18. Dez 2016

Brasilien: Hautleishmaniose in Küstenregionen

Brasilien, Rio de Janeiro, Christusstatue, Zuckerhut iStock/Andresr

Immer wieder werden Fälle der Hautleishmaniose aus Brasilien berichtet. Die Erkrankungsfälle treten überwiegend in den Küstenregionen auf, allerdings wurden in diesem Jahr auch bei einem chinesischen Reisenden eine Infektion nach seiner Abenteuerreise durch den Regenwald des Amazonas festgestellt. Laut Aussage der Weltgesundheitsorganisation treten die meisten Fälle der Hautleishmaniose-Fälle in den Amerikas, im Mediterranen Raum, im Mitteleren Osten und Zentralasien auf. Zweidrittel aller weltweit auftretenden Fälle werden aus sechs Ländern berichtet: Afghanistan, Algerien, Brasilien, Kolumbien, Iran und Syrien. Laut Angaben der Weltgesundheitsorganisation, treten jährlich zwischen 900.000 und 1,3 Mio. Neuerkrankungen und 20.000-30.000 Todesfälle auf.   

Die Krankheit wird durch Parasiten verursacht  

Die Leishmaniose wird durch Parasiten (sog. Leishmanien) verursacht. Die Leishmanien werden durch den Stich der so genannten "Sandfliegen" (syn. Schmetterlingsmücken) übertragen.  Im Falle der Hautleishmaniose entwickelt sich ein Hautgeschwür, das häufig im Gesicht auftritt und meist erst nach Monaten unter Narbenbildung abheilt.  

Mückenschutzmaßnahmen sind wichtig  

Dazu gehören u.a. das Tragen von Haut bedeckender Kleidung v.a. bei Ausflügen in die naheliegenden Regenwälder, das Auftragen von Mücken abweisenden Cremes und Lotionen auf unbedeckten Hautstellen, vor allem im Gesicht, Händen und Füßen – insbesondere an den Knochenstellen wo die Haut dünn ist und die Schmetterlingsmücke bevorzugt sticht. Auch ist es vorteilhaft sich beim Schlafen durch Mückennetze zu schützen. Dabei spielt die Maschenweite – vor allem bei der kleinen Schmetterlingsmücke – eine entscheidende Rolle. Normalerweise ist eine Maschenweite von  1,2 mm x 1,2 mm üblich und empfehlenswert. Die für einen guten Malariaschutz empfohlene Maschengröße beträgt 180-200 mesh/square inch. Die kleinen Schmetterlingsmücken, können durch diese Maschengröße jedoch hindurch treten. Sicher ist man vor ihnen nur unter einem engmaschigen Mückennetz (0,6mm x 0,6 mm) das mit einem Insektizid imprägniert ist. Zusätzlich helfen auch Insektenabtötende und -abweisende Mittel in Form von Aerosolen, Verdampfern, Kerzen, Räucherspiralen, Steckern u.ä. im Wohn- und insbesondere Schlafbereich die Stechmücken fernzuhalten.