18. Nov 2017

Australien: Ross River-Fieber im Westen

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Das Ross-River-Fieber hat in West-Australien in den vergangenen Wochen weiter zugenommen. Nach Aussage der Gesundheitsbehörden, ist die Zahl der Erkrankungen im Vergleich zum Vorjahr erhöht. Typische Beschwerden, so die Behörden, sind schmerzvoll, geschwollene Gelenke, Muskelschmerzen, Fieber und vergrößerte Lymphknoten. Jede Person die diese Symptome bemerkt,  sollte sich bei den kommunalen Gesundheitsämtern im Distrikt melden oder die Rufnummer 1800 022 222 wählen. Eine erhöhte Anzahl von Fällen wird derzeit aus dem Shire of Mundaring, einem Verwaltungsbezirk in West-Australien, gemeldet. Bereits Anfang des Jahres wurde ein Anstieg in den Erkrankungszahlen des Ross-River-Fiebers verzeichnet. Auch wenn die Krankheitsbeschwerden in der Regel nach 2-3 Wochen abklingt, so können im Einzelfall Gelenkschmerzen und daraus resultierende Bewegungseinschränkungen über Wochen, Monate oder sogar Jahre anhalten.

Bereits Anstieg der Erkrankungen zu Beginn des Jahres

Daher wird die Bevölkerung  derzeit verstärkt aufgefordert, auf Mückenbrutplätze in der nahen Umgebung von Wohnhäusern zu achten. Die Überträgermücke brütet gerne in kleinen Wasseransammlungen, wie z.B. stehenden Gewässern, wie Fischweiher, aber auch in gut bewässerten Topfpflanzen oder kleinen Wasseransammlungen in z.B. alten Autoreifen die am Straßenrand liegen. Wasserstellen sollten daher – wenn möglich – sofort beseitigt werden. Bereits im Januar und Februar dieses Jahres wurden 222 Pross-River-Fieber-Erkrankungen gemeldet. Der Großteil wurde aus der Stadtregion von Perth registriert. Im Vorjahr wurde eine deutlich erhöhte Anzahl von Ross-River-Erkrankungen in Australien verzeichnet. Der Ausbruch in New South Wales stellte dabei einen der größten Ausbrüche in den vergangenen Jahren dar.

Erhöhtes Übertragungsrisiko Dezember - Juni   

In den Monaten Dezember bis Juni besteht vor allem in den Küstenregionen ein erhöhtes Übertragungsrisiko. Das Ross River-Fieber (sog. epidemische Polyarthritis) wird durch Viren verursacht. Die Erkrankung wird durch tag- und nachtaktive Mücken übertragen. Regenfälle, hohe Luftfeuchtigkeit und Hitze begünstigen die Brutbedingungen für Mücken - somit auch für Überträgermücken. Aus diesem Grund treten Krankheiten, die durch Mücken übertragen werden  während und nach den Regenperioden häufiger auf. Die Gesundheitsbehörden halten die Bevölkerung und Besucher der Regionen an, sorgfältige Mückenschutzmaßnahmen regelmäßig durchzuführen. Reisenden werden gute Mückenschutzmaßnahmen durch Haut bedeckende Kleidung, Mückennetze, Mückenabweisende Cremes, Lotionen, Sprays, Räucherspiralen, Coils, etc. empfohlen