanus-Bakterien setzen ein Gift frei, dass meist nach drei bis 14 Tagen, wenn die Wunde oft schon verheilt ist, zu schweren, schmerzhaften Muskelkrämpfen bis hin zur vollständigen Muskelstarre mit häufiger Todesfolge führen kann.
  • Ist die Krankheit einmal ausgebrochen, gibt es keine gezielte Behandlung.
  • Die Muskelkrämpfe können einige Minuten andauern und zu einer Kieferklemme führen, die das Öffnen des Mundes unmöglich macht.
  • Krämpfe der langen Rückenmuskulatur können derart stark auftreten, dass es zu Überstreckungen und infolge sogar zu Brüchen der Wirbelsäule kommt.
  • Unbehandelt folgt der Tod meist durch Erstickung.
  • Um die Ausbreitung der Erreger entgegenzuwirken, werden in manchen Fällen die Eintrittswunden der Bakterien chirurgisch gründlich ausgeschnitten bzw. in schwerwiegenderen Fällen Amputationen durchgeführt.
  • Eine maschinelle Beatmung ist bei Ausbreitung der Bakterien im Körper meist erforderlich.

Übertragung

  • Die Bakterien gelangen durch Hautverletzungen in den Körper.
  • Auch Tierbisse beinhalten ein erhöhtes Tetanusinfektionsrisiko.
  • Eine Übertragung der Erreger von Mensch-zu-Mensch ist nicht möglich.

Schutz

  • Tetanus-Schutzimpfung (Auffrischung alle zehn Jahre).
  • Unabhängig von Auslandsreisen, sollte jedes Kind und jeder Erwachsene einen immunologisch gültigen Tetanusschutz besitzen.

    Darüber hinaus ist eine gründliche Wunddesinfektion bei Verletzungen grundsätzlich zur Vorbeugung verschiedenster Infektionen immer empfohlen.
Clostridium tetani iStock / royaltystockphoto Tetanus - Knieverletzung 2 iStock / wellphoto Tdp-Impfung interMEDIS / Pechel Erde und Hand iStock / ~UserGI15633745