16. Apr 2017

China: Neue Krankheitswelle der Vogelgrippe

interMEDIS / Pechel Am 5. April meldete die Weltgesundheitsorganisation (WHO), dass bis Ende März weitere 17 Erkrankungsfälle mit dem Erreger der Vogelgrippe Influenza A (H7N9) in China registriert wurden. Seit Dezember 2016 ist es zu einer deutlichen Zunahme der Erkrankungsfälle gekommen. Somit handelt es sich um die fünfte Krankheitswelle seit Beginn des Ausbruchs 2013, die deutlich mehr Erkrankungsfälle aufweist als die Krankheitswellen zuvor. Das Durchschnittsalter der Erkrankten betrug 53 Jahre; der Jüngste ist 35 Jahre alt, der Älteste 81. Die Infektionen wurden in Fujian (2), Guangxi (3), Guizhou (2), Hunan (6), Jiangsu (3) und Zhejiang (1) erworben. In drei Fällen kam es zu einem tödlichen Verlauf der Krankheit, in 14 Fällen zu einer Lungenentzündung, mit vielen schweren Verläufen die stationär behandelt werden mussten. In 16 Fällen konnte ein Kontakt zu Geflügel bzw. Geflügelmärkten hergestellt werden, der zur Infektion mit dem Erreger geführt hat; nur in einem Fall zeigte sich kein erkennbarer Zusammenhang. Seit März 2013 ist die Zahl der durch Laboruntersuchungen bestätigten humanen Influenza A (H7N9)-Infektionen auf 1.364 angestiegen.

Reisende sollten sich schützen

Es bestehen in diesem Zusammenhang derzeit keinerlei Reiseeinschränkungen; diese können aktuell beim Auswärtigen Amt oder der WHO abgefragt werden. Allerdings sollten Vorsichtsmaßnahmen eingehalten werden. Die örtlichen Gesundheitsbehörden als auch die Weltgesundheitsorganisation empfehlen Reisenden in Regionen in denen Ausbrüche von humanen Influenza A (H7N9) bekannt geworden sind, sich weiterhin von Geflügelstallungen und Geflügel vor allem auf Märkten fernzuhalten. Sorgfältige persönliche Hygienemaßnahmen, wie zum Beispiel das regelmäßige Händewaschen mit Seife und warmen Wasser, sollte immer eingehalten werden. Ebenfalls wichtig ist ein gewissenhafter hygienischer Umgang mit Lebensmitteln. Das Virus überträgt sich durch infizierte Tiere auf den Menschen. Die meisten Erkrankten entwickeln schwerwiegende – teilweise lebensbedrohliche – gesundheitliche Beschwerden. Immer wieder kommt es zu Fällen von Vogelgrippe in China. Die meisten Erkrankten haben direkten Kontakt zu Geflügel. Reiserückkehrer aus China sollten daher bei Auftreten von Atembeschwerden oder Husten innerhalb von 10 Tagen nach Reiserückkehr, sofort einen Arzt aufsuchen und die Ursache abklären.