19. Feb 2017

China: Todesopfer der Vogelgrippe in Guangdong

interMEDIS / Pechel

Nach Aussage der chinesischen Gesundheitsbehörde sind im Januar 2017 insgesamt 79 Personen an Vogelgrippe gestorben. Seit Oktober 2016 wurde bei rund 300 Personen eine Infektion mit dem Erreger H7N9 beobachtet. Mindestens 100 Personen starben infolge der Infektion. Während der Festlichkeiten des Chinesischen Neujahrsfestes stieg die Zahl der Infektionen an, da mehr Geflügel (darunter auch infiziertes Geflügel) geschlachtet wurde. Auch im vergangenen Jahr wurden im Februar vermehrt Fälle von Influenza A (H7N9) aus den Provinzen Guangdong und Zhejiang berichtet. Weitere Erkrankungsfälle wurden u.a. aus Yongzhou (Provinz Hunan) und Shanghai beobachtet. Der Erreger wurde erstmals im März 2013 in China nachgewiesen und führt seither vor allem in den Wintermonaten vermehrt zu Infektionen und Todesopfern. Im Januar wurde eine H5N9-Infektion bei einem 10-Jährigen diagnostiziert der nach Foshan, Guangdong reiste und sich vermutlich am Geflügel der besuchten Familie ansteckte. Eine 72-Jährige infizierte sich in Zhongshan, Guangdong. Insgesamt sind es 918 Personen die seit Anfang 2013 mit aviärer Influenza A(H7N9) in China infiziert wurden und deren Infektionen labordiagnostisch nachgewiesen wurden.

Vorsicht bei dem Besuch von Märkten

Die örtlichen Gesundheitsbehörden empfehlen daher sowohl der einheimischen Bevölkerung als auch Reisenden sich von Geflügelstallungen vor allem auf Märkten fernzuhalten und sorgfältige persönliche Hygienemaßnahmen einzuhalten. Ebenso wichtig ist ein gewissenhafter hygienischer Umgang mit Lebensmitteln. Das Virus überträgt sich von infizierten Tieren auf den Menschen. Die meisten Erkrankten entwickeln schwerwiegende – teils lebensbedrohliche - Symptome.

Reiserückkehrer aus China sollten bei Auftreten von Atembeschwerden oder Husten innerhalb von 10 Tagen nach Reiserückkehr, sofort einen Arzt aufsuchen und die Ursache abklären.