10. Dez 2017

Afrika: Cholera im Süden und Osten

interMEDIS

Bis Ende November wurden in der östlichen und südlichen Region Afrikas vermehrt Cholera-Ausbrüche gemeldet. Mehr als 100.000 Erkrankungsfälle und über 1.600 Todesfälle wurden aus 12 Ländern berichtet. Nahezu dreiviertel aller Fälle wird aus Somalia berichtet. Betroffen sind vor allem die Regionen von Togdheer, Awdal und Sool. Weitere Fälle wurden aus Angola, Burundi, Kenia, Malawi, Mosambik, Ruanda, Somalia, Süd Sudan, Tansania, Uganda, Sambia und Simbabwe. In Kenia sind vor allem die sechs Gebiete Nairobi, Garissa, Mombasa, Kilifi, Embu und Kirinyaga von der Cholera betroffen. Im Süd Sudan ist die Zahl der Cholera-Kranken zurückgegangen. In Tansania wurden in den Regionen Mbeya, Songwe und Kigoma Cholera-Fälle registriert und in Burundi in den Regionen Nyanza lac (Makamba), Mpanda (Bubanza), Isare, Cibitoke und BDS Nord Mairie. In Sambia wird in Chipata, Kanyama, Chawama, Bauleni, Matero und Chelstone in Lusaka ein Anstieg der Cholera-Zahlen beobachtet und in Mosambik in den Regionen Nampula, Nacarroa, Memba und Erati.

Schutzimpfung für Risikoreisen in Cholera-Gebiete

Personen die in den Choleragebieten tätig sind (z.B. Entwicklungshelfer, Ehrenamtliche in Hilfsorganisationen) haben ein höheres Risiko und sollten eine Schutzimpfung in Erwägung ziehen. Die Cholera ist eine akute Durchfall-Erkrankung die unbehandelt in wenigen Stunden tödlich enden kann. Sorgfältige Hygienemaßnahmen vor allem in der Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene sind immer und für jeden Reisenden empfohlen. Diese Schutzmaßnahmen dienen nicht nur dem Schutz vor den Choleraerregern, sondern auch anderen häufiger auftretenden Magen-Darm-Infektionskrankheiten die in tropischen und subtropischen Ländern vorkommen. Bei Hilfseinsätzen oder Reisen unter einfachen Bedingungen in den aktuellen Cholera-Risikogebieten sollte die Möglicheine Schutzimpfung in Erwägung gezogen werden.