7. Sep 2017

Brasilien: Gelbfieber-Ausbruch beendet

iStock/Andresr Nach Aussage des brasilianischen Gesundheitsministeriums vom 6. September 2017 ist der Gelbfieber-Ausbruch, der seit neun Monaten in vielen Landesteilen angehalten hat, nun offiziell beendet. Insgesamt erkrankten 777 Personen an Gelbfieber; 261 starben. Die hohe Zahl der Erkrankungen ist ungewöhnlich im Vergleich zu den Vorjahren in denen eine deutlich geringere Anzahl an Erkrankungen registriert wurde. In diesem Jahr breitete sich die Infektionskrankheit in vielen Regionen Brasiliens aus, in denen sie zuvor nicht auftrat. Das Gelbfieber-Virus hat sich Anfang des Jahres in Richtung Atlantik-Küste ausgebreitet. Damit hatte sich flächenmäßig das Übertragungsrisiko für Gelbfieber vielerorts erhöht. Gelbfieber-Erkrankungen wurden u.a. aus den Bundesstaaten Rio de Janeiro, São Paulo, Espirito Santo und Minas Gerais gemeldet.

Gelbfieber-Impfung für Reisende in Risikogebiete bleibt

Grundsätzlich bleibt die Empfehlung bestehen, dass eine Gelbfieber-Impfung für Reisende empfohlen ist, die in  Gelbfieber-Risikogebiete fahren. Gelbfieber tritt regional in den folgenden Gebieten und Bundesstaaten auf: Acre, Amapá, Amazonas, Distrito Federal (einschließlich der Hauptstadt Brasilia), Goiás, Maranhao, Mato Grosso, Mato Grosso do Sul, Minas Gerais, Pará, Rondônia, Roraima und Tocantins sowie bestimmte Regionen im Norden und Westen von Bahia,  im Westen und Zentrum von Paraná, im Südwesten von Piauí, weit im Westen von Santa Catarina, in Rio Grande do Sul und im Norden und Westen von Sao Paulo.

Individuelle Reiseaktivitäten beeinflussen das Gelbfieber-Risiko

Bei Reisen in Risikogebiete – vor allem bei Reisen zu den Iguazu-Fällen – ist eine Gelbfieberimpfung empfohlen. Die Impfung sollte 10 Tage vor Einreise in ein Risikogebiet stattfinden, damit dem Körper ausreichend Zeit gelassen wird, eine schützende immunologische Abwehr aufzubauen. Zudem sollten gute Mückenschutzmaßnahmen durchgeführt werden. Bei auftretendem Fieber nach Besuch von Gelbfieber-Risikogebieten, sollte immer die Möglichkeit einer Gelbfieber-Erkrankung in Betracht gezogen werden und entsprechend diagnostisch abgeklärt werden. In jedem Fall sollte rechtzeitig vor der Abreise eine reisemedizinische Beratung erfolgen, bei der in einer sorgfältigen Nutzen-Risiko-Analyse das persönliche Risiko und die damit verbundenen Schutzmaßnahmen geklärt werden können.