21. Nov 2021

Demokratische Republik Kongo: Kampf gegen Ebola und Malaria

Krankenhaus interMEDIS / Pechel

Nach Aussage der örtlichen Gesundheitsbehörde wurden in der Provinz Kasai-Oriental mehr als 10.000 Malariafälle in nur einer Woche festgestellt. Die Erkrankungsfälle gehen mit einer sehr hohen Sterblichkeitsrate einher. Im Jahr 2020 wurden in Kasai-Oriental 1 015 367 Fälle von Malaria registriert. Die Behörden betonen die Wichtigkeit von Schutzmaßnahmen gegen Malaria und appellieren an die Bevölkerung diese einzuhalten. Der Welt-Malaria-Bericht von 2020 (WHO) berichtet, dass die Malaria in 87 Ländern der Welt auftritt. Jedes Jahr sterben mehr als 400.000 Menschen an Malaria, Zweidrittel davon sind Kinder jünger als 5 Jahre. Übertragungsgebiete liegen vor allem in Afrika, Asien, Ozeanien, Zentral- und Südamerika. Die Malaria tropica tritt häufig in Afrika, aber auch im östlichen mediterranen Raum sowie im West Pazifik und in Südostasien auf. Obgleich die Zahl der Malariakranken und -todesfälle in den Ländern mit Malaria-Vorkommen in den Jahren 2010 - 2019 deutlich gesenkt werden konnte, ist die Zahl der an Malaria erkrankten Reisenden in der EU nicht zurückgegangen. Die meisten importierten Erkrankungen werden nach Aufenthalten im westafrikanischen Raum berichtet.

Vorbeugung gegen Malaria reduziert das Risiko einer Erkrankung

Um das Risiko einer Malaria zu reduzieren, empfiehlt das Robert Koch-Institut Reisenden, sich rechtzeitig vor der Reise bei einem Arzt reisemedizinisch beraten zu lassen. Dabei sollten geeignete Prophylaxemaßnahmen festgelegt und regelmäßig vor, während und nach der Reise durchgeführt werden. Außerdem ist es wichtig, die möglichen Symptome einer Malaria zu kennen, um bei Beschwerden umgehend einen Arzt aufsuchen zu können, um eine schnelle Diagnosestellung und gegebenenfalls Therapie zu erzielen. Außerdem kann es sinnvoll sein, bei Reisen in abgelegene Regionen, in denen kein Arzt auf die Schnelle erreichbar ist, eine Notfallmedikation mitzuführen.

Auch Ebola bereitet Probleme

Zudem hat die US Gesundheitsbehörde „Centers for Disease Control and Prevention (CDC)“ wegen der Gefahr vor Ebola eine neue Reisewarnung der Stufe 3 für den Butsili-Health Distrikt in der Beni-Gesundheitszone der Provinz Nord-Kivu herausgegeben. Das CDC betont: "Reisende sollten alle nicht unbedingt notwendigen Reisen in die Beni Health Zone vermeiden.“ Reisenden in dieses Gebiet ist empfohlen, sich sofort in ärztliche Behandlung begeben, wenn Beschwerden auftreten wie Fieber, Muskelschmerzen, Halsschmerzen, Durchfall, Schwäche, Erbrechen, Magenschmerzen oder unerklärliche Blutungen oder Blutergüsse. Derartige Beschwerden sind auch nach Verlassen des Gebietes bis zu 21 Tage danach ernst zu nehmen. Bereits am 8. Oktober 2021 erklärte das Gesundheitsministerium der Demokratischen Republik Kongo den Ausbruch von Ebola. Seitdem hat die Weltgesundheitsorganisation mit den lokalen Gesundheitsbehörden zusammengearbeitet, um Übertragungsquellen zu identifizieren, Falluntersuchungen durchzuführen, die lokalen Laborkapazitäten zu stärken und Ebola-Impfstoffe bereitzustellen. Das Ebola-Virus wurde erstmals 1976 in der Nähe des Ebola-Flusses in der Demokratischen Republik Kongo beschrieben. Seitdem ist das Virus in regelmäßigen Abständen aufgetreten und hat Menschen in mehreren afrikanischen Ländern infiziert. Erst Anfang Mai 2021 erklärten die Gesundheitsbehörden den 12. Ebola-Ausbruch in der nordöstlichen Provinz Nord-Kivu offiziell für beendet. Das Wiederauftreten des Virus wurde aber bereits im Oktober 2021 beobachtet, als ein 2-jähriger Junge an Ebola verstarb. Bis zum 3. November 2021 meldete die WHO dann insgesamt 11 Ebola-Fälle, darunter 6 Todesfälle. Einen Tag später, am 4. November 2021, wurden jedoch die ersten beiden Patienten, die vom Ebola-Virus geheilt wurden, aus dem örtlichen Ebola-Behandlungszentrum entlassen.