2. Nov 2014

China: Zahl der Dengue Fieber-Infektionen steigt

aedes2 Die Zahl der Dengue Fieber-Erkrankungen in China ist weiter angestiegen. Am 23. Oktober 2014 wurden nahezu 40.000 Dengue Fieber-Fälle aus der Provinz Guangdong berichtet und mehr als 33.000 Fälle aus Guangzhou. Am stärksten betroffen sind die Städte. Auch die ca. 20 km von Guangzhou entfernte Stadt Foshan, am Delta des Perlflusses, ist betroffen. In der südlichen autonomen Region Guangxi, werden in der Hauptstadt Nanning, ebenfalls mehrere Hundert Erkrankungsfälle registriert. Im Süden Chinas kommt es vor allem in den Monaten Juni bis Oktober zu häufigen Taifunen, die zu erheblichen Überschwemmungen führen können. Durch die starken Regenfälle und die hohen Außentemperaturen hat die Zahl der Überträgermücken in den letzten Wochen stark zugenommen.

Weltweit jährlich zwischen 50–100 Millionen Dengue Fieber-Infektionen (WHO)

Die Zahl der Infektionen hat in den letzten Jahren in Südostasien, West Pazifik und Lateinamerika signifikant zugenommen. Während im Jahr 2008 noch insgesamt rund 1,2 Mio. Infektionen gezählt wurden, waren es im Jahr 2010 bereits 2,3 Mio. Im vergangenen Jahr wurden alleine in Nord-, Mittel- und Südamerika 2,35 Mio. registriert. Die Ausbreitung des Dengue Fiebers betrifft auch Europa. In mehr als zehn europäischen Ländern  u.a. Kroatien, Frankreich, Spanien und Portugal wurden in den letzten Jahren vermehrt einheimische Dengue Fieber-Fälle berichtet. Auf Madeira wurden 2012 mehr als 2.000 Erkrankungsfälle gemeldet. In diesem Jahr sind vor allem die Pazifischen Inseln, so wie die Cook Inseln, Malaysia, Fiji und Vanuatu stärker betroffen als in den Vorjahren. Jedes Jahr werden nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation rund 500.000 Menschen weltweit stationär in Krankenhäusern wegen Dengue Fieber versorgt – ungefähr 2,5% der Betroffenen stirbt an den Folgen der Erkrankung.  

Schutzmaßnahmen für Reisende
 
Der beste Schutz vor Dengue Fieber besteht durch Mückenschutzmaßnahmen die am Tag und in der Nacht durchgeführt werden sollten. Durch die Verwendung von Haut bedeckender Kleidung, Mückennetzen, Mückenabweisenden Lotionen, Sprays oder auch von Hochfrequenz-Schall-Geräten kann das Risiko deutlich reduziert werden.