19. Okt 2015

Brasilien: Zikavirus-Erkrankungen in Mato Grosso

iStock/Soft_Light Im Bundesstaat Alagoas wurden in den vergangenen Wochen mehrere Zikavirus-Erkrankungen registriert. Die Erkrankungen wurden in sieben Stadtgebieten beobachtet: Maceio, Mata Grande, Arapiraca, Delmiro Gouveia, Maribondo und Santana do Ipanema. Ebenso wurden weitere Fälle in Rondonpolis, Tesouro, Cuiaba und Varzea Grande im Bundesstaat Mato Grosso gemeldet. Das Zikavirus breitet sich landesweit aus. Bereits im Juli wurde in den nördlichen und nordöstlichen Bundesstaaten eine Zunahme der Erkrankungszahlen beobachtet.

Die Erkrankung ähnelt dem Dengue Fieber

Zikaviren werden durch Aedes-Mücken übertragen, die auch die Viren des Dengue-Fiebers übertragen. Die gesundheitlichen Beschwerden ähneln den Beschwerden, die auch bei einer Dengue-Virus-Infektion auftreten. Meistens kommt es bei der Erkrankung zu einem Hautausschlag, mit Fieber, Augenrötung und Gelenkschmerzen. Der Hautausschlag besteht durchschnittlich für sechs Tage. Meistens verläuft die Infektion mit dem Zikavirus jedoch milde und ohne Komplikationen. Todesfälle sind bislang nicht bekannt. Ebenso ist es möglich, dass die Infektion unbemerkt und beschwerdefrei abläuft.

Zikavirus-Infektionen auch in Afrika und Asien

Zikavirus-Infektionen wurden bereits in verschiedenen Ländern Afrikas, wie u.a. in Ägypten, Tansania, Uganda, Senegal, Sierra Leone und Nigeria, als auch in Asien, u.a. in Indien, Indonesien, Thailand, Malaysia, Vietnam und den Philippinen registriert. Die Gesundheitsbehörden warnen auch Reisende vor einem möglichen Übertragungsrisiko und raten zu guten Mückenschutzmaßnahmen. Erst im Juni erkrankte ein italienischer Urlauber bei seinem 12-tägigen Aufenthalt in Salvador de Bahia (Brasilien) an einer Zikavirus-Infektion. In Deutschland wurde im Dezember 2013 der erste Fall des Zikavirus bei einem Reiserückkehrer nachgewiesen. Der Urlauber hielt sich in Thailand auf und entwickelte dort, Fieber, Gelenkschmerzen und einen Hautausschlag. Die Blutuntersuchungen zeigten eindeutig eine Infektion mit dem Zikavirus. Zuvor erkrankte auch eine kanadische Touristin nach ihrem Thailandaufenthalt.

Guter Mückenschutz reduziert das Übertragungsrisiko

Das Zikavirus gilt als sog. „emerging pathogen“, d.h. ein neu aufkommender Krankheitserreger, der über das Potential verfügt sich möglicherweise in viele Länder der Welt auszubreiten. Da sowohl Dengue Fieber als auch Zikavirus-Infektionen durch Mücken übertragen werden, ist ein guter und vorsorglicher Mückenschutz unbedingt erforderlich. Reisende sollten daher in jedem Fall Haut bedeckende Kleidung tragen, Mückennetze am Schlafplatz einsetzen und insbesondere an freien Hautstellen sich regelmäßig - Tag und Nacht - mit Mückenabweisenden Cremes oder Lotionen einschmieren. Auch das Mitführen von Geräten die zum Fernhalten von Mücken Ultraschall-Signale aussenden, kann sinnvoll sein.