28. Feb 2019

Demokratische Republik Kongo: Mehr als 800 Ebola-Fälle

Blutabnahme, Afrika iStock/leoniepow

Aus der Demokratischen Repubik Kongo werden weiterhin Ebola-Fälle berichtet. In der Zeit vom 6. bis 26. Februar 2019 wurden aus den folgenden neun Regionen Erkrankungsfälle berichtet: Katwa, Butembo, Vuhovi, Kyondo, Kalunguta, Oicha, Beni, Mandima und Rwampara. Nachwievor bilden die beiden Provinzen Nord Kivu und Ituri die Zentren des Ebola-Ausbruchs. Seit Beginn des Ausbruchs bis 24. Februar 2019 wurden der WHO 872 Ebola-Fälle berichtet, darunter 548 Todesfälle. Auch medizinisches Personal erkrankte und verstarb in den vergangenen Monaten an der gefährlichen Infektionskrankheit. Weiterhin mangelt es in vielen Regionen trotz großer Bemühungen der WHO und ihrer Kooperationspartner an der Durchführung von Bekämpfungs- und Präventionsmaßnahmen in der Bevölkerung. Auch nicht betroffene Gebiete in den Nord Kivu und Ituri Provinzen müssen weiterhin Vorsichtsmaßnahmen beachten, um auf eine mögliche Einschleppung des Virus vorbereitet zu sein. Gleiches betrifft die Nachbarregionen, insbesondere diejenigen in den benachbarten Grenzregionen zu Uganda.

Verhaltensregeln für Personen die sich im Ausbruchgebiet aufhalten 

Die Sterblichkeit bei Ebola ist hoch. Eine gute medizinische Versorgung ist erforderlich, um die Überlebungschance zu erhöhen; aber eine umfassende Versorgung ist im Land oftmals nicht gegeben ist. Der letzte größere Ausbruch der von 2014-2016 in West Afrika anhielt dauerte nahezu zwei Jahre und kostete mehr als 11.000  Menschen das Leben. Das Ebola-Virus überträgt sich häufig primär durch den Verzehr von infizierten Tierfleisch, z.B. unzureichend gekochtes Fledermaus- oder sonstiges Fleisch, auf den Menschen. Die weitere Ausbreitung erfolgt in der Regel durch direkten Kontakt von Mensch zu Mensch durch den Kontakt mit Blut oder anderen Körperflüssigkeiten eines Erkrankten oder an Ebola verstorbenen. Grundsätzlich sollten Reisende vor ihrer Abreise in die betroffenen Länder die Nachrichtenlage aufmerksam verfolgen und aktuelle Reisehinweise durch das Auswärtige Amt ernst nehmen. Merkblätter und Informationen zum aktuellen Ebola-Ausbruch, sowie Verhaltensregeln für Personen die sich im Ausbruchgebiet aufhalten, erteilt das Auswärtige Amt und die WHO.