16. Jan 2015

Brasilien: Mehr als 500.000 Dengue Fieber-Fälle

interMEDIS Rund 587.000 Dengue Fieber-Fälle wurden am 7. Januar landesweit für das Vorjahr 2014 aus Brasilien gemeldet. Mehr als 400 Kranke starben an der Infektionskrankheit die durch Mücken übertragen wird. Die meisten Erkrankungsfälle wurden aus dem Südosten des Landes berichtet (310.800). Auch in den westlichen Regionen wurden rund 114.000 Fälle gezählt. Aus den übrigen Landesteilen wurden weniger Fälle bekannt: Süden 24.200, Norden 49.100 und Osten 89.600.  

Dengue Fieber in fast allen Bundesstaaten 

Die Bundesstaaten Brasiliens haben im Januar mehrere Dengue Fieber-Erkrankungen berichtet. In Acre waren es 30.000 Verdachtsfälle, 18.000 wurden durch Laboruntersuchungen bestätigt und nahezu 10 Todesfälle werden derzeit noch näher untersucht. Aus Goias, dem Bundesstaat im Mittelwesten wurden am 7. Januar 116.650 Dengue Fieber-Fälle und 71 Todesfälle für das vergangene Jahr berichtet. Am stärksten betroffen sind die Städte Goiania (28.292), Luziania (13.229), Aparecida de Goiania (10.544), Anapolis (7.695), Valparaiso de Goias (4.190), Pires do Rio (3.089), Jatai (3.072), Novo Gama (2.589), Ipora (1.867) und Planaltina (1.661). Im südöstlichen Bundesstaat Minas Gerais wurden am 6. Januar 47.848 Erkrankungsfälle für das vergangene Jahr landesweit gemeldet. Am stärksten betroffen sind hier die Städte mit dem Umfeld von Sul de Minas (12.082) und Passos (1.506). Auch im Bundesstaat Sao Paulo wurden mehrere Tausend Dengue-Fieber-Fälle gezählt. 

Regenzeiten erhöhen das Risiko 

Während der regenreichen Monate besteht in den Städten und Regionen von Rio de Janeiro (Dezember - März), Porto Alegre (Mai - September), Brasilia (Oktober – März), Recife (April – August) und Bélem (Januar – Juni) durch die Regenfälle und die hohen Außentemperaturen ein erhöhtes Übertragungsrisiko. Der beste Schutz vor Dengue Fieber besteht durch Mückenschutzmaßnahmen die am Tag und in der Nacht durchgeführt werden sollten. Durch die Verwendung von Haut bedeckender Kleidung, Mückennetzen, Mückenabweisenden Lotionen, Sprays oder auch von Hochfrequenz-Schall-Geräten kann das Risiko deutlich reduziert werden.